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Heringer: Materialien zur Einführung DaF/DaZ |
| 2. Woche | |
| Was ist Sprache? | |
| Definition Kultur | |
| Definition Kommunikation | |
| 5. Woche | |
| Was sind Zeichen? | |
| Was ist Bedeutung? | |
| Was heißt Verstehen? | |
| 8. Woche | |
| Was ist Konversation? | |
| Kommunikationsmodelle | |
| Nonverbale Kommunikation | |
| 9. Woche | |
| Interkulturelle Kompetenz | |
| Interkulturelle Didaktik | |
| 11. Woche | |
| Kulturstandards | |
| Stereotypen | |
| 12. Woche | |
| HotSpots | |
| HotWords | |
| Was ist Konversation? | |
| Was ist Konversation? | ||||
Die Sprache
ist ein System von Zitaten. Jorge Louis Borges |
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"Konversation" klingt erst einmal sehr gehoben. Es ist eine Lehnübernahme, ein Terminus der conversation analysis. Die Konversationsanalyse befasst sich mit der Struktur und Analyse von Alltagsdialogen oder Gesprächen. Ihre Grundauszeichnungen sind:
• |
Die Analyse geht über den Satz hinaus. | |
• |
Sprache wird im Gebrauch, in der sozialen Praxis untersucht. | |
• |
Alle Aspekte werden einbezogen ohne methodische Einschränkung. |
Der wichtigste Anstoß zur systematischen Untersuchung von Alltagsdialogen kam von Vertretern der Soziologie und Ethnomethodologie. Der Soziologe Erving Goffman und die Konversationsanalytiker Garfinkel und Sacks haben viele Bereiche der verbalen Interaktion erstmals dargestellt und wichtige Gesichtspunkte erarbeitet.
Ansätze zur Analyse längerer Gesprächsfolgen
finden sich auch in der Gesprächsforschung, in der Dialoganalyse, der
Diskursanalyse, der Sprechakttheorie und der Textlinguistik.
All diese Theorien nähren sich aus verschiedenen Traditionen und verfolgen
verschiedene methodische Ziele. Sie beschäftigen sich im Grund aber mit
dem gleichen Gegenstand. Mögen sie von Konversation, von Gespräch,
von Dialog oder Diskurs reden.
Ziel und Grundansatz der Konversationsanalyse ist, durch eine strikt empirische
Analyse natürlicher und authentischer Interaktion die formalen Prinzipien
und Mechanismen zu bestimmen, mittels derer die Teilnehmer in einem sozialen
Geschehen ihr eigenes Handeln, das Handeln anderer und die aktuelle Handlungssituation
sinnhaft strukturieren, ordnen und koordinieren.
Empirische Grundlage hierfür sind authentische Gespräche, face-to-face
Interaktion in gesprochener Sprache.