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5.2 Schriftkultur und Fernkommunikation


Insbesondere in großen Flusstälern (z.B. Nil, Tigris, Euphrat, Indus, Gelber Fluss) bildeten sich zu verschiedenen Zeitpunkten erste Städte und Stadtstaaten heraus, die mitunter sehr weit reichende Handelskontakte besaßen und durch eine planmäßig entwickelte Infrastruktur (z.B. Kanal- und Straßenbau) zusammengehalten wurden, die zugleich die Reisewege verkürzte. Hier kam es ab 4000 v.Chr. zur Entwicklung der Schrift als Speichermedium für sprachliche Äußerungen. Damit waren die Grundlagen für eine neue Form der Wissensakkumulation, aber auch für eine Nachrichtenfernübermittlung geschaffen, die ungleich kontrollierter und detaillierter als je zuvor erfolgen und darüber hinaus auch dokumentiert bzw. archiviert werden konnte. Ton, Glas, Tierhäute, Papyrus, Pergament und vermutlich ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. auch Papier (China) wurden zu Trägern von sprachlichen Nachrichten, die, über viele Vermittlungsschritte hinweg, nicht nur größte Entfernungen in ihrer ursprünglichen Fassung zurücklegen, sondern prinzipiell auch die Zeit überdauern konnten.

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