Im Laufe des 20. Jahrhunderts, spätestens seit den 1980/90er Jahren, hat sich der Begriff "Telekommunikation" allgemein und weltweit durchgesetzt. Er ist jedoch nicht mehr auf Telegraphie und Telephonie beschränkt, sondern hat sich zu einem Sammelbegriff für alle Formen der nicht-materiellen Informationsübertragung entwickelt und dabei ältere Bezeichnungen, wie z.B. "Nachrichten-" oder "Fernmeldewesen", verdrängt, die heute nur noch in speziellen Bereichen (z.B. Militärwesen) gebräuchlich sind.
Diese Darstellung folgt der aktuellen Begriffsbestimmung der "International Telecommunication Union" (ITU). Telekommunikation umfasst hier "[...] any transmission, emission, or reception of signs, signals, writings, images, and sounds; or intelligence of any nature by wire, radio, visual, or other electromagnetic systems".
Folgt man dieser Definition, sind aus dem Begriff "Telekommunikation" einerseits jene Systeme ausgeschlossen, die Nachrichten materiell transportieren (z.B. Briefpost), sowie andererseits auch jene, die zwar eigene Zeichensysteme, z.B. Licht-, Rauch- oder Klangzeichen, für die Nachrichtenübermittlung benutzen, aber keine elektrische Grundlage haben.
In geschichtlicher Perspektive gelten üblicherweise nur solche nicht-elektrischen Verfahren der Nachrichtenübermittlung als historische Vorläufer der Telekommunikation, die neben einem Kodesystem noch weitere Merkmale aufweisen, wie z.B.
das Vorhandensein eines ständig und permanent betriebenen Systems, das von Spezialisten bedient wird,
die Kodierung der zu übertragenden Nachrichten nach einer für das ganze Netz geltenden Systematik (Universalität der Kodierung),
Diese Bedingungen werden beispielsweise vom System des optischen Telegraphen von Claude Chappe erfüllt, nicht jedoch von der "Feuerpost", die antike Autoren beschrieben haben.