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Besuch einer Studentengruppe aus Inguschetien


Eine Gruppe der Staatlichen Universität Magas (Russische Föderation, Inguschetien) besuchte am 21. Juni im Rahmen ihrer DAAD Studienreise durch Deutschland unter anderem auch den Lehrstuhl für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache und Interkulturelle Kommunikation. 14 Studierende der Germanistik in Begleitung ihrer Hochschullehrerin Sonja Parova und des DAAD-Studienbegleiters Herrn Fritsche interessierten sich insbesondere für Methoden der "Dramapädagogik und kreativen Sprachförderung". Die Frage des Tages war: Wie kann man mit dramapädagogischen Methoden Deutsch als Zweit- bzw. Fremdsprache vermitteln oder erwerben?

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Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Leiter des Bukowina-Instituts, Herr Hallabrin, informierten die Inguschen die Gastgeber durch ein kleines Video über ihr Land und dessen Geschichte. Danach nahmen die Studierenden an einem interaktiven Workshop teil - gemeinsam mit Studierenden des Projektseminars "Dramapädagogik mit jugendlichen Migranten". Der Workshop wurde angeleitet von der Hochschuldozentin Heike Mengele und den Studentinnen Jana Autor und Miriam Mack. Neben den theoretischen Grundlagen zum Thema erfuhren die Inguschen am eigenen Leib die Wirkungsmechanismen dramapädagogischer Übungen: Im "Warm Up", wurde gesungen, geklatscht und getanzt, um auf den Hauptteil, das eigentliche Spiel, vorzubereiten. Im Hauptteil wurde der Liedtext "Ein Mops kam in die Küche" sukzessive handlungs- und aushandlungsorientiert konstruiert, danach in einem kleinen Gruppengesangswettbewerb vorgesungen. Die eigentliche Erschließung und Interpretation der - eigentlich recht tragischen - Geschichte des Mopses, der in einer Großküche wegen eines Eierdiebstahls zu Tode kam, geschah über ein mehrteiliges, improvisiertes Spielszenario: in einer fiktiven Fernsehsendung wurde anhand von Berichten vom mysteriösen Tod des Hundes, einem unschuldigen Koch, der weinenden Familie und einem ermittelnden Polizeibeamten das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven aufgerollt.

Der Ablauf des Workshops verdeutlichte einmal mehr, dass in der Dramapädagogik neben ihrem Potential für Sprachförderung auch eine Chance zum Interkulturellen Lernen steckt: Trotz der Kürze der Zeit fanden die Teilnehmer Gelegenheit, sich intensiv einzubringen und mit Studierenden unseres Lehrstuhls auszutauschen. Wir hoffen, dass der Kontakt auch in Zukunft erhalten bleibt!

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Meldung vom 22.06.2011