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DFG-Projekt: Die volkssprachliche Vermittlung von Frömmigkeitstheologie im späten Mittelalter (abgeschlossen)


Projektträger:

Ansprechpartner

Leitung: Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Williams, Prof. Dr. Johannes Janota und Prof. Dr. Berndt Hamm (Erlangen)
Wiss. Mitarbeiter: Dr. Ulla Williams, Dr. Klaus Wolf
Wiss. Hilfskraft: Patricia Brandl

Zusammenfassung

In der Zusammenarbeit von Germanisten/innen und Kirchenhistoriker/innen wird das Profil der sog. 'Frömmigkeitstheologie' von ca. 1380 bis zum Beginn der Reformation in den verschiedenen Formen ihrer volkssprachlichen Vermittlung untersucht. Damit ist eine Reformtheologie im Blick, die über die bisherigen Grenzen der universitären, klösterlichen und mystischen Theologie hinausstrebt und vor allem die illitterati in den lebenspraktischen Fragen ihrer Alltagsfrömmigkeit erreichen will. Im Zuge einer von Vertretern der Frömmigkeitstheologie initiierten und größtenteils getragenen literarischen religiösen Bildungsoffensive entstehen eine Vielzahl volkssprachlicher Werke - von katechetischen Summen sowie Predigten und Traktaten bis hin zum geistlichen Lied. Sie tragen entschieden zu einer Literarisierung des Lebens bei und prägen wesentlich den Wissenshorizont der illitterati in theologischen Fragen in den 150 Jahren vor der Reformation. Im Vergleich unterschiedlicher Zeiten, Vermittlungsformen und regionaler Zentren (Wien, Nürnberg und Niederlande) soll die Variationsfähigkeit und -breite dieser informierenden, anleitenden, ermahnenden und tröstenden Seelsorgetheologie hervortreten. Das Projekt wurde von 1995 bis 2005 von der DFG gefördert.