Aktuell

Suche

Willkommen am Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft


 Der Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft stellt sich vor (Stand 10.01.17):

Man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen“: Ob es das Spiel, das Gewissen, die Dummheit oder die Mystik stiller Texte ist – der Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft setzt das Zitat von Franz Kafka in immer wieder neue Fragestellungen um, die die Lehre (>>Unterricht) mit der Lebenswirklichkeit und die Forschung mit der Zukunft verbindet. Die hier gepflegte Forschungslandschaft bereitet das große Feld vom frühneuzeitlichen Faust bis zur Gegenwart auf, mit Akzenten in der Theorie und der Stilistik, der Ethik (>>Exzellenz) und der Religion. Literatur leistet nach unserem Verständnis – Aristoteles wäre hier unser Urgroßvater! – einen eigenständigen, ästhetisch gehaltvollen Beitrag zur Erkenntnis ihrer Zeit; die Lust am Lesen, Denken und Lachen gießen wir in unterschiedliche Formen, - für das Verfassen von Einführungswerken sind wir uns nicht zu schade, wir erstellen Editionen und Handbücher, aber wir schreiben auch gerne Bücher und sammeln Beiträge zu neuen Themen. Wir veranstalten Vorträge und Lesungen (>>Gästebuch), wir bestücken die regionale wie die überregionale Presse, wir kooperieren mit der Stadt, den Kirchen, dem Theater und dem Zoo (>>Regio-Aspekte), suchen freilich auch den Austausch mit internationalen Partnern (>>Internationalität) und vielen Verlagen (>>Vernetzung): Bücher, die beißen und stechen, bleiben am besten in Erinnerung.

Mitarbeiter


Gruppe_Prof. Mayer 1

Mayer, Mathias  
(zweiter von links auf dem Bild)
Seit 2002 Inhaber des Lehrstuhls, forscht (und unterrichtet) gerne im Bereich Literatur und Ethik, zu Goethe, österreichischer Literatur und dem Musiktheater.
Harzer, Friedmann (zweiter von rechts auf dem Bild)
Seit 2006 Lehrkraft für besondere Aufgaben, diskutiert und schreibt gerne Interpretationen literarischer Texte. 
Fromholzer, Franz (links auf dem Bild)
Assistent am Lehrstuhl, forscht zur Literatur der Frühen Neuzeit, zu historischen Perspektiven von Interkulturalität und insbesondere zu Stiltheorien und -ideologien der klassischen Moderne 
Werlitz, Julian (Mitte des Bildes)
Wissenschaftlicher Mitarbeiter; bietet am liebsten Lehrveranstaltungen zu den Themen Fiktionstheorie, Narratologie und Gegenwartsliteratur an.
Leder, Sophia (Mitte des Bildes)
Wissenschaftlicher Mitarbeiterin
Richter, Sissi (rechts auf dem Bild)
Wissenschaftliche Hilfskraft

Sekretariat: Gisela Barth (erreichbar: Mo., Mi., Fr.)

 

Gästebuch:  In Veranstaltungen des Lehrstuhls waren zu Gast in Augsburg (Auswahl)


Marcel Beyer
Volker Braun 
Jenny Erpenbeck
Durs Grünbein
Peter Härtling
Felicitas Hoppe
Friederike Mayröcker
Christoph Ransmayr
Alex Rühle
Silke Scheuermann
Uwe Tellkamp
Uwe Timm
Anja Tuckermann
Raphael Urweider
 

Regio-Aspekte: Kooperationen mit Stadt und Bezirk Augsburg


Schwaben-Akademie Kloster Irrsee
Augsburger Zauberberg-Vorträge, seit 2014
Augsburger Mozart-Lecture, seit 2016
Ringvorlesungen in der Stadt (u.a. „Von armen Schweinen und bunten Vögeln. Tierethik im Vergleich“; „Der Philosoph Bertolt Brecht“; „Von Tönen und Texten: Mozart-Resonanzen“)

 

Internationalität


Germanistische Institutspartnerschaft Augsburg-BudweisHumboldt-Stipendiaten am Lehrstuhl: Prof. Crescenzi (Pisa/Trento), Prof. Rispoli (Padova)
Vortragstätigkeiten u.a. Großbritannien, Italien, Japan, Polen, Tschechische Republik, USA

 

Exzellenz


Der Lehrstuhl koordiniert als Sprecher den Elite-Masterstudiengang „Ethik der Textkulturen“ im Elite Netzwerk Bayern seit 2006.
 
 

Vernetzung:
Die Publikationen des Lehrstuhls erschienen u.a. bei folgenden Verlagen


C.H.Beck – Böhlau – De Gruyter – Dtv – Fink – S.Fischer – Metzler – Reclam – Suhrkamp-Insel – UTB – Wallstein – Carl Winter


Unterricht


Non vitae, sed scholae discimus: Wir lernen nicht fürs Leben, sondern für die Schule. So hat schon Seneca den Lehrbetrieb seiner Zeit kritisiert. Eingedenk dessen beherzigen wir bei der Vermittlung literaturgeschichtlicher Umstände und literaturwissenschaftlicher Ansätze, dass Dichtung nicht nur Selbstzweck ist. Sie gibt, ohne auf schiere Lebenshilfe reduziert zu werden, immer auch etwas fürs Leben des einzelnen wie der Gesellschaft zu verstehen. Was dies jeweils sein kann, darüber lässt sich in unseren Veranstaltungen mit soliden Kenntnissen und plausiblen Argumenten ein gutes Gespräch führen. Außerdem lernen Sie in Vorlesungen, Seminaren und Übungen das wesentliche Handwerkszeug des Interpretierens kennen, mit dem Sie bei entsprechendem Engagement auch in den Examensklausuren bestehen können.

 

Projekte


Stilistik im Spannungsverhältnis zwischen Philosophie, (politischer) Ideologie und Ästhetik (Fromholzer)
Nanotextualität. Ethik und Ästhetik kleinster Formen (Fromholzer/Mayer/Werlitz)
Literarische Texte interpretieren. Lyrik – Prosa – Drama (Harzer)
Jüdische Literaturgeschichte im Schwaben. Eine Spurensuche (Harzer)
Goethes Superlativ als Denkfigur (Mayer)
Die Wette in der Literatur (Werlitz)
Hofmannsthal-Handbuch (Mayer, Werlitz), erschienen 2016
Faust-Handbuch: Konstellationen, Diskurse, Medien (Rohde, Valk, Mayer)

Geisteswissenschaften heute – das ist nach unserem Konzept vor allem: Analyse zeitgenössischer und Rekonstruktion modellartiger Spiegelungen der gesellschaftlichen Wirklichkeit, vorwiegend in literarischen, essayistischen und theoretischen Texten. Sodann sind Dialoge intermedialer und interdisziplinärer Art in aufklärerischer Tradition fortzuführen. Kulturwissenschaftliche Öffnungen sind selbstverständlich, ohne dass sie die Kernkompetenz der Textlektüre aushebeln.