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GIP Augsburg – Budweis


Überblick

  1. Germanistische Institutspartnerschaft Augsburg – Budweis
  2. Wissenschaftliche Veranstaltungen
  3. Veröffentlichungen
  4. Drittmittelgeförderter Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden
  5. Drittmittelquellen

1. Germanistische Institutspartnerschaft Universität Augsburg – Südböhmische Universität Budweis / Jihočeská Universita v Českých Budějovicich

Die Zusammenarbeit zwischen der Germanistik in Augsburg und dem Germanistischen Institut der Südböhmischen Universität Budweis / Jihočeská Univerzita v Českých Budĕjovicích (JCU) wurde erstmals 2011 im Rahmen des Programms „Germanistische Institutspartnerschaften“ vom Deutschen Akademischen Austauschdienst gefördert. Sie geht auf die Initiative des Budweiser (und ehemals Augsburger) Literaturwissenschaftlers Prof. Dr. Jürgen Eder und des Augsburger Sprachwissenschaftlers Prof. Dr. Stephan Elspaß zurück. Zwischen den beiden Germanistischen Instituten bestehen seit vielen Jahren intensive Kontakte, zunächst vor allem zwischen Literaturwissenschaftlern, später dann auch unter Beteiligung von Komparatisten und Sprachwissenschaftlern. Seit 1993 besteht eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Germanistischen Institut der Südböhmischen Universität Budweis und der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg. Und seit September 2005 fanden jährliche Veranstaltungen mit Lehrenden und Studierenden in Budweis bzw. Augsburg statt, die durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds sowie durch Mittel der Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg großzügig gefördert wurden.

Die Südböhmische Universität Budweis / Jihočeská Univerzita v Českých Budĕjovicích (JCU) wurde 1991 gegründet. Das Germanistische Institut war bis zum Jahr 2001 Teil der Pädagogischen Fakultät der Südböhmischen Universität. Seit dem 1. September 2010 gibt es zwei Institute. Nach Wiedereinführung der Philosophischen Fakultät an der JCU im Jahre 2006 sind die Fremdsprachen (Anglistik, Romanistik, Germanistik, Hispanistik) dort ange­siedelt, ebenso wie Bohemistik, Geschichte und alle kulturwissenschaftlichen Fächer. Ein erfolgreiches Beispiel für interdisziplinäre Zusam­men­arbeit ist der neue Studiengang „Territoriale Studien. Deutschsprachiger Raum“, der Sprache, Kultur, Wissenschaft, Ökonomie wie Jurisprudenz zusammenführt und in einem BA/MA-Studiengang Absolventen für deutsch-tschechische Kultur- und Verwaltungs- sowie Dienstleistungspositionen ausbildet. Neben diesem Studiengang bilden beide Germa­nistischen Institute im Rahmen von BA/MA-Studiengängen Lehrer für die Grund- und Hauptschule (an der Pädagogischen Fakultät) und die Höheren Schulen (Philosophischen Fakultät) aus. Darüber hinaus bietet das Institut anderen Fächern im Rahmen spezieller unterstützender Programme – z. B. Pädagogik und Psychologie, Geographie, Geschichte, Ästhetik sowie im Doktor-Programm der Bohemistik u. a. m. – germanistische Basismodule an. Das Institut in beiden Teilen verfügt zurzeit, ohne Lehrbeauftragte und Lektoren mitzurechnen, über 10 Kollegin­nen und Kollegen. Inklusive des Faches „Territoriale Studien“ beginnen jedes Jahr ca. 80–100 Studierende in verschiedensten Kombin­ationen mit einem Deutschstudium an der JCU. Das Germanistische Institut bietet durch die Bereiche Linguistik, Literaturwissenschaft, Mediävistik, Didaktik und Landeskunde die ganze Breite des Faches. Im Bereich der Sprachwissenschaft liegen die Schwerpunkte auf Genderlinguistik, Textlinguistik, Kontrastiver Linguistik sowie verstärkt Angewandter Sprachwissenschaft. Im Bereich der Literaturwissenschaft konzentriert man sich auf die deutschsprachige Literatur der Gegenwart bzw. des 20. Jahrhunderts – mit besonderer Betonung des deutsch-tschechischen Kontextes. Dabei wird auf Aspekte von Kultur als Text, Literatur als Geschichte, Literatur als Vermittler im interkulturellen Diskurs sowie Literatur und Öffentlichkeit Wert gelegt. Mit Angeboten wie E-Learning, Literatur und Film sowie Projektunterricht soll die Medienkompetenz im Umgang mit insbesondere deutschsprachigen Medien gestärkt werden. Darüber hinaus werden durch Seminare zum Bereich "Projektunterricht" praktische Verbindungen zur beruflichen Zukunft der Absolventen geknüpft.

Die Germanistischen Institutspartnerschaften (GIP) sind ein 1993 ins Leben gerufenes Programm des DAAD zur Förderung der deutschen Sprache im Ausland. Allgemeines Ziel des GIP-Programmes ist es, die Germanistik an den Partnerinstitutionen in Lehre (Curricula, Lehrmaterialien) und Forschung (u. a. durch gemeinsame Forschungsvorhaben) zu unter­stützen und in ihren spezifischen Potentialen zu fördern, wobei ein Schwerpunkt auf der Förde­rung des wissenschaftlichen Nachwuchses liegt. Das Programm ermöglicht neben dem Austausch von DozentInnen auch den Studierendenaustausch: Budweiser Studierende erhalten die Gelegenheit, ein Semester lang in Augsburg zu studieren, und für Augsburger Studierende bietet sich die Möglichkeit, als TutorInnen an der Südböhmischen Universität (mind. 1 Monat, max. 10 Monate) eingesetzt zu werden und sich diese Tutorien als Studienleistung anerkennen zu lassen.

2. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Jihočeská Universita v Českých Budějovicich und der Universität Augsburg abgehaltene wissenschaftliche Veranstaltungen und Aktivitäten

  • 11. – 13. Oktober 2011, Budweis/České Budĕjovice
    Gemeinsame Konferenz zum Thema „Tagebuch“ vor allem aus sprachwissenschaftlicher und literaturwissenschaftlicher Sicht
  • Januar 2012:
    Forschungs- und Planungsaufenthalt von Prof. Dr. Jürgen Eder in Augsburg
  • 05. – 08. Novemver 2012:
    Gastvortrag und Seminar über Franz Kafka von Prof. Dr. Mathias Mayer in Budweis (im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes)
  • September 2013:
    Forschungsaufenthalt von Prof. Dr. Jürgen Eder in Augsburg
  • Oktober 2013:
    Gastdozentur von Dr. Kai Bleifuß in Budweis
  • November 2013:
    Tutoriat Matthias Steppich in Budweis
  • 13. – 15. November 2013:
    Workshop/Forschungspräsentation in Budweis (Beteiligung Prof. Dr. Mathias Mayer, Julian Werlitz M.A.)
  • 19. – 23. November 2014:
    Workshop zum Thema "Die südböhmische Theaterlandschaft im 18. Jahrhundert" in Budweis (Beteiligung Prof. Dr. Jürgen Eder, Dr. Franz Fromholzer, Dr. Dennis Fuchs sowie Studierende aus Augsburg und Budweis)
  • Juli & Dezember 2015:
    Forschungsaufenthalt von Prof. Dr. Jürgen Eder in Augsburg
  • Oktober 2015:
    Tutorat Eva Pörnbacher in Budweis
  • Dezember 2015:
    Tutorat Franziska Nöbauer in Budweis
  • April 2016:
    Forschungs- und Planungaufenthalt von Prof. Dr. Jürgen Eder und Dr. Anja Edith Ference (DAAD-Lektorin) in Augsburg
  • August/September 2016:
    Forschungsaufenthalt von Markéta Ederová in Augsburg
  • November 2016:
    Arbeitsaufenthalt von Prof. Dr. Klaus Wolf in Budweis und Prof. Dr. Jürgen Eder in Augsburg
    Tutorat Richard Pickhardt in Budweis
  • Mai bis September 2017:
    mehrtägige Forschungs- und Arbeitsaufenthalte in Augsburg von Prof. Dr. Jürgen Eder, Markéta Ederová und Jan König (DAAD-Lektor)
  • November 2017:
    06. bis 11.11.2017 Workshop zum Thema "Phantastisches Böhmen" in Budweis (Beteiligung: Prof. Dr. Jürgen Eder, Dr. Franz Fromholzer, Dr. Hynek Latál, Jan König M. A., Sarah Pieles M. Ed., Sindy Forkel sowie Studierende aus Augsburg, Bamberg und Budweis). Bericht online
    Kurzzeitdozentur und Forschungsaufenthalt von Sophia Leder in Budweis
  • Dezember 2017:
    Arbeitsaufenthalt von Prof. Dr. Alfred Wildfeuer in Budweis
    Tutorat Markus Wölfl in Budweis
    Forschungsaufenthalt von Prof. Dr. Jürgen Eder in Augsburg

3. Aus der Kooperation hervorgegangene und mit Unterstützung durch den DAAD erfolgte Publikationen

  • Lejsková, Alena / Jana Valdrová (Hrsg.): Die Grammatik, Semantik und Pragmatik des Wortes. Ihre Erforschung und Vermittlung (Budweiser Arbeiten zur Germanistik in Unterricht und Forschung, Bd. 1). Augsburg: Wißner 2011.
  • Kusová, Jana (Hrsg.): Beiträge zur Germanistik in Hochschullehre und historischer Philologie (Budweiser Arbeiten zur Germanistik in Unterricht und Forschung, Bd. 2). Augsburg: Wißner 2011.

4. Drittmittelgeförderter Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden (2011-2018)

2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
(geplant)
Augsburger Hoschullehrer in Budweis 3 2 3 2 1 4 3
Budweiser Hochschullehrer in Augsburg 2 1 1 2 1 2 1 2
Budweiser Doktoranden in Augsburg 1 3 1 1 2 3
Budweiser Studierende in Augsburg 1 2 2 2 2 2 2 2
Augsburger Studierende in Budweis 1 2 1 2 2 1 3 4

 

5. Drittmittelquellen (2011–2018)

2011 20.000 €
2012 25.000 €
2013 15.000 €
2014 16.450 €
2015 20.460 €
2016 19.880 €
2017 17.940 €
2018 19.790 €
Gesamt: 154.520 €