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Dissertationspreis der GGS

Mit großer Freude können wir mitteilen, dass die Dissertation von Frau Dr. Eva Bendl mit einem Dissertationspreis der Graduiertenschule für Geistes- und Sozialwissenschaften (GGS) prämiert wurde.

Die Sprechergruppe beglückwünscht die PreisträgerInnen zu ihren herausragenden Arbeiten.


Dr. Markus Stadtrecher ist seit 1. März Fachbereichsleiter für Politik-Gesellschaft-Umwelt an der Ulmer Volkshochschule.

Die Südwest Presse schreibt am 15.03.2016: "Mit dem Politikwissenschaftler und Historiker übernimmt der von Dagmar Engels favorisierte Bewerber den Fachbereich Politik, Gesellschaft und Umwelt, wie die vh-Leiterin unumwunden bekennt: „Er war von Anfang an mein Wunschkandidat.“ Der gebürtige Günzburger konnte auch vor dem entscheidenden Gremium bestehen und erhielt im Gegensatz zu den 26 Konkurrenten einstimmig den Zuschlag. „Wir wollten jemand, der Politologe oder Soziologe ist.“ Stadtrechers Qualifikation passe in die Zeit und erfülle thematisch, „was gefragt ist“."


Preis für gute Lehre 2013

„Ein höchst engagierter, origineller und vielseitiger Wissenschaftler.“

So beschreibt die Nominierungslaudatio den Preisträger. Dr. Stefan Lindl. Für seine besonders praxisorientierte Lehre und seine Fähigkeit, ungewöhnliche Wege und Zugänge zur Geschichtsbetrachtung zu öffnen, wurde er 2012 auch bereits mit dem Preis für gute Lehre der Philologisch‐Historischen Fakultät der Universität Augsburg ausgezeichnet.

Die Universität Augsburg gratuliert Dr. Stefan Lindl herzlich zum Erhalt der renommierten Auszeichnung.

Preisverleihung Eva Bendl


Förderpreis des Bezirks Schwaben

Dr. phil. Eva Bendl
Philologisch-Historische Fakultät

Dissertation
Gutachterin: Prof. Dr. Marita Krauss

 

Inszenierte Vergangenheit –
Geschichtsbilder in historischen Museen. Museale Sinnbildung in Bayerisch-Schwaben
vom 19. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit


Zu den expansivsten und interessantesten Sektoren der aktuellen kulturhistorischen Forschung zählt unzweifelhaft die Museologie, genauer die Analyse der Voraussetzungen, Erscheinungsformen und

Wirkungen der institutionalisierten Ausstellung historischer Objekte. Diesem Thema widmet sich Frau Bendl in ihrer Dissertation. Sie entfaltet einen großen geschichtspolitischen Bogen vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute, sie befasst sich mit Akteuren und Institutionen, mit Bürgern und Beamten, mit Denkmalpflegern und Sponsoren. Konkret geht es um die Geschichte von zehn Museen des bayerisch-schwäbischen Raumes, in dem sich lokal-regionale Geschichtsprägungen, bayerisch-zentralistische historische Aneignungsversuche und national-deutsche Überformungen in wechselnder Form und Gewichtung miteinander verschränkten. Die Institution Museum wird durch Frau Bendls Dissertation als wichtige sinnstiftende Einrichtung von Gruppen erkennbar, deren wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Einfluss ihnen auch die Deutungsmacht über Geschichte ermöglichte: In historischen Museen verwirklichten die Bürger unmittelbar ihre Vorstellungen. Die Arbeit geht dabei weit über eine regionalgeschichtliche Betrachtung hinaus: Die Situation im Untersuchungsgebiet Bayerisch-Schwaben erscheint bei Frau Bendl immer in ihrer Besonderheit, gleichzeitig aber in vergleichender Einordnung. Einzelakteure werden in ihren Partikularinteressen und gesellschaftlichen Hintergründen sichtbar, stehen aber dennoch exemplarisch in größeren Zusammenhängen. Besonders die Teile der Arbeit, die sich mit der Stadt-Land-Polarisierung über die Heimatschutzbewegung seit der Jahrhundertwende befassen, sind fulminant und aufschlussreich für oft bis heute weiterlebende Traditionen. Frau Bendl beschreibt und analysiert diese Prozesse höchst erhellend und konzentriert, führt die vorhandene Literatur zu Museen dicht zusammen und verbindet die Museumsthematik eng mit der Bürgertumsgeschichte. An den Aktivitäten des „Schwäbischen Museumsverbandes“ und des Landesamtes für Denkmalpflege zeigt sie dann, wie der Siegeszug des bis heute weiterlebenden „Heimatmuseums“ zustande kam. Eva Bendls gut lesbar geschriebene Dissertation zeichnet sich aus durch hohe methodisch-theoretische Kompetenz, durch begriffliche Präzision, substantielle Analysekraft und eine kenntnisreich und überzeugend gebändigte Materialfülle. Sie ist methodologisch auf höchstem Niveau, detailreich ohne Detailversessenheit und voller wichtiger Untersuchungsstränge, die eigene Aufsätze verdient hätten. Die Arbeit verbindet souverän die nationale und internationale Forschung mit lokalen Quellen. Es entsteht so das vielgestaltige Bild einer besonderen Museumslandschaft. Die Dissertation erfüllt damit alle Ansprüche, die man an eine geschichtswissenschaftliche Dissertation stellen kann: Ein besonderes Thema, analysiert auf hohem Niveau, auf der Basis breitester Literaturkenntnis und höchst solidem Aktenfundament, anschlussfähig zu etlichen aktuell diskutierten Forschungsfeldern und Fragestellungen, erarbeitet mit originellem Zugriff und eigenständigen interdisziplinären Zugängen. Es entsteht eine beispielhafte Geschichte der Musealisierung auf lokaler und regionaler Ebene und ihrer Einbindung in die Strömungen der jeweiligen Epoche.

Prof. Dr. Marita Krauss

(Foto: Peter Neidlinger)


"Preis für gute Lehre" 2012 der Phil.-Hist. Fakultät an Dr. Stefan Lindl

Ich bedanke mich bei allen Studierenden herzlich, die mein Lehrkonzept würdigten, indem sie mir ihre Stimme gaben.

preisfurgutelehreAm 5. Juni 2012 überreichte der Studierendenrat der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg Prof. Dr. Freimut Löser und Dr. Stefan Lindl den "Preis für gute Lehre" 2012.

Der Preis für gute Lehre des Sturas Phil. Hist. wird einmal im Jahr an   jeweils eine/n Ordinaria/us und einen Dozierenden vergeben. Die Wahl erfolgt online. Es wurden ca. 1100 Stimmen abgegeben.

 

 

Prof. Dr. Freimut Löser (r.) und Dr. Stefan Lindl nach der Preisverleihung. (Foto: Joachim Zinggl)

 


 

Prof. Dr. Sarah Scholl-Schneider - Juniorprofessorin an der Uni Mainz seit April 2012

 


 

Für Ihre Masterarbeit mit dem Titel ‚„Ich bin ein Südmährer und fertig!“ Zur regionalen Identitätsbildung der Vertriebenen aus Südmähren in Deutschland‘ erhielt Eva Bendl drei Auszeichnungen:

 

 

bendl_preisverleihungIm Juni 2011 wurde ihr der Hessische Sonderpreis Flucht, Vertreibung, Eingliederung verliehen, der vom Hessischen Sozialministerium für hervorragende kulturelle, literarische oder wissenschaftliche Leistungen im thematischen Zusammenhang mit der Vertreibung Aussiedlung und Integration von Deutschen als Folge des Zweiten Weltkriegs vergeben wird. Die Verleihung dieses Preises wurde aus Anlass des 60. Jahrestages der Charta der deutschen Heimatvertriebenen ins Leben gerufen.

Im Juli 2011 folgte der Professor-Josef-Freising-Preis des Südmährischen Landschaftsrats.  Auch mit dem kulturellen Förderpreis der Sudendeutschen Landsmannschaft in der Kategorie Wissenschaft wurde Eva Bendl im Jahr 2011 ausgezeichnet. Die vom Bayerischen Staat geförderte Auszeichnung soll der Förderung von jungen Künstlern, Publizisten und Wissenschaftlern mit sudetendeutschem Hintergrund dienen.

 

(Bei der Preisverleihung von links: Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf, Sozialminister Stefan Grüttner, Eckhard Scheld, Eva Bendl und Ministerpräsident Volker Bouffier)