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Öffentliches Kolloquium am 24.05.2011, 19:15 Uhr zum Thema "Die Ahndung von NS-Verbrechen durch westdeutsche Justizbehörden in der Besatzungszeit"


Der Lehrstuhl Neuere und Neueste Geschichte lädt am 24.05.2011, um 19:15 Uhr ein zu einem öffentlichen Vortrag zum Thema "Die Ahndung von NS-Verbrechen durch westdeutsche Justizbehörden in der Besatzungszeit" von Frau Dr. Edith Raim, Mitarbeiterin den Instituts für Zeitgeschichte, München. Die Veranstaltung findet statt in Raum 2106, Gebäude D.

Obwohl die justitielle Vergangenheitsbewältigung der NS-Verbrechen in Westdeutschland als mangelhaft eingeschätzt wird, ergibt sich bei einem zweiten Blick doch eine differenziertere Sichtweise, die ein ernsthaftes Ringen der deutschen Juristen um historische Wahrheit und strafrechtliche Verfolgung nahelegt. Der Vortrag richtet sein Augenmerk insbesondere auf die Besatzungszeit und versucht, die unterschiedlichen rechtlichen Voraussetzung der "Aufarbeitung" in den verschiedenen Zonen deutlich zu machen.

Edith Raim, geb. 1965 in München, studierte als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes von 1984 bis 1991 Geschichte und Germanistik in München und Princeton und promovierte 1991 in München zu den jüdischen Außenlagern Kaufering und Mühldorf des KZ Dachau. Von 1991 bis 1995 war sie DAAD-Lektorin an der University of Durham und als Dozentin für Geschichte an der University of Liverpool in Großbritannien. 1996/1997 arbeitete sie am Haus der Geschichte in Bonn. 1997 führte ein Stipendium des deutsch-französischen Jugendwerks zu einem dreimonatigen Aufenthalt am Mémorial – un musée pour la paix in Caen. Seit 1999 ist sie als wissenschaftliche Projektmitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin tätig. Sie hat verschiedene Veröffentlichungen zu Konzentrationslagern, der Verfolgung von Juden während des Dritten Reichs und der Ahndung von NS-Verbrechen durch westdeutsche Justizbehörden vorgelegt.

Kontakt: raim@ifz-muenchen.de

 

Meldung vom 11.05.2011