Das in Arbeit befindliche Buch beschäftigt sich mit Medien des Erzählens vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart in einem doppelten Sinn: als Medialität des Erzählens zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit sowie den neuen Medien einerseits, als Medialität der Erzählerfiguren und Erzählstimmen i.S. eines transsubjektiven Erzählens andererseits. Geplant sind Fallstudien zu folgenden Einzelthemen:
1. Novellen/Neuigkeiten: Die Beziehung von Narration und Medium in der periodischen Publizistik und in der Erzählprosa der frühen Neuzeit
2. Medienkonkurrenz: Die Ausdifferenzierung von schriftlichem und mündlichem Erzählen im 18./19. Jahrhundert (literarischer vs. historiographischer Diskurs)
3. Vom Ton zum Markenzeichen: Funktionen der Mündlichkeit im europäischen Realismus
4. Sich-schreiben-Hören: Die Medialität der inneren Rede in der Literatur der Moderne und in den Avantgarden
5. Kunde, die von Mund zu Mund geht: Theorien mündlichen Erzählens in der Moderne (Ejchenbaum, Benjamin usw.)
6. Aside/Off: Narrative Stimmen in der neueren Pop-Literatur und deren medialen Umsetzungen (Film, Talk-show, Video-Clip usw.)