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Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte der Universität Augsburg


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Das Lehrstuhlteam / Photo: Klaus Satzinger-Viel

Nachruf auf PD. Dr. Stefan Weiß (25.5.1960 – 27.12.2016)


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Mit einer Verzögerung haben wir die Nachricht vom Tode von Stefan Weiß erhalten. Mit ihm verliert die Mittelalterliche Geschichte einen eigenwilligen und originellen Forscher mit einem weiten Spektrum. Stefan Weiß war ein sehr guter Kenner der mittelalterlichen Papstgeschichte, zu deren hochmittelalterlichen Legatenurkunden er ebenso publizierte, wie zu der Küche des päpstlichen Hofes in Avignon und zur päpstlichen Finanzverwaltung.

Stefan Weiß war zwischen 1995 und 2003 als Assistent am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Augsburg tätig. Im Juli 2000 habilitierte er mit seiner Arbeit über die Lebensmittelversorgung des päpstlichen Hofes in Avignon. Für die Gallia Pontificia bearbeitete er die Papsturkunden im Erzbistum Arles. Die europäische Dimension seiner Forschungsarbeit kommt auch in seiner Monographie über die Wirtschaftspolitik König Edwards IV. von England zum Ausdruck. Die Frage dieses Buches: Wie saniere ich ein Königreich? lässt seine Interessen und seine Kompetenz in der Geschichte der mittelalterlichen Wirtschaft erkennen, die sich auch in der Untersuchung zu Karl IV. und dem Geld zeigt. In den letzten Jahren galt sein Interesse verstärkt dem Hospitalwesen. Für die französische Geschichte hatte er eine besondere Leidenschaft.

In Straßburg ist Stefan Weiß am 27. Dezember 2016 nach einer schweren Krankheit im Alter von 56 Jahren verstorben. Wir werden ihn als einen originellen Forscher in Erinnerung behalten.
Tag der Mittelalterforschung 2017 – Schlechte Regierung


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Das Thema „Schlechte Regierung” ist auf bedrückende Weise aktuell. In der Sache und im Ton. Die Konflikte um die richtige Regierung verschärfen sich in vielen Ländern. Der Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte wirft daher einen Blick in unsere Vergangenheit. Wie erlebten die Menschen des Mittelalters das Ringen um die richtige Regierung? Auch in Zeiten, als Könige herrschten, gab es Kämpfe um die richtige Regierung, und es gab Streit um die Erwartungen an den guten Herrscher. Die Vorträge stellen diese historischen Konflikte an prominenten Beispielen vor.

Die Vorträge dauern etwa 20 Minuten, der Abendvortrag etwa 50 Minuten.
Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

Dr. Almut Stolte-Simane, Florenz: Die schlechte und die gute Regierung im Bild: Ambrogio Lorenzettis Fresken in Siena; Prof. Dr. Thomas Krüger, Augsburg: Auctor scandali. Kaiser Ludwig der Fromme und seine Absetzung im Jahre 833; Dr. Mathias Kluge, Victoria u. Edmonton, CA: Verschuldete Könige: Verschwendung und Ausbeutung im Spätmittelalter; Prof. Dr. Martin Kaufhold, Augsburg: Wahnsinn an der Macht: Zwei verwandte Könige und zwei verwandte Kriege;Prof. Dr. Jürgen Miethke, Heidelberg: Was erwarteten die Menschen von einer Regierung im späten Mittelalter?

Neu Verfügbar: Augsburger Bischofsregesten der Stauferzeit auf Regesta Imperii online (RIplus)


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Erstmals erscheinen auf der Internetplattform der Regesta Imperii (Mainz) neue Bischofsregesten. Darin werden die lateinischen Quellen zu den Bischöfen und Reichsfürsten Konrad von Hirschegg und Hartwig I. von Lierheim in deutscher Sprache zusammengefasst und kommentiert.


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Zu den Inhalten gehören regionale Ereignisse wie etwa die Bestätigung des ältesten Augsburger Stadtrechts (1156), ebenso wie Höhepunkte der Europäischen Geschichte, darunter die Aussöhnung von Kaiser und Reichsfürsten mit Papst Alexander III. in Venedig (1177).

Die Arbeit entstand im Auftrag der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft (SFG) am Augsburger Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte (Prof. Dr. Georg Kreuzer, PD Dr. Thomas M. Krüger).

Links:

Neu Verfügbar: Kapitel "MGH" auf Mittelalterliche-Geschichte.de


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Die Monumenta Germaniae Historica (MGH) sind die wichtigste und umfangreichste Quellensammlung zur deutschen Geschichte im Mittelalter. An ihr wird seit beinahe 200 Jahren gearbeitet.

In vier Beiträgen von Rudolf Schieffer, Gerhard Schmitz, Mark Mersiowsky und Arno Menzel-Reuters werden Geschichte und Arbeit des gleichnamigen Instituts mit dem Hauptsitz in München vorgestellt.

Die Filme wurden 2009 in Kooperation mit dem GHI in Washington, D.C. in die englische Sprache übertragen und stehen in der Digitalen Studieneinführung von Dr. Mathias Kluge (http://mgh.mittelalterliche-geschichte.de) zur Verfügung.