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Utopien in der Literatur der Frühen Neuzeit (PS)


Der Titel von Thomas Morus 1516 verfassten Schrift „Utopia“ kann mit Nichtort, Nirgendland oder Nirgendwo übersetzt werden. Thomas Morus bezeichnete damit eine imaginäre Insel, deren Gesellschaft ein kritisch-satirisches Gegenbild zu den damaligen Zeitumständen darstellten. Die lateinische Schrift fand rasch in ganz Europa zahlreiche Leser und inspirierte Schriftsteller zu eigenen gedanklichen Experimenten. Im Seminar werden verschiedene „Nichtorte“ der französischen Literatur des 16. und 17. Jahrhunderts aufgesucht, wie das Kloster Thélème von François Rabelais und die Stadt Orbe von Barthélemy Aneau, und schließlich geht die Reise mit Cyrano de Bergerac in die Mond- und Sonnenstaaten. Darüber hinaus werden Texte von Platon, Campanella und Bacon in die Reflexion über Utopie und das Imaginäre mit einbezogen.

Zur Einführung:


Einen wunderbaren Einstieg erhalten Sie auf den Seiten der Bibliothèque Nationale: http://gallica.bnf.fr/dossiers/html/dossiers/Utopie/ mit einer virtuellen Ausstellung zum Thema Utopie: http://expositions.bnf.fr/utopie/


Cave, Terence: Thomas More's "Utopia" in early modern Europe: paratexts and contexts, Manchester Univ. Press, 2008.


Funke, Hans-Günter: Reise nach Utopia: Studien zur Gattung Utopie in der französischen Literatur, Münster, LIT-Verl., 2005 (Politica et ars ; 7).


Pierrot, Claire: « La Fortune de l'Utopie de Thomas More, en France, à la Renaissance », in : Bulletin de l'Association d'étude sur l'humanisme, la réforme et la renaissance, 2003, vol. 56, n° 1, pp. 109-112 (http://www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/rhren_0181-6799_2003_num_56_1_2557)

Titel: Utopien in der Literatur der Frühen Neuzeit (PS)
Termin: Mi 11.45-13.15
Gebäude/Raum: 1005
Ansprechpartner: Simone Baum