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Die französische Literatur der Moderne: Zwischen ästhetischer Autonomie und gesellschaftlicher Engagement (V)


Titel: Die französische Literatur der Moderne: Zwischen ästhetischer Autonomie und gesellschaftlichem Engagement (V) auch für Magisterstudierende Romanische Literaturwissenschaft Französisch geeignet; auch für nicht-modularisiertes Lehramtsstudium (Gymnasium, Realschule Französisch) geeignet
Dozent(in): PD Dr. Kian-Harald Karimi
Termin: Do. 17.30-19
Gebäude/Raum: 1087
Modulsignatur: BacFran03-LW, Nr. 3 BacFran14-LW, Nr. 1 BacFran23-LW, Nr. 2 MaRom03, Nr. 3 GyFran03-LW, Nr. 3 GyFran13-LW, Nr. 1 GyFran13-LW, Nr. 2 GyFran23-LW, Nr.1 RsFran13-LW, Nr.2 RsFran23-LW,Nr.1


Inhalt der Lehrveranstaltung:

Wie kaum eine andere Literatur zeichnet sich die französische über Jahrhunderte durch faszinierende Belege ihres Schrifttums aus. Vor allem im Zeitalter der Aufklärung ist die kulturelle Hegemonie überwältigend, welche die französische Literatur und Philosophie auf das gesamte europäische Geistesleben ausüben. Auch die literarische Moderne sollte eine nicht minder bedeutende Wirkung auf die Literatur anderer Länder haben.

Eine Reise durch diese französische Literatur der Moderne hat jenen Spannungsbogen zwischen politischem Engagement (Simone de Beauvoir, Louis Aragon, Paul Éluard, André Malraux, Anatole France, Maurice Barbès), philosophischer Reflexion (Jean-Paul Sartre, Albert Camus) und ästhetisch-existenzieller Selbstfindung (Joris Huysmans, Marcel Proust, André Gide) zu berücksichtigen, der sich einer neuen Freiheit verdankt. Dieser unsichere Status, der das literarische Feld seit der Romantik in Sinn und Form beherrschen wird, stellt gerade den Leser vor neue Herausforderungen. Die Literatur ist nicht länger an ein klassisches Bildungsprogramm gebunden. Ebenso wenig partizipiert sie noch wie in den vorangegangenen Jahrhunderten an einem umfassenden, gesellschaftlich und metaphysisch begründeten Sinn- und Zweckzusammenhang. Sowohl in der Wahl ihrer Stoffe und Motive als auch in ihrem Status zwischen gesellschaftlichem Kompromiss und Autonomie ist sie frei, um ihren Rezipienten konstruktive Lebensentwürfe zur Verfügung zu stellen.

Aufgabe dieser Vorlesung wird es sein, allen Teilnehmern zunächst Impulse für eine eigene Lektürearbeit geben, aber ihnen auch diese neue Freiheit der Literatur nahezubringen, die schließlich auch ein Stück ihrer eigenen Freiheit ist. Arbeitspapiere mit Textauszügen, die bei jeder Sitzung zur komplementären Lektüre herangezogen werden, bilden im Ergebnis eine kleine Anthologie mit Texten aus Prosa, Lyrik und Drama.

Die Veranstaltung, in der auf Fragen von Seiten der Zuhörer gern eingegangen wird, beschließt eine Klausur. Studenten, die einen Schein erwerben wollen, sind gehalten, regelmäßig an der Vorlesung teilzunehmen. Eine ausführliche Bibliographie wird zu Beginn der Veranstaltung nachgereicht bzw. im Internet veröffentlicht. Anmeldungen sind durch eine kurze Mail an meine Adresse augsburg2010@aol.com erbeten.

 


Literatur zur Lehrveranstaltung:

Abraham, Pierre/Desné, Roland (Hgg.): Histoire littéraire de la France, 12 Bände. Paris 1974-80; Asholt, Wolfgang: Französische Literatur des 19. Jahrhunderts J.B. Metzler, Stuttgart 2006; Grimm, Jürgen (Hg.): Französische Literaturgeschichte. Stuttgart (3. Aufl.)1994; Pollmann, Leo: Geschichte  der französischen Literatur der Gegenwart (1880-1980). Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1984; Wittschier, Heinz Willi: Die französische Literatur. Einführung und Studienführer. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Tübingen 1988; Vercier, B. / Lacarme, J.: La littérature en  France depuis 1968. Paris: Bordas 1982.


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: für alle Semester
Fachrichtung Lehrveranstaltung: Literaturwissenschaft Französisch
Nummer der Lehrveranstaltung: 0
Dauer der Lehrveranstaltung: 2 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: V - Vorlesung
Leistungspunkte: 1-2
Prüfung: Referat / Hausarbeit
Semester: SS 2010