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5.8 Polyzentrische Entwicklungen


Die Fortbewegung per Radwagen war in ganz Amerika, in Ozeanien sowie in großen Teilen Afrikas unbekannt" und wäre besonders in Tropen und Wüsten auch unsinnig gewesen, bevor diese Weltregionen im Zuge der globalen Expansion der Europäer (15.-19. Jahrhundert) an transkontinentale Fernkommunikationsnetze angebunden wurden. Indes hatten sich zuvor bereits z.B. in Australien und Neuseeland, in großen Teilen der beiden Amerikas, in vielen Wüsten-, Tropen- und Polargebieten sowie auf den meisten größeren Inseln der Welt eigene Verfahren einer effektiven Fernübermittlung von Informationen etabliert, die im Rahmen der sich entwickelnden europäisch dominierten Weltwirtschaft weiter existierten, indem sie sich mit den neuen Techniken ergänzten oder auch von den Europäern partiell für die eigene Fernkommunikation übernommen wurden.

Dazu zählten beispielsweise:

  • spezielle Systeme von Rauch- und Feuertelegraphen (nachgewiesen in vielen Gesellschaften Australiens, Afrikas und Amerikas) sowie

  • Systeme von akustischen Signalgebern als Warn- und Handels-"Sprachen" (z.B. Schlitztrommeln in afrikanischen Tropengesellschaften, Flöten- und Trompeten-Pfeif-"Sprachen" auf den Kanarischen Inseln und in Zentralafrika) sowie schließlich auch

  • speziell tropen- oder polartaugliche Fortbewegungsmittel (z.B. Holzschlitten und Holzskier, erstmals nachgewiesen bei Inuit-Völkern, sowie Kanus und Einbaum-Boote in Ozeanien, Afrika und Amerika).

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