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Eva Sondershaus (M.A.)


Wie sprechen Auslandsstudierende am Lehrstuhl Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Augsburg über ihren Studien-verlauf? Transkulturelle (Grenz-)Erfahrungen aus Rezipientensicht (AT)

Die Universität war und ist bestrebt, der Gesellschaft hochqualifizierte Absol-venten zur Verfügung zu stellen sowie die Forschung zu beleben. Diese Ziele gelten für deutsche und im Internationalisierungsprozess der Hochschulen ebenfalls für ausländische Studierende, deren wie gewünscht steigende Anzahl als Zeichen für Exzellenz gilt (DAAD).
Die Erfahrungen im Lehrbetrieb mit Auslandsstudierenden an deutschen Hochschulen zeigen jedoch, dass eine Anpassung an die Gegebenheiten eines deutschen Lehrbetriebs nicht immer gelingt (u.a. Stemmer 2013). Ausländische Studenten reagieren im deutschen universitären Alltag oftmals überraschend und an den Verhaltensmustern ihres Heimatlandes orientiert, was zu transkulturellen Überschneidungssituationen führt. Auch am Lehrstuhl DaF/DaZ stützen Beobachtungen die Vermutung), dass das als offen angesehene Konzept der Transkulturalität eine kulturell gefärbte Betrach-tungsheuristik darstellt, welches eine situativ-kommunikative Dimension vernachlässigt (u.a. Müller-Jaquier (2000). Um diese mögliche methodolo-gische Lücke zu schließen, sind an der Universität Augsburg über 150 ausländische Studierende um die Darstellung ihrer Alltagserfahrungen gebeten worden. An diesem gewonnenen Material soll aufgezeigt werden, wie die Auslandsstudierenden ihren Studienverlauf erleben und welche (Sprach-) Handlungen sie zu dessen Beschreibung verwenden. Die Analyse wird mit Hilfe der von Knapp-Potthof (1997) vorgeschlagenen und von Müller-Jaquier (2000) weiterentwickelten diskursanalytischen Methode der LAC als Richtschnur durchgeführt.