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Unum corpus, unum caput. Prozesse der Säkularisierung in der Romania zwischen 1500 und 1900


Titel: Unum corpus, unum caput. Prozesse der Säkularisierung in der Romania zwischen 1500 und 1900
Dozent(in): PD Dr. Kian-Harald Karimi
Termin: Do. 15.45-17.15
Gebäude/Raum: 2127a
Anmeldung: über digicampus
Modulsignatur: BacFran03-LW, Nr. 3 BacFran14-LW, Nr. 1 BacFran23-LW, Nr. 1 BacIta03-LW, Nr. 3 BacIta14-LW, Nr. 1 BacIta24-LW, Nr. 1 BacSpa14-LW, Nr. 1 BacSpa24-LW, Nr. 2 MaRom03, Nr. 4 GyF 03-LW, Nr. 3 GyF13-LW, Nr. 1 GyF 13-LW, Nr. 2 GyF 23-LW, Nr.1 RsF03-LW, Nr. 1 RsF13-LW, Nr. 2 GyI 03-LW, Nr. 3 GyI 13-LW, Nr. 1 GyI 13-LW, Nr. 2 GyI 23-LW, Nr.1 GySpa13-LW, Nr. 1 GySpa23-LW, Nr.2


Inhalt der Lehrveranstaltung:

Unsere Zeit hat Konflikte an die Oberfläche gebracht, die wir bisher längst als historisch abgegolten betrachteten: Der Partikularismus, wie sie Institutionen des Glaubens kennzeichnen, gerät erneut in Widerspruch zu einer Gesellschaft, die das Gewaltmonopol des Staates ebenso anerkennt wie sie ihren Bürgern, Verbänden und Parteien das Recht auf einen Sonderstatus vor dem Gesetz versagt. Die neueren Kontroversen machen jedoch eine Geschichte erinnerlich, die zur Identität des Westens gehört: die Emanzipation von Staat und Gesellschaft gegenüber dem Macht- und Wahrheitsanspruch geistlicher Führer. Die Geschichte seit der französischen Revolution, vor allem seit der Moderne, soll in dieser Vorlesung anhand von Texten behandelt werden, welche ungeachtet der ungleichen historischen Entwicklung in der westlichen Romania einen Prozess der Säkularisierung und sogar der Entchristlichung beschreiben. Dieser stößt jedoch auch von Seiten der Gläubigen auf Resistenzen, die wiederum zu Versuchen der katholischen Kirche führen, sich in einer Welt zu behaupten, in der Religion und Glauben einen anderen Stellenwert erhalten. Anhand von literarischen und philosophischen Texten aus Frankreich, Spanien, Portugal und Italien macht es sich diese Vorlesung zur Aufgabe, die Geschichte der Beziehungen zwischen Kirche, Staat und Gesellschaft ebenso in Skizzen darzustellen wie die Erfahrung mit dem Heiligen.

Diese Veranstaltung wendet sich an alle Studierende der Romanistik, aber auch an Kulturwissenschaftler und Historiker, die sich über die heutigen Tagesereignisse hinaus einen Überblick über die Entwicklung von Kirche, Staat und Gesellschaft in der Moderne verschaffen wollen. Kritik und Anregungen ihrer Zuhörer wird die Vorlesung gerne aufgreifen.

 

 


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: für alle Semester
Fachrichtung Lehrveranstaltung: Romanische Literaturwissenschaft / Französisch / Italienisch / Spanisch
Nummer der Lehrveranstaltung: 0
Dauer der Lehrveranstaltung: 2 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: V - Vorlesung
Leistungspunkte: 2
Prüfung: Klausur
Datum der Prüfung: 11.02.2011
Dauer der Prüfung: 90 Min.
Lehrveranstaltungspflicht: Pflicht
Semester: WS 2010/11