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Übung "Kaiser Diokletian. Vorbereitung einer Augsburger Ausstellung"


Dozent(in): W. Kuhoff
Termin: Di. 18-20 Uhr
Gebäude/Raum: Institut für Europäische Kulturgeschichte Bibliothek

Inhalt:

Am 1. Mai 305 traten zur gleichen Zeit in Nicomedia in der Nähe des heutigen Istanbul und in Mailand die römischen Kaiser Diokletian und Maximian, die zusammen für rund 20 Jahre das Imperium Romanum regiert hatten, zurück. Sie übergaben die Herrschaft an die bisherigen Thronfolger (Caesares) Constantius und Galerius. Damit endete die erste soge-nannte Tetrarchie, die gemeinsame Regierung von vier Kaisern, die im Jahre 293 von Diokletian begründet worden war. Zuvor hatte er seit dem 20. November 284 allein und seit Ende 285 mit Maximian zusammen als Kaiser gewirkt. Am 1. Mai 2005 jährt sich somit zum 1700. Mal ein bedeutsames Ereignis in der römischen Geschichte, denn nie hatten sich Kaiser zuvor freiwillig in den Ruhestand zurückgezogen. Das Römische Museum in Augsburg besitzt die einzige in deutschen Museen vorhandene Steininschrift, welche als Basis für eine verlorene Statue Diokletians gedient hat; ihre Stiftung kann auf das Jahr 290 datiert werden. Da sich überdies noch zwei Inschriften früherer Kaiser, nämlich für Postumus und Probus aus den Jahren 260 und 281, im selben Museum befinden, darf Augsburg für sich in Anspruch nehmen, am besten in Deutschland über originale Dokumente aus der Zeit des späten 3. Jahrhunderts zu verfügen. Dies bietet den Anlaß, zum angesprochenen Jahrestag im Römischen Museum eine Ausstellung zu veranstalten, die sich der Herrschaft Diokletians und seiner Mitherrscher widmen und deren unterschiedliche Aspekte veranschaulichen will. 

 

Einführende Lektüre:
Kolb, Frank: Herrscherideologie in der Spätantike, Berlin 2001
Kuhoff, Wolfgang: Diokletian und die Epoche der Tetrarchie. Das römische Reich zwi-schen Krisenbewältigung und Neuaufbau (284-313 n. Chr.), Frankfurt am Main 2001
Anforderungen für Scheinerwerb: Aktive Mitarbeit bei der Vorbereitung und Erstellung eines Teiles der Ausstellungsgestaltung