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Vita


26.04.1939 geboren in Idar-Oberstein

1959 - 1965 Studium der Germanistik und Romanistik (Universitäten Heidelberg und Mainz)

1965 Promotion zum Dr. phil.

1964 - 1969 Wiss. Assistent (Germanistische Linguistik) an der Universität Heidelberg

1970 Professor für Germanistische Linguistik an der Universität Heidelberg

1970 Gastprofessor an der Universität Kopenhagen

1971 Ordentlicher Professor an der Universität Tübingen (Germanistische Linguistik)

ab WS 1981 Ordentlicher Professor an der Universität Augsburg (Deutsch als Fremdsprache)

Dudenpreis 1989

1991 Gastprofessor an der Universität Graz

1992/93 Gastprofessor an der Nouvelle Sorbonne Paris

1999 Gastprofessor an der Universität Barcelona

2007 Emeritierung

 

Heringers wissenschaftliche Forschungen konzentrierten sich anfangs auf die Syntax des Deutschen (Dependenzgrammatik) und handlungstheoretische Grundlagen der Semantik.

Das sprachdidaktische Engagement galt vor allem dem Primärsprachunterricht. Es ist realisiert in den Sprachbüchern für die Grundschule und in dem großen integrativen Schulbuchprojekt "Deutschstunden" für Gymnasien und Realschulen.

H.s Bestreben war immer, die linguistischen Forschungen praktisch wirksam werden zu lassen. So war er schon lange ein engagierter Beobachter und Kritiker der politischen Sprache, wie es sich in seinem Buch "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort. Politik, Sprache, Moral" niederschlägt. Aber auch die Verbesserung der Verwaltungssprache und die verständliche Formulierung von Betriebsanleitungen lagen ihm am Herzen. Beispielsweise hat er für ein großes deutsches Automobilwerk die Betriebsanleitung verständlicher und menschlicher formuliert. In neuerer Zeit arbeitete Heringer auch in der Fair-Play-Initiative des deutschen Sports, versuchte vor allem jungen Sportlern die Fairness-Idee näherzubringen.

Seit 1981 Jahren lehrt Heringer Deutsch als Fremdsprache und befasst sich mit interkultureller Kommunikation.

Forschungsschwerpunkte der letzten Jahre waren besonders korpuslinguistische Arbeiten wie Studien zur Distributiven Semantik mit Hilfe des neu konzipierten Computerprogramms "Semantischer Inspektor" und das Konzept korpusbasierter Gewinnung von Chunks.

Außerdem wurden Trainingsprogramme zur interkulturellen Kommunikation entwickelt. Hinzu kommen diverse e-learning-Programme im Rahmen der Mitarbeit in der Virtuellen Hochschule Bayern.

In letzter Zeit stehen vor allem Online-Sprachtests im Fokus. In diesem Zusammenhang wurde (in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut) ein empirisch fundiertes Programm zur automatischen Bewertung schriftlicher Lernerproduktionen entwickelt. Dieses Programm kommt in verschiedenen Zusammenhängen und auf verschiedenen Niveaustufen (A1-B2) zur Anwendung. Derartige Simulatoren sind sowohl auf CD implementiert (Zertifikat Deutsch, DSH-Simulator) als auch online (www.daf-trainer.com).