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Studienaufbau


ALTER B.A.-Studiengang Kunst- und Kulturgeschichte
(Einschreibungen bis einschließlich SS 2012)

Der B.A.-Studiengang „Kunst- und Kulturgeschichte“ ist ein interdisziplinärer Zwei-Fach-Bachelorstudiengang mit Pflicht- und Wahlbereich sowie einem Nebenfach. Er ermöglicht im  Hauptfach die Schwerpunktbildung in einer Disziplin mit dem Erwerb von 50 LP und der Anfertigung der Bachelorarbeit.

Der Studiengang bietet eine interdisziplinäre Ausbildung in den Fächern Klassische Archäologie, Kunstgeschichte/Bildwissenschaft, Musikwissenschaft, Europäische Ethnologie/Volkskunde, Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte und Didaktik der Geschichte. Dabei wird Interdisziplinarität als Dialog der Disziplinen auf der Grundlage einer fundierten fachwissenschaftlichen Orientierung verstanden.


PFLICHTBEREICH

Der Pflichtbereich umfasst im Hauptfach 90 LP, im Nebenfach 60 LP und ist in aufeinander aufbauende Modulgruppen gegliedert. Die in den Basismodulen des ersten Studienjahres grundgelegten wissenschaftlichen Kenntnisse und Fähigkeiten werden in den Aufbaumodulen des zweiten Studienjahres methodologisch erweitert und berufspraktisch konkretisiert. Das solcherart erworbene Spektrum wissenschaftlicher Kompetenzen wird in den Vertiefungsmodulen des dritten Studienjahres schließlich dem berufsqualifizierenden Abschluss zugeführt.

  • Basismodule (erstes Studienjahr)
    Das erste Studienjahr umfasst zwei Module: Grundlagen & Einführung sowie Feldstudien I.
  • Das Modul Grundlagen und Einführung verbindet eine Einführung in die fachlichen Gegenstände mit der Vermittlung der methodischen Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens. Es umfasst eine Einführungsvorlesung zum Gegenstandsbereich einer der beteiligten Disziplinen, die begleitet wird von einem ergänzenden Proseminar mit 6 LP, in dem die Inhalte der Vorlesung vertieft werden, sowie einem Tutorium, das die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt und einübt. Hinzu kommen für Hauptfächler zwei weitere einführende Proseminare, von denen eines mit 6 LP zu belegen ist. Studierende im Hauptfach erwerben insgesamt 20 LP, Nebenfächler 10 LP.
  • Das Modul Feldstudien I vermittelt einen ersten Einblick in die „Feldforschung“ und die Berufsfelder der einzelnen Disziplinen. Die beiden hier zu absolvierenden Proseminare können deshalb sowohl im Seminarraum als auch im „Feld“ abgehalten werden, d.h. vor Ort im Museum, vor Originalen der Architekturgeschichte, Stadtentwicklung etc. Die Lehrveranstaltungen sind aus mindestens zwei verschiedenen Disziplinen zu wählen, wobei in einem Proseminar 6 LP erbracht werden müssen. Die verbleibenden 4 LP können entweder durch ein Proseminar mit 4 LP oder durch die Kombination von Proseminaren/Vorlesungen à 2 LP erbracht werden (zusammen 10 LP für Studierende im Haupt- und Nebenfach).
  • Aufbaumodule (zweites Studienjahr)
    Das zweite Studienjahr setzt sich im Hauptfach aus drei Modulen im Umfang von jeweils 10 LP zusammen: den Modulen Feldstudien II, Methoden & Theorien I sowie Fallstudien I, im Nebenfach lediglich aus den Modulen Methoden und Theorien und Fallstudien I.
  • Im Modul Feldstudien II wird die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der „Feldforschung“ und den Berufsfeldern ausgebaut. Dazu gehören ein intensivierendes Proseminar mit 6 LP und die Teilnahme an fünf Exkursionstagen zu Ausstellungen, archäologisch, kunsthistorisch, volkskundlich oder landesgeschichtlich bedeutsamen Monumenten oder zu Museen und Sammlungen. Die Exkursionstage können als mehrtägige Exkursionen oder als Tagesexkursionen angeboten werden (zusammen 10 LP).
  • Im Modul Methoden & Theorien I werden Veranstaltungen angeboten, die sowohl fachspezifische als auch fachübergreifende Theorien und Methoden behandeln. Das Spektrum kann dabei von allgemeinen Kulturtheorien und Konzepten bis zu den Methoden der Erwachsenenbildung oder theoretischen Fragen der Vermittlung historischer Inhalte reichen. In den Bereich gehören aber auch Kunst-, Bild- und Medientheorien sowie die Wissenschafts- und Institutionengeschichte. Das Modul umfasst zwei bis drei Proseminare, von denen eines mit 6 LP zu belegen ist. Die verbleibenden 4 LP können entweder durch ein Proseminar mit 4 LP oder durch die Kombination von Proseminaren/Vorlesungen à 2 LP erbracht werden (zusammen 10 LP).
  • Im Modul Fallstudien I werden exemplarische Einzelfälle aus der gesamten Breite der beteiligten Disziplinen behandelt, um eine kritische Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Fragen und Vorgehensweisen zu vermitteln. Das Modul umfasst zwei bis drei Proseminare, von denen eines mit 6 LP zu belegen ist. Die verbleibenden 4 LP können entweder durch ein Proseminar mit 4 LP oder durch die Kombination von Proseminaren/Vorlesungen à 2 LP erbracht werden (zusammen 10 LP).
  • Vertiefungsmodule (drittes Studienjahr)
    Das dritte Studienjahr kombiniert die Fortführung auf gehobenem Niveau und verstärktem Anspruch in den Modulen Methoden & Theorien II und Fallstudien II für alle Studierenden im Haupt- und Nebenfach. Für die Hauptfächler kommt noch die Bachelor-Arbeit hinzu.
  • Das Modul Methoden und Theorien II führt die Auseinandersetzung vertiefend im Rahmen eines Hauptseminars fort, das als Lektürekurs anspruchsvoller theoretisch-methodischer Texte konzipiert wird. (4 LP)
  • Im Modul Fallstudien II sind zwei Hauptseminare zu besuchen und jeweils 8 LP zu erwerben. Hier werden die exemplarischen Fälle derart vertiefend behandelt, dass aus ihrem inhaltlichen und methodischen Spektrum ein Thema für die Bachelorarbeit gewonnen werden kann. (16 LP)
  • Die Bachelor-Arbeit (10 LP) kann wahlweise aus dem Gebiet jeder der beteiligten Disziplinen und unter der Betreuung des jeweiligen Fachvertreters angefertigt werden. Es wird empfohlen, ein Thema aus dem Bereich der Fallstudien zu behandeln, wobei aber theoretisch-methodische B.A.-Arbeiten oder B.A.-Arbeiten aus dem Bereich der Feldstudien nach Absprache mit dem/der Betreuer/in ebenso möglich sind.

WAHLBEREICH

Der Wahlbereich bietet Wahlfreiheit zur Ausbildung eines individuellen Profils. Dazu können Lehrveranstaltungen in freier Wahl aus dem Angebot der Fakultäten (inklusive Kunst- und Kulturgeschichte) besucht werden, die durch spezifische Modulsignaturen (beginnend mit "WB") ausgewiesen sind. Eine Gesamtübersicht über die wählbaren Fächer und ihre Wahlbereichsangebote entnehmen Sie den Modulhandbüchern für den Wahlbereich. Die letzten, querformatigen Seiten der Modulhandbücher enthalten das Lehrangebot des aktuellen Semesters.

Im Fall einer Schwerpunktbildung in der Klassischen Archäologie wird dringend empfohlen, das Lehrangebot der Alten Geschichte zu nutzen.

Der studienbegleitende Erwerb von Sprachkompetenzen (fakultätsinterne Lateinprüfung, Sprachkurse des Sprachenzentrums der Universität Augsburg) kann ebenfalls auf den Wahlbereich angerechnet werden.

Praktika können für den Wahlbereich anerkannt werden, wenn sie in einer fachwissenschaftlich relevanten Institution durchgeführt und durch Praktikumszeugnis und Praktikumsbericht nachgewiesen werden. Über die fachwissenschaftliche Relevanz eines Praktikums entscheidet vor Praktikumsbeginn der/die Fachstudienberater/in derjenigen Disziplin, der die Praktikumsinstitution fachlich am nächsten steht. Dem/der Fachstudienberater/in obliegt nach Durchführung des Praktikums auch die Anerkennung und Meldung der erworbenen Leistungspunkte an das Zentrale Prüfungsamt:

  • 4 Wochen  / ca. 3 Seiten Praktikumsbericht = 8 LP
  • 5 Wochen / ca. 4 Seiten Praktikumsbericht = 10 LP
  • 6 Wochen und länger / ca. 5 Seiten Praktikumsbericht = 12 LP

Das Gleiche gilt für archäologische Grabungen (Angebote nach Maßgabe freier Plätze) und für Projektarbeit, soweit disziplinäre oder interdisziplinäre Projekte angeboten werden.


SCHWERPUNKTBILDUNG

Der B.A.-Studiengang erlaubt eine Schwerpunktbildung im Rahmen des beteiligten Spektrums der Disziplinen, die durch Akkumulation von Lehrveranstaltungen und Leistungspunkten (LP) in Pflicht- und Wahlbereich sowie durch die disziplinäre Ausrichtung und Betreuung der Bachelorarbeit erreicht werden kann. Außerdem sollten die Veranstaltungen aus dem Bereich der Feldstudien und dem Wahlpflichtbereich den Fachwissenschaftlichen Bestimmungen der Disziplin entsprechen, die als Schwerpunkt gewählt wird.

Die Fachwissenschaftlichen Bestimmungen sehen im Fall der Kunstgeschichte/Bildwissenschaft, der Klassischen Archäologie und der Europäischen Ethnologie/Volkskunde für Hauptfächler fünf Exkursionstage vor, die in Form von Tagesexkursionen oder mehrtägigen Exkursionen nachgewiesen werden können. Für die fünf Exkursionstage werden 4 LP auf der Grundlage der Exkursionsvorbereitung und eines Exkursionsreferates vergeben. Diese drei Fächer empfehlen ebenfalls, ein Praktikum mit Praktikumsbericht zu absolvieren, um berufsorientierende Erfahrungen zu sammeln. Praktika werden, je nach Dauer, mit 8-12 LP bewertet. Das gleiche gilt für die Teilnahme an einer Grabung im Fach Klassische Archäologie.


NEBENFÄCHER

In der Kombination mit einer lebenden Fremdsprache oder der Klassischen Philologie als Nebenfach können die sprachlichen Grundlagen der „Kunst- und Kulturgeschichte“ erweitert und literarische Kenntnisse zur kulturellen Überlieferung erworben werden. Hier sind als Nebenfächer wählbar: Anglistik/Amerikanistik, Franko-Romanistik, Germanistik, Ibero-Romanistik, Italo-Romanistik und Latein.

Philosophie, Evangelische oder Katholische Theologie eignen sich als Nebenfächer, um mit den gedanklichen Fundamenten der europäischen Kunst- und Kulturgeschichte sowie ihren Wertesystemen und den kulturbestimmenden Glaubensinhalten vertraut zu werden. Geschichte verstärkt das historische Fundament, Geographie weist erhebliche Schnittstellen mit der ethnologischen Perspektive auf die Kultur auf, während die Kunstpädagogik den künstlerischen Aspekt theoretisch und praktisch erweitert.