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Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte


Aktuell:

2 Millionen Euro aus dem EU-Culture-Programm für "EuroVision - Museums Exhibiting Europe"

Koordinatorin des Wissenschaftler und Museumsfachleute aus Paris, Rom, Sofia, Lissabon, Lubljana, Wien und Stuttgart integrierenden EMEE-Projekts, dessen Entwicklung von der Bayerischen Forschungsallianz maßgeblich unterstützt und engagiert begleitet wurde, ist die Augsburger Geschichtsdidaktikerin Susanne Popp.

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Didaktik der Geschichte kann man an der Universität Augsburg studieren

  • als Teilfach in den Lehramtsstudiengängen LA Grundschule Unterrichts- und "Drittelfach", LA Hauptschule Unterrichts- und "Drittelfach", LA Realschule und LA Gymnasium

  • als Wahlfach im Bachelorstudiengang "Geschichte"

  • als Teilfach im Masterstudiengang "Historische Wissenschaften" (beantragt)

  • als Fach im Masterstudiengang "Fachdidaktische Vermittlungswissenschaften" (ab WS 2010/11)

  • als Fach im Bachelorstudiengang "Kunst- und Kulturgeschichte"

  • als Fach im Masterstudiengang "Kunst- und Kulturgeschichte".

 

Die Didaktik der Geschichte versteht sich als Teildisziplin der Geschichtswissenschaften und weist interdisziplinäre Verbindungen besonders auch zu anderen Fachdidaktiken und den Erziehungswissenschaften (in weitem Sinne) auf. Dabei befasst sich die Didaktik der Geschichte primär mit vergangenen und gegenwärtigen Phänomenen von Geschichtsbewusstsein, Geschichtskultur und Geschichtsvermittlung in der Gesellschaft, in deren Überschneidungsbereich sich der Geschichtsunterricht befindet. Diesem kommt deshalb herausragende Bedeutung für diese Disziplin zu, weil er seit seiner flächendeckenden Institutionalisierung für die allermeisten Heranwachsenden die erste und prägende, mitunter auch die einzige Hinführung zur Geschichte darstellt, die über mehrere Jahre systematisch geplant, offiziell legitimiert und in ihrem Anspruch wissenschaftlich fundiert ist.Die empirische, theoretische und normative Auseinandersetzung mit Zustand und Wandel von Geschichtsbewusstsein, Geschichtskultur und Geschichtsvermittlung inner- und außerhalb der Schule ist für demokratische Gesellschaften unverzichtbar. Der Hinweis auf den ideologischen Missbrauch von Geschichtsdeutung und -vermittlung durch die Diktaturen des 20. Jahrhunderts soll hier genügen. Demokratische, freiheitliche, plurale Gesellschaften müssen es stets als dringliche Aufgabe betrachten, die Heranwachsenden als zukünftige Bürger zu einem rationalen und kritischen Umgang mit geschichtlichen Deutungsangeboten zu befähigen, ob es sich nun um die Herausbildung und den Wandel geschichtlicher Identitäten oder ganz allgemein um eine adäquate Partizipation am politischen und öffentlichen Leben geht. Dies wiederum erfordert selbstverständlich auch die Vermittlung eines ausreichenden Grundstocks von gebrauchstüchtigem geschichtlichem Überblicks- und Orientierungswissen.Gleichwohl erschöpfen sich die Aufgaben der Didaktik der Geschichte nicht im Blick auf politische Verantwortung und demokratische Partizipation. Vielmehr gilt es, Kindern, Jugendlichen sowie auch Erwachsenen jene Türen zu öffnen, die ihnen ermöglichen, persönliches Interesse an Geschichte zu entdecken, die Freude der Annäherung an kulturell „Fremdes“ (Alterität) zu erleben, die Leistung historischen Denkens als Medium der Orientierung und der Sinnfindung zu erfahren sowie – nicht zuletzt – mit den Spuren der Vergangenheit im Alltag vertraut zu werden, von denen sie auf Schritt und Tritt umgeben sind.Das Studium der Didaktik der Geschichte bietet Ihnen als angehenden Geschichtslehrer/innen an der Universität Augsburg folgende curriculare Schwerpunkte:

  • Einblick in aktuelle geschichtsdidaktische Forschungsansätze, Diskussionen und Theorien, die auch Kompetenzmodelle einschließen

  • Einblick in die Geschichte der Disziplin und die aktuellen Bildungsziele des Geschichtsunterrichts

  • Überblick über wesentliche fachspezifische Unterrichtsprinzipien, Lehr- und Arbeitsformen sowie Medien, stets unter Berücksichtigung alters- und schulartspezifischer Zugänge und fachübergreifender Vernetzungen

  • Vertiefte Erfahrungen mit projektorientierten Unterrichtskonzepten

  • Intensive Praxiserfahrungen in Verbindung mit vertiefter theoretisch-praktischer Reflexion  

  • Kenntnis der Lehrpläne und Kompetenzen für die lehrplanbezogene, sachgerechte und lebensweltlich-schülernahe Auswahl von Unterrichtszielen, -themen, -inhalten und -verfahren

  • Fähigkeit zur fachdidaktisch kompetenten, selbstständigen Analyse von Lehrplänen, Lehrmitteln, Unterrichtskonzepten und insbesondere auch Schulbüchern

  • Einblick in die Bedeutung der Massenmedien für die Gestaltung und kritische Wahrnehmung von Geschichte

  • Einblick in international vergleichende Perspektiven auf Lehrplan- und Schulbuchentwicklungen.