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Veranstaltungen des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte


Tag der Mittelalterforschung 2017 – Schlechte Regierung


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Das Thema „Schlechte Regierung” ist auf bedrückende Weise aktuell. In der Sache und im Ton. Die Konflikte um die richtige Regierung verschärfen sich in vielen Ländern. Der Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte wirft daher einen Blick in unsere Vergangenheit. Wie erlebten die Menschen des Mittelalters das Ringen um die richtige Regierung? Auch in Zeiten, als Könige herrschten, gab es Kämpfe um die richtige Regierung, und es gab Streit um die Erwartungen an den guten Herrscher. Die Vorträge stellen diese historischen Konflikte an prominenten Beispielen vor.

Die Vorträge dauern etwa 20 Minuten, der Abendvortrag etwa 50 Minuten.
Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

Dr. Almut Stolte-Simane, Florenz: Die schlechte und die gute Regierung im Bild: Ambrogio Lorenzettis Fresken in Siena; Prof. Dr. Thomas Krüger, Augsburg: Auctor scandali. Kaiser Ludwig der Fromme und seine Absetzung im Jahre 833; Dr. Mathias Kluge, Victoria u. Edmonton, CA: Verschuldete Könige: Verschwendung und Ausbeutung im Spätmittelalter; Prof. Dr. Martin Kaufhold, Augsburg: Wahnsinn an der Macht: Zwei verwandte Könige und zwei verwandte Kriege;Prof. Dr. Jürgen Miethke, Heidelberg: Was erwarteten die Menschen von einer Regierung im späten Mittelalter?

„Sternenkrieger zwischen mittelalterlicher Tradition und Zukunft – oder: wie weiblich können Jedi-Ritter werden?“: Vortrag von Prof. Dr. Martin Kaufhold im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung „Fantasy, Science Fiction und das Mittelalterliche“


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Mit der Fortsetzung der Star-Wars-Saga sind die Akteure erkennbar weiblicher geworden. Und das ist gut so. Damit öffnet sich eine Tür in die Zukunft. Der Vortrag nimmt die Traditionen dieses Märchens vor langer Zeit in einer weit entfernten Galaxis augenzwinkernd in den Blick, die zwischen Rittern der Gralsrunde und Zen-Kämpfern changieren. Und Prof. Martin Kaufhold wird auch im Mittelalter auf Frauen verweisen, die sich wie Jeanne d´Arc nicht auf einen hübschen und frommen Auftritt beschränken ließen. In der Reihe „Fantasy, Science Fiction und das Mittelalterliche“ am Montag, 23.01.2017 um 17:30 Uhr im HS II (Hörsaalzentrum, Geb. C) der Universität.

Datum: 23.01.2017, 17:30 Uhr

Ort: Hörsaal II
Hörsaalzentrum (Geb. C)
Universität Augsburg

Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

„1066 – Der Kampf um Englands Krone": Buchvorstellung von Prof. Dr. Jörg Peltzer (Universität Heidelberg)


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Im Rahmen der VL Das hohe Mittelalter von Prof. Dr. Kaufhold wird Prof. Dr. Jörg Peltzer (Universität Heidelberg) sein 2016 neu erschienenes Buch 1066 – Der Kampf um Englands Krone vorstellen.

Datum: 08.12.2016, 10:00 Uhr

Ort: Hörsaal II
Hörsaalzentrum (Geb. C)
Universität Augsburg

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

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"Der international renommierte Mediaevist Jörg Peltzer erhellt Hintergründe, Verlauf und Folgen des Konflikts um England und bietet eine umfassende Darstellung eines der zentralen Ereignisse der europäischen Geschichte des Mittelalters. Nach dem Tod Eduards des Bekenners stritten die Angelsachsen Edgar Ætheling und Harold Godwinson, der norwegische König Harald Hardrada und der Normannenherzog Wilhelm um England. Im Jahr 1066 verhalf das Schlachtenglück schließlich Wilhelm bei Hastings zum Sieg. Jörg Peltzer zeigt in seiner neuen, ebenso informativen wie fesselnden Darstellung der Eroberung Englands, welche weiteren Quellen (neben dem Teppich von Bayeux) über diese Ereignisse berichten – und macht deutlich, welche besonderen Probleme mit dieser Überlieferung verbunden sind. Er stellt zudem die Protagonisten vor, beschreibt ihre Heere und deren Kampfesweise, Waffenarten und Logistik, nimmt uns mit auf die Schlachtfelder an der Stamford Bridge und bei Hastings, schildert die Durchsetzung Wilhelms und seiner normannischen Gefolgsleute in ihrem neuen Reich und bietet schließlich einen Überblick über die Rezeptionsgeschichte des Jahres 1066."
Text: Verlag C.H. Beck oHG (2016)

„Ethnischer Roadtrip oder Geschehen von Vertreibung und Gewalt? – Die Völkerwanderung": Vortrag von Prof. Dr. Martin Kaufhold im Rahmen der Historischen Ringvorlesung


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In der aktuellen Flüchtlingskrise beziehen sich viele Beobachter auf die Völkerwanderung. Diese Wanderungen germanischer Flüchtlinge in das römische Reich waren Ausdruck einer Umbruchzeit. Ausgelöst durch die Flucht vor Gewalt und durch die Hoffnung auf ein besseres Leben zeigt die Völkerwanderung durchaus Parallelen zu den heutigen Migrationsbewegungen. Sie zeigt aber auch markante Unterschiede. Der Vortrag „Ethnischer Roadtrip oder Geschehen von Vertreibung und Gewalt? – Die Völkerwanderung" gibt einen Überblick über das dramatische Geschehen aus der Perspektive der modernen Forschung, die für populistische Deutungen tatsächlich keine Anknüpfungspunkte liefert.

Datum: 16.11.2016, 18:15 Uhr

Ort: Hörsaal II
Hörsaalzentrum (Geb. C)
Universität Augsburg

Die Ringvorlesung der Historikerinnen und Historiker lädt in diesem Semester dazu ein, über „Menschen auf der Flucht“ nachzudenken: Über ihre Erfahrungen und Motive, über die Konflikte und Versuche der Integration, über kurzfristige und langfristige Folgen. Hier finden Sie das gesamte Programm.

Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Vortrag von Dr. Mathias Kluge Einstürzende Neubauten: Risiken und Möglichkeiten der Kirchenzerstörung im Hochmittelalter"


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Der Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte lädt alle Interessierten herzlich zum Vortrag von Dr. Mathias Kluge Einstürzende Neubauten Risiken und Möglichkeiten der Kirchenzerstörung im Hochmittelalter" ein.

Datum: 27.10.2016, 18:00 Uhr

Ort: Haus St. Ulrich
Kappelberg 1
86150 Augsburg

Der Eintritt ist frei.

Vortrag von Dr. Mathias Kluge in der Reihe „Stadtgeschichte(n): Von Bischöfen, Bibeln und Baukunst in Augsburg"


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Das Jakob-Fugger-Zentrum bietet im Wintersemester 2016/17 eine Vortragsreihe zum Thema „Stadtgeschichte(n): Von Bischöfen, Bibeln und Baukunst in Augsburg" an. Die Reihe startet mit einem Vortrag von Dr. Mathias Kluge mit dem Titel: Einstürzende Neubauten: Zerstörung als Faktor romanischer Kathedralarchitektur - in Augsburg und anderswo.

Datum: 18.10.2016, 18:30 Uhr

Ort: Fugger und Welser Erlebnismuseum
Äußeres Pfaffengässchen 23
86152 Augsburg

Der Eintritt ist frei. Bitte melden Sie sich vorab unter ++49 (0)821 45097821 oder direkt hier online an, da der Platz begrenzt ist. Am Abend können nur noch Restplätze vergeben werden.

Tag der Mittelalterforschung 2016 - Europas prägende Kräfte im Mittelalter


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Zur Zeit macht Europa keine gute Figur. Eurokrise und Flüchtlingsfrage stellen die Europäische Union vor große Herausforderungen. Die Euphorie nach dem Ende des Kalten Krieges ist verflogen. Die Frage: Was macht Europa aus? wird kontrovers beantwortet. Aus diesem Anlass möchte der Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an die Kräfte erinnern, die Europas Selbstverständnis geprägt haben. Kräfte, die im Mittelalter eine besondere Wirkung entfalteten, und die dem Streit um das richtige Leben eine gemeinsame Grundlage und eine Form gaben.

Die fünf Vorträge geben Einblick in die neueren Forschungen aus den Arbeitsfeldern der Vortragenden. Sie sind für ein Laienpublikum geeignet. Vorwissen schadet nicht, wird aber nicht erwartet.

Die Vorträge dauern etwa 20 Minuten, der Abendvortrag etwa 50 Minuten.
Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

Prof. Dr. Martin Kaufhold, Augsburg: Blutige Spuren und ein weiter Horizont: Europas umstrittene Werte; PD Dr. Jörg Schwarz, München: Der Reiz und die Zumutung der Vielfalt: Die Erfahrung des städtischen Lebens; PD Dr. Thomas Krüger, Augsburg: Autonomie und Freiheit des Denkens: Charakterzüge mittelalterlicher Wissenschaftsgeschichte; Dr. Mathias Kluge, Augsburg: Wer schreibt, der bleibt: Aufbruch in ein neues Medienzeitalter;Prof. Dr. Klaus Herbers, Erlangen-Nürnberg: Päpste, Pilger und patriotische Heilige: Das Christentum und die mittelalterliche Gesellschaft.

Augsburger Historische Ringvorlesung im WS 2015 / 2016


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Am Mi., den 11.11.2015 hält Herr Prof. Dr. Martin Kaufhold im Rahmen der "Historischen Ringvorlesung" einen Vortrag über "Die Kirche wankt und der Papst träumt von Franziskus. Ein Traumbild aus dem späten Mittelalter".

Der Vortrag beginnt um 18.15 Uhr im Hörsaal II; Geb. C. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen!

Um Pfingsten des Jahres 1209 soll Papst Innozenz III. davon geträumt haben, dass die Lateranbasilika einstürze. Der Einsturz wurde durch einen armen Mann verhindert, in dem der Papst den jungen Franziskus erkannte. Franziskus und seine Gefährten hatten den Papst aufgesucht, um ihre Lebensform der Armut und Wanderpredigt bestätigen zu lassen. Der Traum überzeugte den Papst. Giottos Fresko in der Kirche von Assisi ist das berühmteste Traumbild des Mittelalters. Aber so friedlich dieses Bild erscheint, das neunzig Jahre nach dem Traum entstand, so bewegt und spannungsreich war der Kampf um das Erbe des Franziskus. Tatsächlich erweist sich das Bild auch als ein Mittel im Kampf um die Deutung der franziskanischen Botschaft. Der Vortrag stellt das Traumbild in die bewegte franziskanische Geschichte und verfolgt die eigentümliche Allianz der armen Wanderprediger und der mächtigen Päpste, die in der Gegenwart eine besondere Wendung erfährt — Die durchaus ein autoritäres Potential hat

Das vollständige Programm der Augsburger Historischen Ringvorlesung finden Sie hier.

Tag der Mittelalterforschung 2015 - Johannes Hus


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Vor 600 Jahren wurde Jan (oder Johannes) Hus auf dem Konzil von Konstanz als Ketzer verurteilt und am 6. Juli 1415 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Der Theologe war nach Konstanz gegangen, um seine Glaubensthesen zu verteidigen. Sein Tod löste die Hussitenbewegung aus, seine Lehren gehören zur Vorgeschichte der Reformation. Am Tag der Mittelalterforschung werden die Ereignisse in Konstanz und das Fortwirken von Hus aus einer modernen Perspektive erneut betrachtet.

Fünf Vorträge geben dieses Jahr Einblick in die neuere Forschung zu Johannes Hus und seiner Zeit. Sie richten sich ausdrücklich auch an interessierte Laien. Fachkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Die Vorträge dauern etwa 20 Minuten, der Abendvortrag etwa 50 Minuten.

Prof. Dr. Martin Kaufhold, Augsburg: Glaubensfragen auf europäischer Bühne: das Konstanzer Konzil als historischer Rahmen; Prof. Dr. Thomas Wünsch, Passau: „Hussitische Revolution“: eine oder mehrere? ; PD Dr. Thomas Krüger, Augsburg: Jan Hus und der Papst: Päpste als „Nachfolger des Judas Iskarioth“? Johannes Hus und die kirchenamtliche Autorität; Dr. Thomas Krzenck, Leipzig: Jan Hus vor Gericht. Der Konstanzer Inquisitionsprozess;Prof. Dr. Armin Kohnle, Leipzig: Johannes Hus: Ketzer, Märtyrer, Vorläufer Luthers.

Gastvortrag im Historikerkolloquium: Prof. Dr. Harald Müller (Aachen)


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Der Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte lädt alle Interessierten zum Gastvortrag von Prof. Dr. Harald Müller (Lehrstuhl für Mittlere Geschichte an der RWTH Aachen) ein. Im Rahmen des Historikerkolloquiums wird er ab 18:15 Uhr zum Thema „Verstümmelt, verketzert, aus der Erinnerung verbannt. Mittelalterliche Gegenpäpste jenseits der Frage nach der Legitimation“ referieren. Freuen Sie sich auf diesen anregenden Beitrag, sowie eine anschließende Diskussion.

Datum: 22.04.2015, 18:15 Uhr

Ort: L-1005

Vortrag von Dr. Mathias Kluge in der Reihe „Stadtgeschichte(n): Von Glaube, Handel und Dichtung in Augsburg"


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Es war bisher unbekannt. Doch der Niedergang des wohl bekanntesten Großunternehmens der mittelalterlichen Hanse vollzog sich im Augsburg der frühen Fugger und Welser. Aufmerksamkeit genießt die „Venezianische Gesellschaft“, deren Geschichte kürzlich im ZDF verfilmt wurde, nicht zuletzt auf Grund risikoreicher Handelspraktiken, die überdurchschnittlich hohe Gewinne erbrachten. Doch dann ging das Unternehmen mit seinen Hauptsitzen in Brügge, Lübeck, Köln, Venedig (und Augsburg) plötzlich zu Grunde und wurde unter undurchsichtigen Umständen aufgelöst. In der Forschung rätselte man seit dem beginnenden 20. Jahrhundert. Erst jetzt werfen in Augsburger Archiven überraschend entdeckte Dokumente Licht auf das bisher dunkelste Kapitel der Unternehmensgeschichte. Dabei wird es möglich, die wirtschaftliche Bedeutung der spätmittelalterlichen Stadt aus der Sicht nordeuropäischer Kaufleute zu rekonstruieren.

Datum: 29.01.2015, 18:30 Uhr

Ort: Fugger und Welser Erlebnismuseum
Äußeres Pfaffengässchen 23
86152 Augsburg

Der Eintritt ist frei.

Gastvortrag "Der Leichnam im Mittelalter": Vorstellung der Habilitationsschrift von PD Dr. Romedio Schmitz-Esser (Direktor des Deutschen Studienzentrums in Venedig)


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Wie tot sind die Toten? In der mittelalterlichen Gesellschaft sprach man den Leichen der Verstorbenen in vielfacher Hinsicht eine besondere Rolle zu: Sie teilten sich den alltäglichen Lebensraum mit ihren Nachfahren und konnten nach deren Vorstellung selbst aktiv ins Leben der Gemeinschaft eingreifen.
(Quelle: Thorbecke Verlag)

Im Rahmen der Vorlesung von Prof. Dr. Kaufhold wird PD Dr. Romedio Schmitz-Esser seine umfassende Habilitationsschrift vorstellen. Zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion lädt der Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte alle Interessenten herzlich ein. Beginn ist um 10.00 Uhr im HS II.

"Das Blut des Märtyrers. Die Ermordung Thomas Beckets, Erzbischof von Canterbury, am 29. Dezember 1170"


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Die Augsburger Historische Ringvorlesung geht im Wintersemester 2014/15 am Beispiel bekannter politisch motivierter Gewalttaten und Massaker der Frage nach dem Verhältnis von physischer Gewalt und herrschaftlicher bzw. staatlicher Ordnung nach.

Beginnend mit den ersten Pogromen gegen Juden im Alexandria des Jahres 37 n. Chr. über die Ermordung Thomas Beckets im Dom von Canterbury 1170, das Massaker an französischen Protestanten in der Bartholomäusnacht 1572, das „Boston Massacre“ (1770) im Vorfeld des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs und das „Sand Creek Massacre“ gegen die Cheyenne (1864) bis hin zum „Röhm-Putsch“ des Jahres 1934 werden Gewalttaten vorgestellt, an denen sich die Frage nach der Funktion und den Folgen physischer Gewalt für die jeweiligen politischen Ordnungen besonders gut analysieren lässt. Abschließend wird dieser Frage in einem systematischen Längsschnitt auch grundsätzlich nachgegangen.

Die Vorträge beginnen jeweils mittwochs um 18.15 Uhr im HS II des Großen Hörsaalzentrums (Geb. C, Universitätsstraße 10). Der Eintritt ist frei.

Authentisches Mittelalter: Projekt- und Buchpräsentation


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Mit der Veranstaltung Authentisches Mittelalter wollen der Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte der Universität und das Staatsarchiv Augsburg aktuelle Ergebnisse ihrer engen Zusammenarbeit im Bemühen um eine quellenorientierte Geschichtsforschung präsentieren.
Privatdozent Dr. Thomas Krüger stellt das Projekt Die Urkun- den des Augsburger Domstiftsarchivs von 1099 bis 1424 vor, für das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gerade eine Fördersumme von 257.900 Euro bereitgestellt hat. Hier geht es um über 1000 mittelalterliche Urkunden des Staatsarchivs, die für die weitere historische Forschung erschlossen und recherchierbar gemacht werden sollen. Die Urkunden dokumentieren eine enge personelle und interessensgeschichtliche Verflechtung Augsburgs und der Region Schwaben mit großen Themen und Problemen des europäischen Mittelalters.

Grundlage jeder Forschung mit Originalquellen ist der sichere Umgang mit der Handschriftenüberlieferung des Mittelalters. Diesen Umgang zu vermitteln gehört zu den Aufgaben des Lehrstuhls. Dr. Mathias Kluge gibt hierzu ein innovatives, reich bebildertes und mit Filmmaterial ergänztes Lehrbuch heraus, das unter Beteiligung von Mitarbeitern des Staats- archivs und anderen namhaften Fachgelehrten entstanden ist (Thorbecke Verlag, Oktober 2014).

Zur Präsentation des genannten DFG-Projekts und zur Vorstellung der Neuerscheinung Handschriften des Mittelalters. Grundwissen Kodikologie und Paläographie laden der Lehr- stuhl für Mittelalterliche Geschichte der Universität Augsburg und das Staatsarchiv Augsburg herzlich ein.

Tag der Mittelalterforschung 2014: Kaiser Ludwig der Bayer


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Fünf Vorträge geben dieses Jahr Einblick in die neuere Forschung zu Ludwig dem Bayern und seiner Zeit. Sie richten sich ausdrücklich auch an interessierte Laien. Fachkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Die Vorträge dauern etwa 20 Minuten, der Abendvortrag etwa 50 Minuten.

PD Dr. Thomas Krüger : Die Kronen der Langobarden und der Kaiser: Ludwig der Bayer in Italien; Dr. Sebastian Zanke: Von Eseln und Pferden: Der Konflikt zwischen Kurie und Kaiser auf der Bühne des spätmittelalterlichen Europa; Prof. Dr. Klaus Wolf:Vil stolzer Ludewic! Literarisches Leben um Kaiser Ludwig den Bayern; Dr. Karl Borromäus Murr: "Wir sind Kaiser". Die öffentliche Erinnerung an Ludwig den Bayern in der Neuzeit Prof. Dr. Martin Kaufhold: Ludwig der Bayer - Herausforderungen und Leistung einer Königsherrschaft


Tag der Mittelalterforschung 2013: Geschichte ist konkret


Tag der Forschung 2013
In diesem Jahr präsentierte der Tag der Mittelalterforschung aus Anlass des 75. Geburtstages von Bernhard Schimmelpfennig, Inhaber des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte in Augsburg 1982–2003 fünf Vorträge, die im Sinne des Jubilars die große Geschichte an konkreten Beispielen sichtbar machten.
Bernhard Schimmelpfennig: Sex and Crime in Augsburg; Thomas Krüger: Der falsche Ulrich. Augsburger Urkundenfälschungen im 12. Jahrhundert; Stefan Weiß: Ein Reich wird abgeschafft - Das Königreich Arelat an der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert; Martin Kaufhold: Politik ist persönlich. Vernunft und Leidenschaft bei der Absetzung englischer Könige im späten Mittelalter; Arnold Esch: Kleine Lebenswege in großer Geschichte. Neue römische Quellen.

Tag der Mittelalterforschung 2012: Europa und der Islam im Mittelalter


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Am Tag der Mittelalterforschung 2012 präsentierte der Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte fünf Beispiele für mittelalterliche Begegnungen des Abendlandes mit der islamischen Kultur und Religion. Die Vorträge führten auf die iberische Halbinseln, in den Nahen Osten, an das Schwarze Meer und zu den Stätten der europäischen Kultur, an denen man sich mit dem neuen Wissen auseinandersetzte, das die Gelehrten der arabischen Welt vermittelten.
Kay Peter Jankrift: Die muslimische Expansion im frühmittelalterlichen Europa. Auftakt zur "Convivencia" oder zur "Konfrontation der Kulturen"; Lorenz Korn: Bauen im Zeichen des Dschihad. Architektur in Ägypten und Syrien zur Zeit Saladins; Martin Kaufhold: Christlich-Moslemische Begegnungen im Zeichen der Kreuzzüge; Thomas Krüger: Der Fall von Konstantinopel 1453 und die Reaktion des Abendlandes; Dag Hasse: Das arabische Erbe in Europa


Tag der Mittelalterforschung 2011: Städtische Kultur im Mittelalterlichen Augsburg


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Am Tag der Mittelalterforschung 2011 präsentierte der Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte fünf Facetten der städtischen Kultur der mittelalterlichen Reichsstadt Augsburg. Die Vorträge führten in die bewegten Milieus des selbstbewussten Bürgertums und der traditionsbewussten Geistlichkeit. Sie eröffnen Blicke auf die wirtschaftlichen Grundlagen und die kreative Kultur urbanen Lebens.
Thomas Krüger: Gewalt und Recht: bürgerlich-klerikale Streitkultur im mittelalterlichen Augsburg; Mathias Kluge: Der Kaufmann und die Schrift: Risiken der Globalisierung des Handels im Spätmittelalter; Andrea Worm: "So du groze angest habest, so lis disen salmen“. Augsburger Psalterhandschriften des 12. und 13. Jahrhunderts; Martin Kaufhold: Baukultur und Bürgerstolz im mittelalterlichen Augsburg; Lieselotte E. Saurma: Das Bild der Stadt Augsburg in mittelalterlichen Handschriften.

Tag der Mittelalterforschung 2010: Recht und Ritual: Die Ordnungen des mittelalterlichen Lebens


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Dieser Tag der Mittelalterforschung präsentierte ein Thema, das die Forschung in den vergangenen Jahren besonders beschäftigt hat. Es ging um die Rolle, die Recht und Ritual in der immer gefährdeten Ordnung der mittelalterlichen Gesellschaft spielten. Das Programm präsentierte damit zum 40jährigen Jubiläum der Universität eine lebhaft diskutierte Frage der aktuellen Mittelalterforschung.
Martin Kaufhold: Das Augsburger Stadtrecht von 1156: Entstehung im Spannungsfeld von Ritual und Recht; Gisela Drossbach: Wie die Päpste zu ihrem Gesetzbuch kamen: Vom Brief zum Codex; Knut Görich: Schmach und Ehre: König Konrad III. auf dem Kreuzzug; Thomas Krüger: Verfassung als Ritual: Päpstliche und bischöfliche Wahlversprechen im 15. Jahrhundert; Gerd Althoff: Inszenierte Freiwilligkeit. Zum Verständnis rituellen Verhaltens im Mittelalter.