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Publikationen des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte


An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen aktuellere Buch- und Aufsatzpublikationen des Lehrstuhlteams. Eine detaillierte Publikationsliste finden Sie auf den persönlichen Seiten unserer Mitarbeiter.


Historischer Essay: Martin Kaufhold, Europas Werte, Wie wir zu unseren Vorstellungen von richtig und falsch kamen


Werte
Unsere heutigen Auseinandersetzungen um richtig und falsch, gut und böse, Freiheit und Fundamentalismus haben eine Jahrhunderte alte Geschichte. Wer sich ihr zuwendet, gewinnt neue Perspektiven auf aktuelle Probleme. Ist der oft beklagte Werteverfall nicht vielmehr notwendig, um das Zusammenleben in einer eng vernetzten und dicht bevölkerten Welt überhaupt zu ermöglichen? Martin Kaufhold fragt: Was sind Werte in der europäischen Geschichte gewesen, welche Reichweite hatten sie und für wen galten sie jeweils? Hierbei zeigt sich der große Wandel: Die Werte, die heute für alle Menschen beansprucht werden, galten in der Geschichte nur für ausgewählte Kreise. Wertmaßstäbe waren nicht relativ, aber sie wurden durch beschränkte Geltung und mangelnde Durchsetzbarkeit lange Zeit nur abgeschwächt wirksam. Ferdinand Schöningh Verlag, 2013, 230 Seiten



Neu verfügbar: Chinesische Übersetzung des Historischen Essays: Martin Kaufhold, Europas Werte. Wie wir zu unseren Vorstellungen von richtig und falsch kamen


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Mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Instituts China ist Martin Kaufholds Historischer Essay nun auch auch in einer Chinesischen Übersetzung verfügbar.

Martin Kaufhold fragt: Was sind Werte in der europäischen Geschichte gewesen, welche Reichweite hatten sie und für wen galten sie jeweils? Hierbei zeigt sich der große Wandel: Die Werte, die heute für alle Menschen beansprucht werden, galten in der Geschichte nur für ausgewählte Kreise. Wertmaßstäbe waren nicht relativ, aber sie wurden durch beschränkte Geltung und mangelnde Durchsetzbarkeit lange Zeit nur abgeschwächt wirksam.
Tongji University Press, 2015, 234 Seiten



Monographie: Thomas Michael Krüger, Leitungsgewalt und Kollegialität: Vom benediktinischen Beratungsrecht zum Konstitutionalismus deutscher Domkapitel und des Kardinalkollegs (ca. 500-1500)


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Im Mittelalter standen dem Leitungsanspruch von Äbten, Bischöfen und Päpsten Beratungsrechte und Mitbestimmungsanliegen ihrer Mönche, Domkapitulare und Kardinäle gegenüber. Die Abhandlung zeigt auf, wie sich letztere als mehr oder weniger unabhängige Wahl- und Ratskollegien formierten und um eine Transformation eher unverbindlicher Beratungsfunktionen zu quasi parlamentarischen Rechten bemühten. Einschlägige verfassungsgeschichtliche Dokumente werden in ihren kulturgeschichtlichen Zusammenhängen und Wirkungen analysiert.
De Gruyter Verlag, (Studien Zur Germania Sacra. Neue Folge 2), 2013, 355 Seiten



Monographie: Andreas Willershausen, Die Päpste von Avignon und der Hundertjährige Krieg. Spätmittelalterliche Diplomatie und kuriale Verhandlungsnormen (1337-1378)


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Der Band stellt die Friedensvermittlung der Päpste von Avignon während der Frühphase des Hundertjährigen Krieges (1337-1378) umfassend dar. Auf einer breiten Grundlage archivalischer Quellen werden durch Fallbeispiele und diachrone Vergleiche Wirksamkeit und praktische Implikationen der neuartigen Mediationstechnik dem Pontifikat Benedikts XII. (1334-1342) aufgezeigt, welche sich von der kurialen Praxis früherer Jahrhunderte unterschied.
Akademie-Verlag, 2014, 474 Seiten



Monographie: Mathias Franc Kluge, Die Macht des Gedächtnisses: Entstehung und Wandel kommunaler Schriftkultur im spätmittelalterlichen Augsburg


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This study offers a new view on the development of an urban culture of writing in one of the major cities of late medieval Europe. Via the examination of a tremendous number of documents from the Augsburg city archive it shows how civic authorities started to rely more and more on written records, which in turn created the need for archiving. The power of this process primarily resulted from a growing desire for supervision and control.
Brill Verlag, Studies in Medieval and Reformation Traditions 181, 2014

Rezensionen zur Publikation:



Monographie: Julius Leonhard, Genua und die päpstliche Kurie in Avignon (1305-1378)


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Im 14. Jahrhundert war die italienische Stadt Genua eine der größten Seemächte im Mittelmeerraum. Ihre Außenpolitik konzentrierte sich deshalb maßgeblich auf Handel und Kolonien. Eine besondere Rolle nahmen dabei die Beziehungen zur päpstlichen Kurie ein, die zu Beginn des Jahrhunderts ihren Sitz von Rom in die südfranzösische Stadt Avignon verlegt hatte. In Folge des Umzugs ergaben sich am päpstlichen Hof strukturelle Veränderungen, auf die sich die Genuesen einstellen mussten. Detailreich und anhand vieler unedierter Quellen aus dem Vatikanischen Archiv und dem Staatsarchiv Genua verfolgt der Verfasser die Wandlungen der Kommunikation und entwickelt Faktoren, die für das Verhältnis zwischen italienischen Städten und der Kurie in Avignon von grundlegender Bedeutung waren. Seine Untersuchung ordnet sich in die Stadt-, Papst- und Diplomatiegeschichte ein.
Peter Lang-Verlag, 2013, 375 Seiten



Monographie: Sebastian Tobias Zanke, Johannes XXII., Avignon und Europa. Das politische Papsttum im Spiegel der kurialen Register (1316-1334)


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By implementing a European approach, the study offers a new view on the controversial pontificate of John XXII. Through examination of the correspondence preserved in the papal registers, classic topics like the dispute between papacy and empire can be interpreted within a broader context while case studies ranging from the British Isles to the Mediterranean reveal the mechanisms and actors of papal politics in late medieval Europe.
Brill Verlag, Studies in Medieval and Reformation Traditions 175, 2013




Artikel: Mathias Franc Kluge, Zwischen Metropole, Fürst und König: Die "Venedische Gesellschaft" der Kaufleute Veckinchusen und ihr Niedergang (Mit einer Edition neuer Quellen zur Unternehmensgeschichte)


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The Venetian Trading Company of the Veckinchusen, a Hanseatic merchant family, is well known in the economic history of Germany in the late Middle Ages. Scholars have paid particular attention to it in part because of the great wealth of surviving documentation (the Veckinchusen are the best documented Hanseatic merchants of the 14th and 15th centuries) and because of their trade in high-risk and unusual commodities, in this they broke with the established business practices of Hanseatic trade and initially generated high profits. But in the end, the company failed and was dissolved under obscure circumstances. This article publishes and analyzes recently discovered sources, that document previously unknown aspects of the company´s decline and fall.
Porta Alba Verlag, Hansische Geschichtsblätter 131, 2013, 45 Seiten



Hilfswissenschaftliche Einführung: Mathias Franc Kluge (Hg.), Handschriften des Mittelalters: Grundwissen Kodikologie und Paläographie


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Eine Grundlage der Forschung ist der sichere Umgang mit der Handschriftenüberlieferung des Mittelalters. Diesen Umgang zu vermitteln gehört zu den Aufgaben unseres Lehrstuhls.

Dr. Mathias Kluge gibt hierzu ein reich bebildertes und mit Filmmaterial ergänztes Lehrbuch heraus, das unter Beteiligung von namhaften Fachgelehrten entstanden ist. Das Lehrbuch nähert sich dem Herstellungsprozess mittelalterlicher Handschriften mit den Augen der Zeitgenossen und vermittelt den Einstieg in Lese-, Transkriptions- und Analysetechniken. Den Text ergänzen sieben Lehrfilme mit Experten für Kodikologie, Paläographie, Kunst- und Kulturgeschichte, die über die beiliegende DVD und das Internet (www.mittelalterliche-geschichte.de) abgerufen werden können.
Thorbecke Verlag, 2014, 200 Seiten

Rezensionen zur Publikation: