Suche

Populäre Irrtümer über Sprache - bei Reclam erschienen


Seit dem 01.08.11 ist es raus: Das Taschenbuch "Populäre Irrtümer über Sprache" ist beim Reclam-Verlag erschienen. Es basiert auf einer gleichnamigen Vortragsreihe der Augsburger sprachwissenschaftlichen Lehrstühle zum Jahr der Geisteswissenschaften.

978-3-15-020238-8

Interview zu den "Populären Irrtümern über Sprache" mit Jan Claas Freienstein und Lina Schaipp in der Sendung "So|zu|sa|gen" auf BR 2 (mit Thomas Mayerhöfer) am 06.08.11

Was Sprache ist, scheint uns ziemlich klar zu sein, schließlich verwenden wir sie ständig. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich das Themenfeld aber als äußerst komplex: Ist Sprache eine Erscheinung der Natur, genetisch im Menschen angelegt – oder ist sie ein kulturelles Phänomen? Ist sie ein Werkzeug, mit dem man sich anderen verständlich macht? oder ein System von Lauten, Wörtern und Satzgliedern, die nach bestimmten Regeln verknüpft werden, also nur Grammatik? Sind manche Sprachen schöner oder leichter als andere? Unterschiedlichste Alltagsbehauptungen werden dabei überprüft, etwa die These, in Norddeutschland spreche man besseres Hochdeutsch, der Dativ sei dem Genitiv sein Tod, die berühmte (falsche) Behauptung, die Eskimos hätten 200 Ausdrücke für ›Schnee‹, oder die These, ein Sprachenmix führe letztlich zu Sprachverfall.

Die Entstehung dieses Buches verdankt sich einer Vortragsreihe, die 2007 von den Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftlern der Universität Augsburg veranstaltet wurde. Die beteiligten Professorinnen und Professoren hielten ihre Vorträge außerhalb des Campus an verschiedenen Orten der Stadt Augsburg. Sie standen somit vor der Herausforderung, Wissenschaft eben nicht für den Elfenbeinturm zu betreiben, sondern ihre Arbeit anregend und ohne Hörsaalatmosphäre einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Die einzelnen Kapitel wurden von Oliver Ernst, Jan Claas Freienstein (beide Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft) und Lina Schaipp (Lehrstuhl für Angewandte Sprachwissenschaft - Spanisch) bearbeitet und gehen auf die folgenden Vorträge zurück : „Sprache ist Übereinkunft“ von Prof. Dr. Hans-Jürgen Heringer, „In Norddeutschland spricht man besseres Hochdeutsch“, von Prof. Dr. Werner König, „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“, von Prof. Dr. Stephan Elspaß, „Erzählt wird im Präteritum“ von Prof. Dr. Klaus Maiwald, „Der Mensch ist einsprachig“, von Prof. Dr. Konrad Schröder, „Sprache X ist schwerer/leichter als Sprache Y“, von Prof. Dr. Dr. h. c. Reinhold Werner, „Die Rechtschreibung im Englischen ist das reine Chaos“ von Prof. Dr. Dieter Götz, „Die Eskimos haben zweihundert Wörter für ‛Schnee’“ von Prof. Dr. Wolfram Bublitz, „Was nicht klar ist, ist nicht Französisch“, von Prof. Dr. Sabine Schwarze, „Sprachenmix führt zu Sprachverfall“, von Prof. Dr. Christiane Fäcke.

 

Meldung vom 08.08.2011