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Die juristische Aufarbeitung von NS-Verbrechen. Strafprozeßakten als historische Quelle


Veranstalter: Prof. Dr. Andreas Wirsching
Organisation: Jürgen Finger, M.A. und Sven Keller, M.A.
Datum: 3./4. Juli 2007
Ort: Vortragssaal der Universitätsbibliohtek Augsburg / Zentralbibliothek, R. 3010
Die juristische Aufarbeitung der nationalsozialistischen Gewaltverbrechen bildete ein zentrales Element des Ringens um einen adäquaten Umgang mit der NS-Vergangenheit. Aufbauend auf momentan laufenden Forschungsprojekten am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, wird sich am 3./4. Juli 2007 eine Tagung mit dieser spezifischen Form der „Vergangenheitsbewältigung durch Recht“ beschäftigen.

Die wissenschaftliche Tagung trägt der Tatsache Rechnung, dass die juristische Aufarbeitung der NS-Verbrechen und ihre gesellschaftlichen Rückkopplungen inzwischen nicht nur selbst Gegenstand historischer Betrachtungen geworden sind, sondern die Ermittlungs- und Strafverfahren gleichzeitig einen wichtigen Blick auf das zu verhandelnde Grundereignis – mithin die natio-nalsozialistische Herrschafts- und Verbrechenspraxis – eröffnen. Tatsächlich bildet juristisches Aktenmaterial bei der Erforschung der nationalsozialistischen Gewaltverbrechen mittlerweile eine selbstverständliche – und unersetzliche – Quellengattung, die zugleich aber besondere Anforderungen an Methode und Quellenkritik stellt.

Die Tagung richtet sich als Workshop vornehmlich an jüngere Forscher (Graduate und Post-doc) und bietet ein Forum zur Präsentation von Fragestellungen und Ergebnissen sowie zur Diskussion methodischer Fragen. Probleme der Verwendung von Strafprozessakten als historischer Quelle werden dabei im Vordergrund stehen.

 

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Meldung vom 23.06.2007