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Römisches in Augsburg - Inszenierung und Ausstellung im Museum


Podiumsveranstaltung im Festsaal des Schaezlerpalais am 14. Juli 2015

Im Rahmen der Vortragsreihe „Altertumswissenschaftliches Kolloquium“ der Universität Augsburg luden Prof. Dr. Natascha Sojc (Klassische Archäologie) und Prof. Dr. Gregor Weber (Alte Geschichte) zu einer Podiumsdiskussion zum ‚neuen‘ Römischen Museum in Augsburg ein.

Die Eröffnung der Übergangsausstellung “Römerlager. Das römische Augsburg in Kisten“ gab Anlass, den Stand der Überlegungen für das ‚neue‘ Römische Museum Augsburg darzustellen und mit Fachleuten darüber zu diskutieren. Nach zweistündiger Debatte vor voll besetztem Saal war das Fazit aller Beteiligten auf dem Podium, dass aufgrund des besonderen Stellenwerts der Augsburger Funde aus der Römerzeit die Stadt unbedingt den Museumsneubau zügig vorantreiben sollte, um das einmalige touristische und stadtgeschichtliche Potential von Augusta Vindelicum nutzbar zu machen. Es wurde außerdem festgestellt, dass die derzeit vakante Stelle des Stadtarchäologen möglichst bald in einem öffentlich ausgeschriebenen Verfahren wiederzubesetzen sei, denn nur mit einem entsprechenden Verantwortlichen sei sicherzustellen, dass das ‚neue‘ Römische Museum Augsburg konzeptionell sein Potential tatsächlich entfalten könne.

Aufgrund der über 400 Jahre währenden Geschichte von Augusta Vindelicum und der bedeutenden Rolle als Provinzhauptstadt sind kaum an einem anderen Ort nördlich der Alpen so viele verschiedene Materialgattungen in ihrem Fundkontext erhalten geblieben wie in Augsburg. In einem ‚neuen‘ Römischen Museum Augsburg könnten unterschiedliche antike Lebensbereiche wie Handel oder Verkehr rekonstruiert werden und mithilfe von digitalen Medien mit den Fundorten in der Stadt virtuell verknüpft werden, um die ‚Römerstadt Augsburg‘ erlebbar zu machen.

Auf dem Podium diskutierten (von links nach rechts): Dr. Sebastian Gairhos (Stellvertretender Leiter der Stadtarchäologie Augsburg) – Manfred Hahn, MA (Kommissarischer Leiter des Römermuseums Augsburg) – Prof. Dr. Dorothee Haffner (Museumskunde und digitale Medien HTW Berlin) –– Dr. Florian Knauß (Direktor der Staatlichen Antikensammlungen und der Glyptothek München, 2. Vorsitzender des Vereins Pro Augusta) – Dr. Rudolf Aßkamp (Leiter des Römermuseums Haltern am See) – Prof. Dr. Natascha Sojc (Klassische Archäologie, Universität Augsburg) – Prof. Dr. Gregor Weber (Alte Geschichte, Universität Augsburg)

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Der Tradition des Altertumswissenschaftlichen Kolloquiums folgend, waren unter den Zuhörern der Podiumsdiskussion sowohl Studierende der Universität Augsburg als auch interessiertes Publikum aus der Stadt Augsburg.

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Die Podiumsdiskussion wurde zusammen mit der „Museumsreif“ Initiative der Universität Augsburg (u.a. vertreten durch Dr. Markus Stadtrecher, rechts im Bild) veranstaltet.

Bild 1c

Die Kunstsammlungen und Museen Augsburg unterstützen mit ihrer Kooperation die Podiumsdiskussion (Dr. Christof Trepesch, leitender Direktor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg, rechts im Bild)

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Links:

http://www.kunstsammlungen-museen.augsburg.de/index.php?id=37325

http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Wie-man-die-Roemerstadt-wieder-lebendig-werden-laesst-id34885652.html

http://www.sueddeutsche.de/bayern/eroeffnung-in-augsburg-provisorium-romanum-1.2539846

http://www.a3kultur.de/positionen/was-r%C3%B6mer-wollen

Meldung vom 25.07.2015