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Aufenthalt in den USA


Um profunde Kenntnisse der englischen Sprache und der amerikanischen Kultur zu erwerben, ist ein längerer Auslandsaufenthalt unverzichtbar. Auch wenn Auslandsaufenthalte nicht vorgeschrieben sind, raten wir dringend dazu, längere Zeit in den USA zu verbringen. Hierzu stehen mehrere Optionen zur Verfügung. Wenn Sie daran interessiert sind, an einer amerikanischen Universität zu studieren oder mit einem strukturierten Programm in die USA zu gehen, sollten Sie sich allerdings schon frühzeitig informieren, da die Bewerbungsfristen zwischen einem und zwei Jahren liegen.

Wir bieten jedes Jahr zu Beginn des Wintersemesters eine Informationsveranstaltung an und empfehlen, diese zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu besuchen. Dort können Sie sich hinsichtlich der verschiedenen Möglichkeiten ins Ausland zu gehen, der jeweiligen Bewerbungsverfahren, möglicher Beurlaubungen und Anrechnungsfragen für im Ausland erbrachte Studien- und Prüfungsleistungen informieren. Weiterhin steht Ihnen natürlich auch im restlichen Studienjahr die persönliche Beratung durch den Auslandsstudienberater des Lehrstuhls Amerikanistik, Dr. Johanna Hartmann, zur Verfügung.

 

Fulbright/DAAD

Die Fulbright-Kommission und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) bieten lukrative Jahresstipendien für das Studium an amerikanischen Universitäten an. In Bezug auf Fragen bei der Bewerbung besuchen Sie die Homepage des DAAD bzw. der Fulbright-Kommission. Weiterhin können Sie sich an den Auslandsstudienberater des Lehrstuhls, Dr. Johanna Hartmann, wenden. Da die Bewerbungsfristen für diese Stipendien ca. eineinhalb Jahre vor dem geplanten Studienbeginn liegen, sollten Sie sich unbedingt frühzeitig informieren.

 

Partneruniversitäten des Lehrstuhls

Sie haben die Möglichkeit, sich direkt am Lehrstuhl für einen Studienplatz an einer unserer Partneruniversitäten (Pittsburgh, Vermont, Emory University) zu bewerben. Erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerbern werden die (sehr hohen) Studiengebühren der jeweiligen Universitäten erlassen. Die Bewerbungsfrist wird jeweils zu Beginn des Wintersemesters bekanntgegeben und ist auf der Lehrstuhlhomepage unter "Aktuelles" zu finden. Für die University of Pittsburgh liegt sie in der Regel im November, für Vermont im Dezember und für Emory im Januar. Folgende Unterlagen sind der Bewerbung beizulegen:

  • Lebenslauf

  • Kurze Arbeit auf Englisch (z.B. eine in englischer Sprache verfasste Hausarbeit)

  • Kurzdarstellung des bisherigen Studienganges

  • Nachweis guter Englischkenntnisse

  • Angaben zu außerakademischen Tätigkeiten

 

PAD/Amity-Programm

Sie haben auch die Möglichkeit, als Fremdsprachenassistent/in in den USA zu arbeiten. Fremdsprachenassistent/innen unterstützen den Sprachunterricht Deutsch an den örtlichen Schulen in Form von Konversationsübungen und sind verantwortlich für die intensive mündliche Prüfungsvorbereitung von Schülerinnen und Schülern. Falls Sie sich dafür interessieren, als Fremdsprachenassistent/in in die USA zu gehen, bewerben Sie sich beim Pädagogischen Austauschdienst (PAD) oder beim Amity-Programm mindestens ein Jahr bevor Sie vorhaben, Ihren Auslandsaufenthalt zu beginnen (genaue Bewerbungsfristen und Informationen zum Bewerbungsverfahren erfahren Sie auf den Webseiten von PAD und Amity). Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten des Kultusministeriums und bei den Ansprechpartnern des Akademischen Auslandsamtes.

 

Weitere Möglichkeiten

Wenn Sie einen Amerikaaufenthalt planen, der nicht mit einem Studium verknüpft ist z.B. in Form eines Praktikums oder als Au pair, wenden Sie sich an die zuständige Beraterin am Akademischen Auslandsamt, Katrin Alt-Rudin.

Es besteht auch die Möglichkeit, ohne Stipendium an einer Hochschule im englischsprachigen Ausland zu studieren. Dies ist in den USA allerdings in der Regel mit sehr hohen Studiengebühren verbunden. Bei einer Bewerbung empfiehlt es sich zu klären, welchen Status die Hochschule ihren visiting students zuschreiben will, und ob zu dem vorgesehenen Status (visiting student, occasional student, non-degree student, full time student, etc.) Alternativen bestehen, die vielleicht von den Gebühren her günstiger sind. Zu warnen ist vor teuren Kursen, die speziell für Ausländer angeboten werden!

Gelegentlich stellen amerikanische Universitäten deutschen Studierenden Studienplätze mit vollständigem oder teilweisem Gebührenerlass zur Verfügung - eine Gelegenheit, die vor allem von BAföG-Empfänger/inne/n wahrgenommen werden könnte.

Außerdem besteht eine Stipendienausschreibung des Deutsch-Amerikanischen Clubs Augsburg, die ein Studienjahr in den USA finanzieren helfen soll. Näheres hierzu ebenfalls im Akademischen Auslandsamt, Gebäude M2, Raum 235.

 

Hinweise zur Bewerbung

Bei einigen der geschilderten Programme mag der Bewerbungsvorgang recht kompliziert erscheinen. Angesichts der Höhe der Stipendien lohnt es sich aber durchaus, den Kampf mit den Mühlen der Bürokratie aufzunehmen. Gutachten stellen prinzipiell alle Dozent/inn/en der Anglistik und Amerikanistik aus. Setzen Sie sich bitte rechtzeitig mit den entsprechenden Personen in Verbindung.

Bei der Abfassung von Bewerbungsschreiben ist vor allem auf zwei Dinge zu achten:

  1. Es muss deutlich werden, warum Sie längere Zeit im Ausland verbringen wollen. Insbesondere bei den DAAD- und Fulbright-Stipendien sollten in der Bewerbung deutliche Interessensschwerpunkte erkennbar sein. Es ist ratsam, ein oder zwei "Forschungsgebiete", denen Sie sich während des Auslandsaufenthaltes besonders widmen wollen, darzustellen, wobei selbstverständlich ist, dass "Forschungsgebiete", die in dieser Phase des Studiums entwickelt werden, keinem eigentlich wissenschaftlichen Anspruch genügen müssen. Die Möglichkeiten von Studierenden im zweiten oder dritten Semester werden bei der Beurteilung der angegebenen "Projekte" durchaus gebührend berücksichtigt. Bei Bewerbungen nach Nordamerika sollten Sie bereits bei der Abfassung der Bewerbung das Auswahlgespräch im Auge haben.

  2. Bei der Abfassung des Lebenslaufs und der Angabe persönlicher Daten sind Informationen zu Hobbies, sportlichen Aktivitäten, Reisen, usw. erwünscht, weil sie das "Bild" der Person, die hinter dem Antrag steht, für die Gutachter deutlicher machen. Auch für die Platzierung an der "richtigen" Schule oder Universität können ausführlichere Angaben zu Ihren persönlichen Interessen wichtig sein.

 

Anrechnung von Studienleistungen

In der Amerikanistik gilt für die Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen die folgende grundsätzliche Richtlinie:

  • An amerikanischen Universitäten belegte Kurse können angerechnet werden, wenn die dort erbrachten Leistungen den Augsburger Anforderungen vergleichbar sind. Dies bezieht sich insbesondere auf Art und Umfang der schriftlichen Leistungen.

Es wird DRINGEND empfohlen, sich schon vor der Anfertigung der schriftlichen Hausarbeiten - also noch vom Ausland aus per Email - mit dem betroffenen Lehrstuhlinhaber in Verbindung zu setzen und die Bedingungen für eine spätere Anerkennung in Augsburg abzusprechen. Das Anerkennungsverfahren läuft dann nach Ihrer Rückkehr über das Prüfungsamt und die betroffenen Lehrstühle.