Neue Möglichkeiten für die Fernübermittlung von wichtigen Nachrichten, vor allem in kriegerischen Zusammenhängen, ergaben sich mit der Beherrschung des Feuers (zuerst vermutlich ca. 500.000 Jahren in China). Das Feuer konnte man nächtens von Erhebungen aus für Lichtzeichen, tagsüber, bei entsprechenden Witterungsbedingungen, für Rauchzeichen nutzen. Solche Verfahren führten grundsätzlich, besonders aber in Kombination beispielsweise mit Läuferstafetten oder Rufposten, zu einer erheblichen Vergrößerung der räumlichen Reichweite der Signale und zugleich zu einer bedeutenden Beschleunigung der Nachrichtenübermittlung über weite Strecken.
Im typologischen Vergleich mit der optischen Telegraphie, die freilich erst nach der Verbreitung des Fernrohrs in der Neuzeit entwickelt wurde und als Vorläufer der elektrischen Telegraphie gilt, muss man betonen, dass Feuer- oder Rauchzeichen für die Übermittlung frei formulierter Nachrichten nicht oder kaum geeignet waren und sind. Die Signale dienten, wenn man von einem antiken Polybios-Bericht (10, 45ff.) einmal absieht, wohl durchweg der Weitergabe von Zeichen für zuvor verabredete Botschaften. Nach Polybios aber kannte man auch ein Verfahren, bei dem die einzelnen der 24 Buchstaben des Alphabets mit bestimmten Konstellationen von brennenden Fackeln wiedergegeben wurden (vgl. hierzu den Flügeltelegraphen).
Eine weitere Variante der optischen Signale entstand später, im Zuge der Metallverarbeitung, mit dem Heliographen. Darunter versteht man optische Verfahren der Fernkommunikation, die das Sonnenlicht dafür nutzen, mit Hilfe polierten Metalls (z.B. Schilde " sehr viel später " auch Spiegeln) Lichtreflexe zu erzeugen, die Informationen durch eine definierte Signalkodierung zu übertragen.
Was aber die akustischen bzw. sprachlichen Systeme der Nachrichtenfernübermittlung anbelangt, so sollte, vom Hilfsmittel der Rufstaffeln einmal abgesehen, eine Ausweitung der Reichweite der Stimmübertragung erst im Zeitalter der Industrialisierung auf elektrischer Basis möglich werden.