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Proseminar: Kulturgeschichte des europäischen Hochimperialismus


Titel: Kulturgeschichte des europäischen Hochimperialismus
Dozent(in): Elisabeth Hutter
Termin: Verpflichtende Vorbesprechung: Termin am 22. entfällt aufgrund von Terminüberschneidung, wird nachgeholt am 29.10., 15.45 - 17.15 Uhr, Raum D 4056; Blockseminar: Fr 27.11., Sa 28.11., Fr. 11.12. und Sa 12.12. jeweils 9.30 - 15.30, Raum F1 202 (alte Universität)
Gebäude/Raum: F1 202 (alte Universität)
Anmeldung: Digicampus
Modulsignatur: alte PO: BacEKG 12 Nr. 1 (6 LP), BacEKG 12 Nr. 2 (6 LP), BacEKG 22 Nr. 1 (6 LP), BacEKG 31 Nr. 2 (6 LP), BacEKG 31 Nr. 2 (3 LP). neue PO: BacEKG 14 (6 LP), BacEKG 15 (6 LP), BacEKG 22 (6 LP), BacWPB EKG 01 (3 oder 6 LP), BacWB EKG 1 (8 LP Grundlagenvorlesung + Proseminar), BacWB EKG 2 (8 LP Grundlagenvorlesung + Proseminar), BacWB EKG 3 (8 LP Grundlagenvorlesung + Proseminar).


Inhalt der Lehrveranstaltung:

Imperiale und koloniale Strukturen prägen das politische, wirtschaftliche und kulturelle Weltgeschehen bis heute. Um ein grundlegendes Verständnis für die Funktionsweisen des europäischen Hochimperialismus (ca. 1870-1914) zu bekommen, behandelt das Seminar die elementaren Motive kolonialer Herrschaft, ihre Legitimationsmuster und verschiedenen Ausprägungen. Klassische Imperialismustheorien und Ansätze der postcolonial studies sollen eine Rahmung geben für Fragen nach dem imperialen Machtanspruch sowie dem Selbstverständnis und Weltbild seiner Vertreter, nach deren Auftreten in den Kolonien und ihrem Umgang mit den Kolonisierten. Insbesondere anhand des wilhelminischen Kolonialreichs und des britischen Empires widmet sich das Seminar der wissenschaftlichen Erschließung des kolonialen Raums, der Auseinandersetzung mit dem Fremden anhand von Briefen, Tagebüchern oder Reiseberichten sowie pseudowissenschaftlichen, rassistischen Stereotypen einer scheinbaren zivilisatorischen Über- bzw. Unterlegenheit. Darüber hinaus wird es darum gehen, die Zurschaustellung fremder Kulturen in der Metropole und die Persistenz exotistischer Narrative in der europäischen Kunst und Literatur näher zu betrachten. Historische Quellen sollen dabei helfen, den kolonialen Alltag europäischer Siedler und Kolonialbeamten und ihr Zusammenleben mit der indigenen Bevölkerung zu rekonstruieren, um die koloniale Ordnung, Dynamiken der Machtaushandlung und Formen der Gewalt und des Widerstands nachvollziehen zu können.

Lageplan alte Universität: http://www.uni-augsburg.de/allgemeines/alteuni/


Literatur zur Lehrveranstaltung:

Vorbereitende Lektüre:

Conrad, Sebastian: Deutsche Kolonialgeschichte. München 2008. Wende, Peter: Das Britische Empire. Geschichte eines Weltreichs. München 2008.


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: ab dem 2. Semester
Fachrichtung Lehrveranstaltung: Europäische Kulturgeschichte
Dauer der Lehrveranstaltung: 2 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: PS - Proseminar
Semester: WS 2015/16