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Im Rahmen des MODULAR-Festivals fand am 01.06. und am 02.06.2012 die Tagung "Each one teach one" im Kongresszentrum am Park in Augsburg statt. Ziel der Veranstaltung war es, Wege der Inklusion durch kulturelle Bildung im Kontext von Jugendszenen zu erarbeiten.

 Die Hauptorganisatoren der innovativen Tagung waren Hans-Joachim Ruile (ehemaliger Geschäftsführer der Kresslesmühle/ der Interkulturellen Akademie) und Ina Jeske (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/ Volkskunde der Universität Augsburg). Mithilfe von Live Acts, Vorträgen und Diskussionen wurde das Potential von Jugendszenen und deren Akteure für kulturelle Einrichtungen und Projekte veranschaulicht.

Weltweit zunehmende Bedeutung von Jugendkulturen

Jugendkulturen nehmen weltweit einen wichtigen Stellenwert bei der Sozialisation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein. Familie, Schule und Sportvereine treten zunehmend in den Hintergrund und Jugendszenen gewinnen immer mehr an Einfluss. In diesem Zusammenhang erlangt auch die Erforschung von Szenen und deren Rolle bei der sozialen, kulturellen und beruflichen Inklusion von jungen Erwachsenen in die heterogene Gesellschaft eine immer größere Bedeutung. Doch was nach wie vor weitgehend ausbleibt, ist die gesellschaftliche Anerkennung der kulturellen und sozialen Leistungen der jeweiligen Szeneakteure.

Kulturelle und soziale Leistungen jugendlicher Akteure: Beispiel HipHop-Kultur

Am Beispiel der HipHop-Kultur wurde deshalb die Komplexität heutiger Jugendszenen mit ihren kulturellen, ästhetischen, urbanen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten, sowie deren lokale und globale Perspektiven aufgezeigt. Neben wissenschaftlichen Beiträgen zum Thema Lernen in und von Szenen, erhielten HipHop-Akteure selbst das Wort – nicht nur als Referenten und in Diskussionsrunden, sondern auch bei der Gestaltung des Rahmenprogramms. Da die Tagung im Rahmen des MODULAR-Festivals stattfand, schuf sie nicht nur inhaltlich, sondern auch räumlich die Verbindung von Theorie und Praxis.

Die Veranstaltung richtete sich ausdrücklich an alle Interessierten und bot allen Beteiligten die Möglichkeit des Austauschs, womit die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche (jugend-) kulturelle Bildungsarbeit in Augsburg geschaffen werden sollte.

Folgende Kooperationspartner waren an der Tagung beteiligt:

Interkulturelle Akademie Augsburg, Forum Populärkultur – Interdisziplinäres Forschungsnetzwerk der Universität Augsburg, Lehrstuhl Europäische Ethnologie/Volkskunde der Universität Augsburg, Stadtjugendring (SJR) Augsburg, Projektbüro für Frieden und Interkultur, Fachstelle für Integration und Interkulturelles, Neue Stadtbücherei und lokale Szeneakteure.

Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, Präsidentin der Universität Augsburg, übernahm die Schirmherrschaft über die Veranstaltung.