Suche

Gnomon Bibliographische Datenbank



KUE

Gnomon Bibliographische Datenbank (GBD)

Uni_Aug_Logo_Basis_pos_A

 

Online: www.gnomon-online.de

Download: hier

 

Die GBD ist mit über 500.000 Einträgen eines der umfänglichsten Datenbanksysteme für Fachliteratur in den Altertumswissenschaften (Alte Geschichte einschließlich Epigraphik, Numismatik und Papyrologie; Klassische Philologie; Klassische und Provinzialrömische Archäologie, Altorientalistik; Ur- und Frühgeschichte; Hebräische Bibel und Neues Testament, Alte Kirchengeschichte und Patrologie; Judaistik) einschließlich der fachspezifischen Wissenschaftsgeschichte. Sie wurde im Jahr 1991 von Prof. Dr. Jürgen MALITZ (Eichstätt) konzipiert und enthält Monographien, Sammelbände, Zeitschriftenaufsätze, Rezensionen und Fachlexika in allen einschlägigen Wissenschaftssprachen, die mit Hilfe eines umfänglichen, multilingualen Thesaurus (derzeit ca. 25.000 Schlagworte) detailliert recherchierbar sind. Die Verlinkung von Recherchen auch auf YouTube-Inhalte und Internetressourcen ist zur Zeit ein Alleinstellungsmerkmal der GBD. Eine intensive Zusammenarbeit besteht mit der Bayerischen Staatsbibliothek (München) und den Universitätsbibliotheken Augsburg, Eichstätt und Tübingen. Kooperiert wird außerdem mit der Redaktion des Gnomon (München), der Joint Library of the Hellenic & Roman Societies (London) und der virtuellen Fachbibliothek Altertumswissenschaften PROPYLAEUM.

Die GBD liegt in einer monatlich aktualisierten Online-Version vor, die kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Ein Download der Gesamtdaten inklusive eines Readers steht ebenfalls zur Verfügung.

Der Datenbestand wird seit Jahren weltweit recherchiert und für Forschung und Lehre benutzt; Handbücher zum Download im PDF-Format in deutscher, englischer, französischer, italienischer und spanischer Sprache führen in die Benutzung ein. Um die Benutzung der Datenbank für nicht-deutschsprachige Benutzer weiter zu erleichtern, steht seit 2012 auch eine englische Oberfläche zur Verfügung. Darüber hinaus wurden zwei umfangreiche Online-Tutorials entwickelt, in denen den Nutzern der GBD überaus detailliert die Recherchemöglichkeiten nahegebracht werden: zum einen von der Universitätsbibliothek Würzburg, zum anderen von Dr. Andreas Hartmann.

In den vergangenen Jahren sind zum einen die vorhandenen Bestände einschlägiger internationaler Fachzeitschriften systematisch nachbearbeitet worden. Zum anderen wurden neue Zeitschriften, insbesondere Online-Journale sowie die Lemmata etlicher neuer Fachlexika eingearbeitet und verschlagwortet, um einen schnellen Zugriff auf den aktuellen Forschungsstand zu befördern.

 

gnomonlogo

 

Gnomon Bibliographische Datenbank (GBD). Erweiterung und Konsolidierung des Datenbestandes

Seit dem 1. Oktober 2012 ist am Augsburger Lehrstuhl für Alte Geschichte das Projekt "Gnomon Bibliographische Datenbank (GBD). Erweiterung und Konsolidierung des Datenbestandes" angesiedelt. Es wird aus Mitteln der Programmpauschale finanziert, die die Hochschulleitung der Universität Augsburg für einen Zeitraum von zwei Jahren Mittel zur Verfügung gestellt hat.

Das aktuelle Projekt dient der grundständigen Erweiterung der GBD; durch die Bereitstellung der Mittel aus der Programmpauschale über einen klar begrenzten Zeitraum hinweg soll eine wesentliche Verbesserung des Datenbestandes in qualitativer und quantitativer Hinsicht erfolgen. Vorgesehen sind – über die Nacharbeit bei bereits erfassten Zeitschriften hinaus – zwei Arbeitsfelder, mit denen die GBD eine wichtige Lücke schließen wird:

1. Erfassung neuer Zeitschriften (italienisch, spanisch, portugiesisch & neugriechisch)

Für alle altertumswissenschaftlichen Teilbereiche bestehen Desiderate bei der spanisch-, italienisch-, portugiesisch- und neugriechischsprachigen Zeitschriftenliteratur, die bislang auch in den großen Fachbibliographien nur unvollständig erfasst wurden. Es handelt sich zu einem nicht geringen Teil auch um Bestände neu gegründeter Zeitschriften, die in deutschen Bibliotheken kaum vertreten sind. Die Einarbeitung dieses Datenbestands macht die GBD für die Forschung nochmals erheblich wertvoller, weil somit wertvolle Forschungsbefunde zugänglich gemacht werden, die sonst nicht oder nur mit großer zeitlicher Verzögerung zur Kenntnis genommen würden.

2. Erfassung neuer Zeitschriften im Bereich Epigraphik und Numismatik

Die Bereiche Epigraphik und Numismatik stellen, was die Erfassung relevanter Zeitschriften angeht, ein weiteres Desiderat dar. Es handelt sich um Beiträge aus den beiden Subdisziplinen der Alten Geschichte, in denen z.B. über relevante Neufunde in lokalen Zeitschriften berichtet wird; viele dort geäußerten Beobachtungen gehen nicht in Zusammenfassungen ein, die meistens erst nach etlichen Jahren erstellt werden. Durch die Kooperation mit der Staatlichen Münzsammlung und der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik des Deutschen Archäologischen Instituts (beide in München) wird es möglich sein, 65 Zeitschriften aus den Beständen der beiden Institutsbibliotheken, die größtenteils nicht durch Fernleihe zugänglich sind, direkt vor Ort einzugeben.

Mit dieser Erweiterung und elektronischen Bereitstellung in verbesserter Form wird eine deutliche Verbesserung der Informationsdienstleistung für Forschung und Lehre erreicht.

 

Bibliographische Datenbanken als visualisiertes Wissensnetz

Seit dem 1. April 2013 wird das vom Lehrstuhl für Alte Geschichte der Universität Augsburg sowie dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI) in Berlin gemeinsam betriebene Projekt im Rahmen des Programmes CLARIN-D gefördert, das den Aufbau einer nachhaltigen, webbasierten Infrastruktur für die Geistes- und Sozialwissenschaften anstrebt.

Im Rahmen dieses Projektes wird der Aufbau einer altertumswissenschaftlichen Literaturplattform angestrebt, über die der Zugriff auf die Daten der GBD und des ZENON-OPACs des DAI möglich sein soll. Aus der Zusammenführung der Datenbestände zweier wichtiger und sich thematisch gegenseitig ergänzender bibliographischer Datenbanken entsteht ein umfassender altertumswissenschaftlicher Datenpool, der nicht nur für klassische bibliographische Recherchen herangezogen werden kann, sondern auch in neuartiger Weise mit informatischen Methoden ausgewertet und visualisiert werden soll.

Personen- und Ortsdaten sollen normiert und ggf. auf andere webbasierte Datenquellen (Ortsnamenverzeichnisse, onomastische und biographische Lexika usw.) verlinkt werden. Die Datenanreicherung über Linked Data ermöglicht Visualisierungen topographischer (Mapping von bibliographischen Daten auf Landkarten) und topologischer (Abbildung von Wissenskontexten) Art. Dadurch sollen auch die in den Schlagwortbäumen der Datenbanken enthaltenen, von den Benutzern aber nur selten explizit wahrgenommenen Wissenstopologien besser sicht- und fruchtbar gemacht werden.

Die genannten Ziele dienen dem Ausbau der beteiligten bibliographischen Datenbanken zu einem altertumswissenschaftlichen Fachinformationsdienst neuer Qualität, der in verschiedenen Webangeboten bereits vorhandene Daten bündelt und mithilfe der in den bibliographischen Datensätzen und Schlagwortthesauri enthaltenen Informationen strukturiert. Die Integration von Datenbeständen mit althistorisch-philologischer und archäologischer Schwerpunktsetzung soll zudem eine intensivere Wahrnehmung des jeweiligen Forschungsstandes zwischen den altertumswissenschaftlichen Schwesterdisziplinen befördern.

Eine Posterpräsentation zum Projekt finden Sie hier [Erstellung: Benjamin Gelhaar, Sabine Thaenert, Joerg Denkinger (alle DAI)].

Neue Wege zum Wissen

Die Literaturrecherche mit dem Ziel, das zu einem Thema verfügbare Wissen zu erfassen, zählt zu den wichtigsten Arbeitsschritten der Altertums-wissenschaftler. Sie können dabei auf einige, auch international ausgerichtete Datenbanken zurückgreifen, die ihnen einen Überblick über die Ergebnisse anderer Forscher präsentieren. Zu diesen Datenbanken gehört auch die „Gnomon Bibliographische Datenbank“ (GBD), die vom Lehrstuhl für Alte Geschichte mitbetrieben wird (http://www.gnomon-online.de/). In ihr sind derzeit knapp 600.000 Monographien, Aufsätze, Lexikonartikel, Rezensionen und Youtube-Clips verzeichnet. Herzstück der GBD ist der integrierte Thesaurus, der ca. 25.000 Schlagworte umfasst und in mehreren Sprachen recherchierbar ist; er hilft bei der Erschließung eines Themas mithilfe von Unter- und Oberbegriffen. Die Präsentation und die systematische Strukturierung der Datensätze bieten einen komfortablen Überblick und verzeichnen deswegen Zugriffe aus der ganzen Welt. Um bei steigenden Datenmengen und Nutzerzahlen auch zukünftig einen zuverlässigen Service anbieten zu können, soll die „Gnomon Bibliographische Datenbank“ im Rahmen eines DFG-geförderten Projektes in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek in den Bayerischen Verbundkatalog integriert werden. Das Projekt, das am 1.10.2016 begann und bei dem eine Laufzeit von knapp zwei Jahren vorgesehen ist, gehört der neuen Programmlinie der Fachinformationsdienste (FID) an. Es ist Teil des FID Altertums-wissenschaften, der gemeinsam von der Bayerischen Staatsbibliothek München und der Universitätsbibliothek Heidelberg betrieben wird. Die Katalogisierung im B3Kat ermöglicht eine verteilte Erfassung an mehreren Standorten. Zudem können bereits vorhandene bibliographische Daten zu Monographien und Sammelbänden direkt genutzt werden. Umgekehrt können die gesamten Datenbestände der GBD tagesaktuell in die Metasuche PropylaeumSearch (https://www.propylaeum.de/suche/) einfließen. Die bisherigen Arbeitsabläufe werden dadurch erheblich vereinfacht. Zudem profitieren die Nutzer der GBD zukünftig von allen im B3Kat vorgenommenen Kataloganreicherungen. Die Herausforderung der Datenmigration liegt darin, dass Daten, die nach unterschiedlichen Konventionen in die Datenbanken aufgenommen wurden, miteinander abgeglichen werden müssen. Die verschiedenen Datensätze bergen hierbei erhebliche Schwierigkeiten: Schlagworte müssen vereinheitlicht und neue Verknüpfungen erstellt werden. Für die erfolgreiche Durchführung des Projektes ist eine enge Zusammenarbeit zwischen IT-Entwicklung und wissenschaftlicher Begleitung notwendig, da nur so die spezifischen Datenstrukturen der GBD berücksichtigt werden können.

Die GBD ist verschiedentlich Gegenstand fachwissenschaftlicher Besprechungen im In- und Ausland gewesen:

  • Bernd Stickfort: Die ‚Gnomon Bibliographische Datenbank‘. In: Martin Fell/Wolfgang Spickermann/Lothar Wierschowski (Hg.), Machina computatoria. Zur Anwendung von EDV in den Altertumswissenschaften, St. Katharinen 1997, 159-167.
  • John Tamm: Rez. Jürgen Malitz, Gnomon. Bibliographische Datenbank. Internationales Informationssystem für die Klassische Altertumswissenschaft. CD-ROM. 3rd ed. Munich: C. H. Beck 1996. In: Bryn Mawr Classical Review 8/5, 1997, 449-454.
  • Ulrich Schmitzer: Rez. Jürgen Malitz, Gnomon Bibliographische Datenbank. Internationales Informationssystem für die Klassische Altertumswissenschaft. 7. Auflage München: Beck 2000. In: Gymnasium 108, 2001, 181-184.
  • Uwe Walter: Die stillen Helden der Geisteswissenschaften. In: F.A.Z.-Blog „Antike und Abendland“.

 

Einführende Publikation zum Thema:

Jürgen Malitz: ConcEyst, GBD und NBE. Drei Computerprojekte am Eichstätter Lehrstuhl für Alte Geschichte. In: Andreas Hartmann/Gregor Weber (Hg.), Zwischen Antike und Moderne. Festschrift für Jürgen Malitz zum 65. Geburtstag, Speyer 2012, 15-36, hier 23-33.

 

Projektleitung Augsburg:

Prof. Dr. Gregor Weber

Dr. Andreas Hartmann

 

Team:

Felix Guffler, wiss. Hilfskraft

Katharina Heinrich, stud. Hilfskraft

 

Kontakt:

Dr. Andreas Hartmann/ Prof. Dr. Gregor Weber

Lehrstuhl für Alte Geschichte

Universität Augsburg

86135 Augsburg

Tel.: 0821/598-5792

Mail: andreas.hartmann@philhist.uni-augsburg.de