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Hauptseminar: Neue Zeiten: Konzeptionen von Neuzeitlichkeit im historischen Wandel


Dozent(in): PD Dr. Ulrich Niggemann
Termin: Do 15.45 – 17.15, Raum D 2129
Gebäude/Raum: D 2129
Anmeldung: Digicampus


Inhalt der Lehrveranstaltung:

Religiöse Toleranz war in der Vormoderne keine Selbstverständlichkeit, sondern stets umstritten. Die Reformation und die damit einhergehende Aufspaltung der abendländischen Christenheit in Konfessionskirchen sowie die zunehmende Verflechtung mit der außer-christlichen Welt warfen faktisch das Problem des Umgangs mit pluralen Glaubensvorstellungen auf. Es stellte sich nun verstärkt die Frage, in welchem Maße Andersgläubige toleriert werden konnten. Zugleich werden in den Debatten um die Chancen und Risiken religiöser Toleranz auch die Denkweisen, Deutungsmuster und Geltungsnarrative frühneuzeitlicher Gesellschaften erkennbar.
Im Seminar sollen einige „Klassiker“ des frühneuzeitlichen Toleranzdenkens gelesen werden, es soll aber immer auch um eine Kontextualisierung dieser Texte in die zeitgenössischen Diskussionszusammenhänge erfolgen und es sollen auch diejenigen zu Wort kommen, die Toleranz ablehnten. Ziel des Seminars ist es daher, die Ambiguitäten frühneuzeitlichen Toleranzdenkens herauszuarbeiten und eine allzu einfache, auf den Durchbruch der Toleranz in der Aufklärung zulaufende Geschichtsdeutung kritisch zu hinterfragen.


weitere Informationen zu der Lehrveranstaltung:

empfohlenes Studiensemester der Lehrveranstaltung: Hauptstudium
Fachrichtung Lehrveranstaltung: Europäische Kulturgeschichte
Dauer der Lehrveranstaltung: 2 SWS
Typ der Lehrveranstaltung: HS - Hauptseminar
Semester: SS 2017