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Pompeji in Plänen


Die Geschichte einer archäologischen Kartographie

Prof. Dr. Valentin Kockel (seit 1995) Gefördert durch Bayerische Akademie der Wissenschaften

 

Mit den Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum seit 1738 bzw. 1748 stellte sich erstmals die Frage, wie eine ein großer archäologischer Komplex angemessen zu dokumentieren sei. Mit der stetigen Vergößerung der Grabungsfläche mußte die Verantwortlichen stets neue Position beziehen, Korrekturen anbringen oder andere Darstellungsmethoden verwenden. Die komplizierte Geschichte der Stadtpläne des antiken Pompeji ist damit ein Spiegel der  zeitgleichen Kartographie und ihrer verschiedenen Methoden, die vom skizzenhaften Grundriß über die geodätisch perfekte Aufnahme bis zu Modellen und Luftaufnahmen reicht. Gleichzeitig können die Pläne als wichtige, wenn auch interpretationsbedürftige Quellen zur Grabungsgeschichte der Stadt ausgewertet werden.

In Zusammenarbeit mit Katharina Rieger (Göttingen) wurden alle erreichbaren Pläne (ca. 100 mit jeweils verschiedenen Varianten) gesammelt. Verschiedentlich konnte bisher völlig übersehenes Material publiziert werden. Eine Gesamtpublkation (Pompeji in Plänen) ist in Arbeit.

 
Piranesi_1785_Klein Russo_1833_Klein
Francesco Piranesi
Topografia delle fabbriche scoerte nella città di Pompei. Erste Fassung 1785
[Giosuè Russo]
Pianta degli Scavi di Pompeji (1833). Mit der unterschiedlichen Einfärbung wird der Fortschritt der Ausgrabungen gekennzeichnet.