Für die Geschichte der Fernkommunikation bedeutete das 19. Jahrhundert mit der Einführung der Telegraphie auf elektrischer Grundlage und dem Beginn der Telekommunikation eine Zäsur von welthistorischem Rang. Damit wurde ein Transformationsprozess eingeleitet, der die moderne Kommunikation entstehen ließ. Sie sollte das Alltagsleben der Menschen in einer nie zuvor gegebenen Intensität prägen: die Art und Weise, wie man sich fortbewegt, wie und über welche Distanzen man dialogisch kommunizieren kann, auch das, was man unter "Kommunikation" oder "Nachricht" versteht, und wie die modernen Menschen sich selbst und ihren Platz in der Welt wahrnehmen, dies alles sollte sich im Zuge der so genannten "Kommunikationsrevolution" des 19. Jahrhunderts für einen immer schneller wachsenden Teil der Weltbevölkerung (weitere Karte) fundamental verändern.
Die im Vergleich zu früheren Jahrhunderten extrem beschleunigte Abfolge der Entwicklungsschritte auf dem Gebiet der Telekommunikationstechnik, die von der Nutzbarmachung der Elektrizität über die Funk- und Satelliten- bis hin zur Glasfasertechnik reichen, umfassen beispielsweise
die elektrische Telegraphie (seit der Mitte des 19. Jahrhunderts),
die Telephonie (seit Ende des 19. Jahrhunderts),
den Funk (seit Beginn des 20. Jahrhunderts erste Schritte der drahtlosen Übertragung von Signalen mittels elektromagnetischer Wellen),
das Telefax ( vgl. Fax = "Faksimilie"; etwa seit dem Ersten Weltkrieg erste Schritte der originalgetreuen (kopierten) Übertragung von schriftlichen oder bildlichen Dokumenten über das Telefonnetz oder per Funkfax-Betrieb),
das Internet und E-Mail (weitere Karte).