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Vorlesung: Migration und Region: Auswanderer, Arbeitswanderer, Emigranten und Immigranten im bayerischen, fränkischen und schwäbischen Raum (17. bis 20. Jahrhundert)


Dozent(in): Prof. Dr. Marita Krauss
Termin: Mo., 13.15-14.45 Uhr
Gebäude/Raum: Raumänderung: HS III

Inhalt:

Migration war bisher eher ein Stiefkind der Bayerischen Landesgeschichte. Meist werden Sesshaftigkeit und die Stabilität politischer wie gesellschaftlicher Strukturen als das „Normale“ angenommen; Mobilität gilt als Sonderfall. Doch die Frage nach Migration und Mobilität öffnet den Blick für den gesellschaftlichen Wandel und zeigt über den Umgang mit dem Fremden auch andere Seiten einer Aufnahmegesellschaft.

An wichtigen Wanderungsbewegungen im bayerischen, fränkischen und schwäbischen Raum seit dem 17. Jahrhundert ist dies aufzuschlüsseln. Im Mittelpunkt stehen dabei Glaubensflüchtlinge, Arbeitswanderer, Auswanderer nach Europa und in die Neue Welt, Flüchtlinge und Vertriebene nach 1945.


Einführende Lektüre:
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Klaus Bade(Hrsg.): Deutsche im Ausland – Fremde in Deutschland. Migration in Geschichte und Gegenwart, München 1993.
- Saskia Sassen: Migranten, Siedler, Flüchtlinge. Von der Massenauswanderung zur Festung Europa, Frankfurt a. M. 1996.
- Friedemann Fegert, „Ihr ghönt es Euch gar nicht vorstelen wie es in Amerigha zu ged“. Auswanderung aus den jungen Rodungsdörfern des Passauer Abteilandes nach Nordamerika seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, Karlsruhe 2001.
- Marita Krauss / Holger Sonnabend (Hrsg.): Frauen und Migration, Stuttgart 2001.
- Mathias Beer / Martin Kintzinger / Marita Krauss (Hrsg.): Migration und Integration. Aufnahme und Eingliederung im historischen Wandel, Stuttgart 1997.
- Hans Hopfinger / Horst Kopp (Hrsg.): Wirkungen von Migrationen auf aufnehmende Gesellschaften, Neustadt a d. Aisch 1996, darin die Aufsätze von Dietrich Blaufuß und Werner Wilhelm Schnabel.
- Peter Maidl: Auswanderung nach Übersee, Bd.1: Studien zur bayerisch-schwäbischen Auswanderung nach Nordamerika im 19. Jahrhundert, Augsburg 1993.