Suche

Forschungsprojekte


Hier finden Sie eine Übersicht über abgeschlossene und laufende Forschungsprojekte des Lehrstuhls für Vergleichendende Literaturwissenschaft / Europäische Literaturen.


Ausgewählte Veröffentlichungen

Günter Butzer/Joachim Jacob (Hrsg.): Metzler Lexikon literarischer Symbole (2008, 2012)

Cover Symbole

Das "Metzler Lexikon literarischer Symbole" ist bei seinem ersten Erscheinen 2008 als einzigartiges Lexikon und äußerst hilfreiches Nachschlagwerk für Literaturwissenschaftler, aber auch Symbolforscher aller Disziplinen begrüßt worden. Die wichtigsten Symbole der abendländischen Literatur werden hier in ihren zentralen Bedeutungen von der griechisch-römischen und biblischen bis in die gegenwärtige Literatur beschrieben. Die Symbolgeschichte etwa von Zahlen, Farben, Pflanzen, Tieren, Orten, Dingen etc. wird anhand von exemplarischen Belegstellen nachgezeichnet.

Das Lexikon beim Verlag

Das Lexikon im OPAC der UB Augsburg


Günter Butzer/Joachim Jacob (Hrsg.): Berührungen. Komparatistische Perspektiven auf die frühe deutsche Nachkriegsliteratur (2012)

Cover BerührungenIm Zentrum des Buchs steht die Re-Internationalisierung der deutschen Literaturszene nach 1945 in Auseinandersetzung mit anderen europäischen Literaturen und der amerikanischen Literatur. Themen sind u. a. der literarische Blick des europäischen Auslands auf die deutschen Nachkriegsverhältnisse, der Vergleich der deutschen mit den deutschsprachigen Literaturen Österreichs und der Schweiz sowie filmische Verarbeitungen der deutschen Nachkriegszeit aus Deutschland und Italien. Behandelt werden literarische Werke von Oskar Maria Graf, Thomas Mann, Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch, Paul Celan, Ilse Aichinger, Wolfgang Hildesheimer, Gottfried Benn, Hans Mayer, Günter Eich, Ingeborg Bachmann, Stig Dagerman, Karl Valentin und Jean-Paul Sartre.

Der Sammelband beim Verlag

Der Sammelband im OPAC der UB Augsburg


Bettina Bannasch/Günter Butzer (Hrsg.): Übung und Affekt (2007)

Cover Übung und AffektMit dem Thema „Körpergedächtnis“ wird ein Problem in den Blick genommen, das für die abendländische Kultur zentral ist: die Beziehung von Körper und Geist. Denn das Gedächtnis wird seit jeher an der Schnittstelle physiologischer und mentaler Prozesse angesiedelt. Die Autorinnen und Autoren des Bandes fokussieren den Körper als Medium des Gedächtnisses unter zwei Gesichtspunkten: Sie fragen einerseits nach den Institutionen und Praktiken der Zurichtung des Menschen und damit (im Anschluss an Nietzsche) nach der gewaltsamen Einübung eines körperlichen Gedächtnisses; der Körper erscheint hier als kulturelles Gedächtnis sozialer Disziplinierung. Andererseits thematisieren sie den kranken und/oder leidenschaftlichen Körper (mit Freud und Warburg) als affektives Gedächtnis eines Anderen der Kultur, d.h. als Artikulationsmedium des im Zivilisationsprozess Unterdrückten und Ausgegrenzten. Übung und Affekt, die beiden Leitbegriffe des Bandes, gehören dabei eng zusammen: Im selben historischen Prozess, in dem sich die als körperlich-seelische Einheit verstandene Übung zur rein körperlich-mechanischen Disziplinierung verengt, erscheinen die Leidenschaften als Symptom jener verlorenen Einheit, die gleichwohl von Anfang an eine bloß imaginäre war.

Der Sammelband beim Verlag

Der Sammelband im OPAC der UB Augsburg


Günter Butzer: Soliloquium. Theorie und Geschichte des Selbstgesprächs in der europäischen Literatur (2008)

Cover Soliloquium„Wer mit sich selbst redet, ist verrückt.“ Günter Butzers historisch und disziplinär weit ausgreifende Studie zum Selbstgespräch in der europäischen Literatur verfolgt die Genealogie dieses modernen Vorurteils über die frühe Neuzeit zurück in die Antike und zeigt, dass dem Soliloquium als einem methodischen Verfahren sprachlicher Selbstbeeinflussung eine eminente kultur-und literaturgeschichtliche Bedeutung zukommt.
Von Marc Aurel und Augustinus über Montaigne und Rousseau bis hin zu Kafka und Beckett werden die unterschiedlichen Ausprägungen dieses Redetyps dargestellt und seine Beziehungen zu philosophischen, theologischen, medizinischen und ästhetischen Diskursen entfaltet.

Die Monographie beim Verlag

Die Monographie im OPAC der UB Augsburg


Susanna Layh: Finstere neue Welten. Gattungsparadigmatische Transformationen der literarischen Utopie und Dystopie (2014)

Cover Finstere WeltenIm 20. Jh. verkehrt sich die einstmals positive literarische Utopie in düstere Weltentwürfe. Im Zuge dieser gattungsparadigmatischen Transformation entstehen Texttypen mit divergenten poetologischen Charakteristika, die eine neue terminologische wie typologische Differenzierung erfordern. In dieser komparatistisch angelegten Studie wird daher eine Poetik negativer literarischer Erscheinungsformen des Utopischen erstellt, die zwischen Anti-Utopie, (traditioneller) Dystopie und kritischer Dystopie unterscheidet. Anhand repräsentativer Einzelanalysen werden erstmals deutsche und lateinamerikanische Werke von Borges, Kracht, Zeh, Morgner, Kociancich u.a. vor dem Hintergrund des gattungskonstitutiven anglophonen Kanons gelesen. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die lange Zeit marginalisierte weibliche Tradition gerichtet, die diesen Gattungswandel entscheidend prägt. Die utopisch-dystopische Literaturhistorie offenbart sich so als eine Geschichte des fortwährenden intertextuellen Dialogs mit den Vorgängern, auch über die Grenzen der Nationalliteraturen hinweg. Gleichzeitig belegt dies die ungebrochene Anziehungskraft zeitdiagnostischer utopischer Fiktion und den Erhalt des gesellschaftspolitischen Diskurses über utopische Möglichkeitsreflexionen in neuem poetologischem Gewand.

Die Dissertation beim Verlag

Die Dissertation im OPAC der UB Augsburg


Christoph Grube: Warum werden Autoren vergessen? Mechanismen literarischer Kanonisierung am Beispiel von Paul Heyse und Wilhelm Raabe (2014)

Cover Autoren

In einer vergleichenden Untersuchung zu zwei Autoren aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit unterschiedlicher Rezeptionsgeschichte – Wilhelm Raabe und Paul Heyse – nimmt Christoph Grube detailliert die vielfältigen Entscheidungen in den Blick, die zur Kanonisierung bzw. Dekanonisierung des jeweiligen Autors führten. Über die konkreten Fälle hinaus validiert er bisherige Kanontheorien und entwirft anhand verallgemeinerbarer Mechanismen eine durch weitere Forschung zu überprüfende Theorie literarischer Kanonisierungsprozesse.

Die Dissertation beim Verlag

Die Dissertation im OPAC der UB Augsburg


Ulrike Eisenhut: Zwischen Autonomie und Authentizität - kritisches Schreiben in der Revue blanche (2014)

Cober Revue BlancheDie ‚Revue blanche‘ (1891–1903) ist im Paris der Belle Époque ein einflussreiches „Forum der Jugend“, zu dem die angesagten Schriftsteller und Künstler ihrer Zeit beitragen. Gleichzeitig spricht sie aber ein breites, bürgerliches Publikum an, was für eine herkömmliche Zeitschrift des jugendlich-autonomen Pols im literarischen Feld ungewöhnlich wäre. Die besondere Stellung der Zeitschrift im literarischen Feld, dessen Funktionsmechanismen die Redaktionsleitung geschickt zu nutzen versteht, indem sie Autonomie authentisch inszeniert, wird in der vorliegenden Studie anhand ausgewählter Beiträge der Zeitschrift herausgearbeitet.
Der literarische Wertekanon der ‚Revue blanche‘ verortet die Zeitschrift im bürgerlichen Literatursystem; ihre literarischen Beiträge und medienkritischen Parodien zeigen sie als Wegbereiterin der historischen Avantgarden.

Die Dissertation beim Verlag

Die Dissertation im OPAC der UB Augsburg