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Heringer: Materialien zur Einführung DaF/DaZ |
| 2. Woche | |
| Was ist Sprache? | |
| Definition Kultur | |
| Definition Kommunikation | |
| 5. Woche | |
| Was sind Zeichen? | |
| Was ist Bedeutung? | |
| Was heißt Verstehen? | |
| 8. Woche | |
| Was ist Konversation? | |
| Kommunikationsmodelle | |
| Nonverbale Kommunikation | |
| 9. Woche | |
| Interkulturelle Kompetenz | |
| Interkulturelle Didaktik | |
| 11. Woche | |
| Kulturstandards | |
| Stereotypen | |
| 12. Woche | |
| HotSpots | |
| HotWords | |
| Was heißt Verstehen? | |
| Was heißt Verstehen? | ||||
Oh Lord,
please don`t let me be misunderstood. Benjamin/Marcus/Caldwell |
||||
Verstehen ist primär
Zur sprachlichen Verständigung gehören bekanntlich
wenigstens zwei:
ein Sprecher und mindestens ein Hörer, oder ein Schreiber und mindestens
ein Leser.
Jeder wird mit seiner Rolle entsprechende Zielsetzungen verbinden:
Der Sprecher will etwas sagen, der Hörer will verstehen, was der Sprecher
sagt. (Dies sind nicht sexussensitive Rollenbeschreibungen.)
Typisch ist auch, dass diese Gesprächsrollen wechseln können:
Wer jetzt Sprecher ist, kann gleich darauf Hörer sein und umgekehrt.
Als Sprachteilhaber haben wir darum beides gelernt:
Wir können Äußerungen, Sätze, Texte produzieren, und
wir können sie verstehen oder rezipieren.
Das Verstehen erscheint uns natürlicher und unproblematischer, weil wir
beim Verstehen selten Mühe haben. Es stellt sich eben ein - oder auch
nicht. Verstehen ist so leicht, dass wir es sogar unseren Hunden unterstellen.
So denken auch viele, dass es besonders darauf ankomme, die aktive Kompetenz
zu entwickeln.
Aber Sprache lernen fängt mit dem Verstehen an, weil wir als Kind beim
Spracherwerb erst einmal - zumindest ungefähr - verstehen müssen,
was andere sagen. Erst dann kann ein Kind selbst die entsprechenden Wörter
und Sätze verwenden.
Es lernt die Sätze von den Erwachsenen, darum muss es sie zuerst verstehen
- um es einmal angemessen zweideutig zu sagen.