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Hauptseminar (it.) Giacomo Leopardi


Dozent(in): PD Dr. Henning Teschke
Termin: Di. 11.45-13.15
Gebäude/Raum: R 2127a


Inhalt der Lehrveranstaltung:

Leben wir nur in Erwartung und Erinnerung? Kennt das Glück keine Gegenwart, nur Vergangenheit und Zukunft? Ist das Leben nur die tiefsitzendste Illusion? Leopardi (1798-1837) ist ein Unzeitgemäßer, technischer Fortschrittsglaube und der Nationalismus des 19. Jahrhunderts waren ihm fremd. Zwischen Klassik und Romantik, Antike und ottocento, Verzweiflung und Heroik werden seine Dichtung und Lebensphilosophie zum Inbegriff der nihilistisch-pessimistischen Romantik. Sie steht am Beginn der Moderne. Stellt dabei die Kunst, nachdem es der Religion nicht mehr gelingt, Gründe bereit, die noia und die vanità zu überwinden, oder ist sie nur ein Narkotikum mehr? Leopardis lyrische (Canti), moralische (Operette morali) und philosophisch-poetologische Werke (Zibaldone) sollen daraufhin befragt werden.


Literatur zur Lehrveranstaltung:

Literatur: Hugo Friedrich, Epochen der italienischen Lyrik, Frankfurt am Main 1961; Marc Föcking/Volker Steinkamp, Gioacomo Leopardi. Dichtung und Wissenschaft im frühen 19. Jahrhundert, Münster 2004; Winfried Wehle, Leopardis Unendlichkeiten. Zur Pathogenese einer ‚poesia non poesia’, Tübingen 2000


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: für alle Semester
Fachrichtung Lehrveranstaltung: Lehramt, Magister
Nummer der Lehrveranstaltung: 05347
Dauer der Lehrveranstaltung: 2 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: HS - Hauptseminar
Bereich: Romanische Literaturwissenschaft (it.)
Semester: WS 2007/08