Nach dem Abschmelzen der Gletscher und dem Ende der großen Eiszeit (ca. 15 000 v. Chr.) führten neue Wanderungswellen zur Besiedlung von bisher unerreichten Gebieten. Sehr langsam, unstet und ungleichmäßig verteilt, begannen die Weltbevölkerung und die Größe und Komplexität sozialer Gebilde zu wachsen, woraus sich zugleich auch ein wachsender Bedarf an Nachrichtenübermittlung über weite Strecken ergab.
Mit der so genannten "Neolithische Revolution" war eine tief greifende Zäsur in der Geschichte der Fernkommunikation verbunden. Neue Möglichkeiten und Formen der Fernkommunikation, die die jeweiligen Kontaktzonen um ein Vielfaches erweiterten, ergaben sich mit Sesshaftwerdung und Handel, der Domestikation von Tieren und Pflanzen, der Entstehung von bevölkerungsreichen Siedlungen sowie von zunehmend größeren Herrschaftsgebilden, in deren Zentren sich der Austausch von Erfahrung und Wissen verdichten konnte.