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Professur für Neueste Geschichte


Herzlich willkommen auf der Seite der Professur für Neueste Geschichte!

Die Professur für Neueste Geschichte ist im Rahmen eines Kooperationsvertrages zwischen der Universität Augsburg und dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ) im Jahr 2014 neu eingerichtet worden. Ziel ist es, die Universität bzw. das Fach Geschichte an der Universität Augsburg noch enger mit der Arbeit des IfZ zu verzahnen.

Das IfZ wurde 1949 – zunächst unter dem Namen „Deutsches Institut zur Erforschung der nationalsozialistischen Zeit“ – eingerichtet. Den Beschluss zur Gründung hatten die Ministerpräsidenten von Bayern, Hessen und Württemberg-Baden bereits 1947 gefasst. Seit 1950 beteiligt sich auch der Bund an der Finanzierung des IfZ, seit 1961 trägt es als „Stiftung zur wissenschaftlichen Erforschung der Zeitgeschichte“ die Rechtsform einer öffentlichen Stiftung des Bürgerlichen Rechts, welche von der Bundesrepublik Deutschland, dem Freistaat Bayern und weiteren sechs Ländern getragen wird. Das IfZ ist seit 1995 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Die Institute der Leibniz- Gemeinschaft werden von Bund und Ländern auf der Grundlage des Verfassungsartikels 91b gemeinsam gefördert, weil sie Forschungsvorhaben überregionaler Bedeutung und von gesamtstaatlichem wissenschaftspolitischen Interesse verfolgen.

Im Mittelpunkt der Forschungstätigkeit des IfZ stand in den ersten beiden Jahrzehnten – entsprechend seines Gründungsauftrags – die Geschichte des Nationalsozialismus unter Einbeziehung seiner unmittelbaren Vorgeschichte (Weimarer Republik) und der Nachgeschichte in der Besatzungszeit. Hier wurden bahnbrechende Arbeiten vorgelegt. Seit den 1970er Jahren bilden die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der DDR in ihren internationalen Verflechtungen weitere Schwerpunkte. Hinzu kommen verstärkt Arbeiten zur transnationalen europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Ein jüngstes Forschungscluster beschäftigt sich mit den Transformationen in der neuesten Zeitgeschichte seit den 1970er Jahren, die sich in den Stichworten Wandel des internationalen Systems, Ende des wirtschaftlichen Booms, Technologisierung, Individualisierung und Globalisierung fassen lassen. Dabei verbinden sich deutsche, europäische und globale Perspektiven. Zwei Abteilungen des IfZ, die 1990 bzw. 1994 errichtet worden sind, haben heute ihren Sitz in Berlin. Im Auswärtigen Amt ediert eine Gruppe von IfZ-Wissenschaftlern die „Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland“. Zudem beschäftigt sich die Forschungsabteilung Berlin in unmittelbarer Nähe des Bundesarchivs mit der Geschichte von SBZ und DDR im ostmitteleuropäischen Kontext. 1999 ist zudem auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden die Dokumentation Obersalzberg eröffnet worden, die vom IfZ wissenschaftlich betreut wird. Damit ist das IfZ das einzige historische Institut in Deutschland, das die deutsche Zeitgeschichte seit dem Ersten Weltkrieg in ihren europäischen und globalen Zusammenhängen in ihrer Gesamtheit erforscht.

Ferner verfügt das IfZ über ein Archiv, das zeitgeschichtliche Quellen sammelt, erschließt und zugänglich macht; für die deutsche und internationale Zeitgeschichtsforschung ist es eine zentrale Anlaufstelle. Schließlich gehört zum IfZ eine Bibliothek, die als wissenschaftliche Spezialbibliothek mit dem Sammelgebiet deutsche und europäische Geschichte seit 1918 überregionale Bedeutung besitzt.

Die Professur für Neueste Geschichte an der Universität Augsburg versteht sich als Schnittstelle zwischen Universität Augsburg und Institut für Zeitgeschichte. In diesem Kontext forscht die Professur zur deutschen und europäischen Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts und sieht sich dabei methodisch insbesondere Ansätzen einer kulturhistorisch informierten Politikgeschichte, der Wissens- und Wissenschaftsgeschichte und transnationalen Ansätzen der Geschichtswissenschaft verbunden. Darüber hinaus bietet sie – in enger Abstimmung mit den Lehrstühlen für Neuere und Neueste Geschichte und für die Geschichte des europäisch-transatlantischen Kulturraums (GETK) der Universität –Lehrveranstaltungen zur Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts an. Ebenso ist es Anliegen der Professur, Studierenden der Universität Augsburg die Arbeit des IfZ näher zu bringen. In diesem Rahmen verstehen wir uns als Ansprechpartner für Studierende, die Praktika in den verschiedenen Forschungsabteilungen, in Bibliothek und Archiv des IfZ absolvieren wollen, und sind für alle Fragen der Studierenden zur Zeitgeschichtsforschung offen.


Kontakt:

Phil.-Hist. Fakultät
Gebäude D, Raum 2020
86135 Augsburg
Tel. 0821-598-5809
elke.seefried@phil.uni-augsburg.de