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WiSe 2017/18


Professur: Neuere Deutsche Literaturwissenschaft (Professur)

Fakultät: Philologisch-Historische Fakultät
Homepage: http://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/germanistik/literaturwissenschaft/Lehrprofessur/
Strasse: Universitätsstraße 10
Postleitzahl: Augsburg
Einrichtungskuerzel: ndl2

Veranstaltungen

Hauptseminar

Prof.Dr. Hanno Ehrlicher, Prof.Dr. Bettina Bannasch

Kampf mit der Waffe - Kampf mit der Feder. Literatur des spanischen Bürgerkriegs

Lehrende:

Prof.Dr. Hanno Ehrlicher, Prof.Dr. Bettina Bannasch

Termin:

Termine am Montag. 16.10., Montag. 23.10., Montag. 06.11., Montag. 20.11., Montag. 04.12., Montag. 15.01., Montag. 29.01. 14:00 - 17:30

Erster Termin:

Mo , 16.10.2017 14:00 - 17:30, Ort: (nur am 16.10. Raum D 1011)

Status:

Hauptseminar

Beschreibung:

Im Juli 1936 erhoben sich in Spanien rechtsgerichtete Putschisten unter General Franco gegen die demokratisch gewählte zweite Republik. Es entbrannte ein blutiger Bürgerkrieg, der bald schon als ein Stellvertreterkampf verstanden wurde, in dem die Werte der europäischen Demokratie gegen den Faschismus zu verteidigen waren. In den Kreisen deutscher Exilanten, aber auch im gesamten übrigen Europa verfolgte man die Geschehnisse mit größtem Interesse. Es wurden Internationale Brigaden ausgebildet und man fuhr nach Spanien, um sich dort an den Kampfhandlungen zu beteiligen. Der Spanische Bürgerkrieg endete im April 1939 mit dem Sieg Francos.
In Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg – für den auch viele Autoren die Feder niedergelegt hatten um zur Waffe zu greifen - entstand eine Fülle literarischer Werke, die Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen von Literatur und Engagement reflektierten. Neben bekannten ‚Klassikern’ wie Ernest Hemingways Whom the Bell Tolls werden im Seminar einschlägige Texte der spanischen und deutschen Erzählliteratur behandelt. Berücksichtigt werden auch Filme zum Spanischen Bürgerkrieg, neben der Verfilmung von Hemingways Roman Frank Beyers Fünf Patronenhülsen und Ken Loachs Land and Freedom.
Das Seminar wird in deutscher Sprache abgehalten. Alle im Seminar behandelten spanischen Texte stehen auch in deutscher Übersetzung zur Verfügung.

Das Seminar findet nach einer ersten organisatorischen Sitzung am 16.10 (ab 14.00 h in Raum 1011) in sechs größeren Blocksitzungen statt (23.10; 6.11, 20.11 und 4.12.2017 sowie 15.1 und 29.1.2018, jeweils 14.00-17.30, Raum wird noch bekannt gegeben). Es wird von einer interdisziplinären Ringvorlesung zum Spanischen Bürgerkrieg begleitet, die sich an die Blocksitzungen anschließt (18.00 c.t. in Hörsaal III) und Teil des Seminars ist.
In der letzten Seminarsitzung wird die Autorin Verena Boos zu Besuch sein. Sie hat den Roman Blutorangen (2015) verfasst, aus dem sie lesen und über den sie mit uns diskutierten wird.

Da das Lesepensum umfangreich ist, empfehlen wir, schon in den Semesterferien mit der Lektüre zu beginnen. Das Seminarprogramm mit den entsprechenden Angaben finden Sie auf digicampus eingestellt.
Anmeldungen für die Übernahme von Impulsreferaten können ab dem 25.8.2017 per Mail erfolgen an bettina.bannasch@philhist.uni-augsburg.de. Bitte nennen Sie jeweils drei Optionen in der Reihenfolge ihrer Präferenzen.

Raum:

(nur am 16.10. Raum D 1011): Montag. 16.10. 14:00 - 17:30, (D 2122): Montag. 23.10., Montag. 06.11., Montag. 20.11., Montag. 04.12., Montag. 15.01., Montag. 29.01. 14:00 - 17:30

erw. Anzahl Teilnehmende:

Bereich:

Philologisch-Historische Fakultät > Romanistik
Philologisch-Historische Fakultät > Vergleichende Literaturwissenschaft/Komparatistik
Philologisch-Historische Fakultät > Interdisziplinäre Europastudien, Master
Philologisch-Historische Fakultät > Germanistik/Deutsch > Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Hauptunterrichtssprache:

deutsch

PD Dr. Doren Wohlleben Hermann Broch - Politik und Ästhetik
Lehrende: PD Dr. Doren Wohlleben
Termin: Do. 08:15 - 09:45 (wöchentlich)
Erster Termin: Do , 19.10.2017 08:15 - 09:45, Ort: (C, HS IV)
Status: Vorlesung
Beschreibung: Der Literat und Kulturkritiker Hermann Broch (1886-1951) gehört mit seinen experimentellen Romanen, Dramen, Novellen, aber auch mit seinen kulturphilosophischen Essays, politischen Abhandlungen sowie internationalen Briefkorrespondenzen zu den radikalsten Vertretern der literarischen Moderne. Als Wiener Jude konvertierte er zum Katholizismus, bekannte sich nach seiner Emigration in die Staaten, wo er einen regen Austausch mit großen jüdischen Intellektuellen wie beispielsweise Hannah Arendt oder Albert Einstein pflegte, aber wieder zu seinen jüdischen Wurzeln. Für die Idee Europas setzte er sich in seinen Schriften genauso ein wie für eine weltoffene, interdisziplinäre Universität. Interkulturelle Literatur und transnationale Forschung waren Idee und Grundlage seines politischen und ästhetischen Wirkens. Seine Theorie vom „Zerfall der Werte“ implementiert er nicht nur in seinem bekanntesten Roman „Die Schlafwandler“ (1930/31), sondern machte sie zudem zur Grundlage seiner Fragment gebliebenen „Massenwahntheorie“, in der er den Zusammenhang gesellschaftlicher Angst und politischer Irrationalismen analysiert. Faszinierend sind seine Formexperimente in Romanen wie dem „Tod des Vergil“ (1945) oder den „Schuldlosen“ (1950), in denen Ästhetik und Politik in einem produktiven Spannungsverhältnis aufeinander bezogen sind und ethisch reflektiert werden.
Raum: (C, HS IV)
erw. Anzahl Teilnehmende:
Bereich: Philologisch-Historische Fakultät > Vergleichende Literaturwissenschaft/Komparatistik
Philologisch-Historische Fakultät > Ethik der Textkulturen
Philologisch-Historische Fakultät > Germanistik/Deutsch > Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Hauptunterrichtssprache: deutsch
Literaturhinweise: Textgrundlage und einführende Literatur: Kommentierte Werkausgabe Hermann Broch. Hg. v. Paul Michael Lützeler. 13 Bde. Frankfurt am Main 1974-1981. (KW) – Die Lektüre der drei bekanntesten Romane „Die Schlafwandler“ (KW 1), „Der Tod des Vergil“ (KW 4) sowie „Die Schuldlosen“ (KW 5) muss semesterbegleitend geleistet werden, diejenige des dritten Teils (KW 1, 385-716) der „Schlafwandler“ („1918 – Hugenau oder die Sachlichkeit“) sollte vor Vorlesungsbeginn abgeschlossen sein. Lützeler, Paul Michael: Hermann Broch. Eine Biographie. Frankfurt am Main 1985. Hermann Broch Handbuch. Hg. v. Michael Kessler, Paul Michael Lützeler. Berlin/ Boston 2016. Wohlleben, Doren; Lützeler, Paul Michael (Hg.): Hermann Broch und die Romantik. Berlin/ Boston 2014.

Übung

Marcel Winter Dadaismus
Lehrende: Marcel Winter
Termin: Do. 17:30 - 19:00 (wöchentlich)
Erster Termin: Do , 19.10.2017 17:30 - 19:00, Ort: (D, 1006)
Status: Übung
Beschreibung: Inmitten der mörderischen Trommelfeuer des Ersten Weltkriegs kommt am Abend des 5. Februar 1916 eine bunte Gruppe an Künstlern auf der Kabarettbühne in der Zürcher Spiegelgasse 1 zusammen. Man trägt Gedichte vor, schrill, laut, simultan, singt Chansons. DADA ist geboren und erobert von Zürich aus die Welt.
Die Übung ist als Lektürekurs konzipiert. Ziel ist es, anhand der Lektüre einschlägiger, aber auch unbekannterer Texte die faszinierende Welt des Dadaismus kennenzulernen. Neben der dadaistischen Literatur sollen auch die dadaistische Kunst sowie der dadaistische Film Gegenstand der Übung sein.
Voraussetzung für die Teilnahme an der Übung ist eine hohe Diskussionsfreudigkeit und die Bereitschaft, sich auf experimentelle Literatur einzulassen.
Raum: (D, 1006)
erw. Anzahl Teilnehmende: 25
Leistungsnachweis: Für den Erwerb von Punkten: regelmäßige Teilnahme, Kurzreferat und Essay
Bereich: Philologisch-Historische Fakultät > Germanistik/Deutsch > Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Hauptunterrichtssprache: deutsch
Literaturhinweise: Korte, Hermann. Die Dadaisten. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2007. Mittelmeier, Martin. Dada: Eine Jahrhundertgeschichte. München: Siedler Verlag, 2016.

Proseminar

Marcel Winter Drama – Theorie und Gattungsgeschichte
Untertitel: Blockseminar im Februar 2018
Lehrende: Marcel Winter
Termin: Termine am Montag. 20.11. 19:15 - 20:00, Montag. 19.02. - Donnerstag. 22.02. 10:00 - 17:15
Erster Termin: Mo , 20.11.2017 19:15 - 20:00, Ort: (D 1003)
Status: Proseminar
Beschreibung: Das Blockseminar möchte Grundlagen der Dramenanalyse vermitteln und anhand exemplarischer Analysen epochentypischer Stücke einen Überblick über 500 Jahre deutscher Dramengeschichte geben. Neben der Beschäftigung mit den Stücken selbst sollen auch dramentheoretische Texte berücksichtigt werden, um die Konzeption der Gattung nachzuzeichnen.
Das Seminar richtet sich vorwiegend an Lehramtsstudierende, steht aber prinzipiell allen Interessierten offen, die sich einen konzisen Überblick über die Dramengeschichte verschaffen wollen. Die Teilnahme an der konstitutiven Sitzung ist verpflichtend. Ein Reader mit Begleittexten, u.a. zur Dramentheorie, wird rechtzeitig vor Seminarbeginn bereitgestellt.
Raum: (D 1003): Montag. 20.11. 19:15 - 20:00, (D 1011): Montag. 19.02. - Donnerstag. 22.02. 10:00 - 17:15
erw. Anzahl Teilnehmende: 25
Bereich: Philologisch-Historische Fakultät > Germanistik/Deutsch > Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Hauptunterrichtssprache: deutsch
Literaturhinweise: Zur Lektüre vorab empfohlen: Friedrich Schiller: Die Räuber (1781) Georg Büchner: Woyzeck (posthum 1879) Bertolt Brecht: Mutter Courage und ihre Kinder (1941)
Christina Rossi Erzähltheorie
Lehrende: Christina Rossi
Termin: Do. 08:15 - 09:45 (wöchentlich)
Erster Termin: Do , 19.10.2017 08:15 - 09:45, Ort: (D, 1012)
Status: Proseminar
Beschreibung: Was ist ein unzuverlässiger Erzähler? Was ist Metafiktion und was ist Metanarrativität? Was ist ein Roman im Roman und was bedeutet die interne Fokalisierung? Das Seminar bietet die Möglichkeit, Termini und Methoden der Erzähltheorie aufzufrischen oder neu kennenzulernen und diese anhand von Texten der Gegenwartsliteratur zu vertiefen.
Die Erzähltheorie ist als Grundkompetenz der Literaturwissenschaft zu begreifen, die Strukturelemente des Textes benennt und systematisiert und damit Zugänge der Werkanalyse eröffnet. Sie fragt nach dem Zustandekommen eines Textes, nach seinem „Funktionieren“, seinen Möglichkeiten und seinen Varianten. Nicht nur Variationen von Ort und Zeit in Erzähltexten und spezifische Erzählmodelle, sondern auch Theorien zur Fiktionalität von Texten, zu Modus und Sprachverwendung, zur Textwirkung, zum multiperspektivischen und vernetzten Erzählen und weiteren narrativen Strategien werden vertieft diskutiert.
Das theoretische Wissen wird anhand von kurzen Prosatexten der deutschsprachigen Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts angewandt und nachvollzogen. Der Kurs möchte insofern auch Textkenntnisse vermitteln, Möglichkeiten der Werkanalyse einüben und die Potentiale (und auch Grenzen) der Erzähltheorie erarbeiten.
Voraussetzung für die Seminarteilnahme ist die Bereitschaft zur Lektüre und zur Diskussion.
Konkrete Lektürehinweise werden zeitnah in Digicampus bereitgestellt.

Lektüren:
Richard Wagner: Lisas geheimes Buch
Eduard von Keyserling: Wellen
Daniel Kehlmann: Ruhm
Thomas Glavinic: Der Kameramörder
Thomas Glavinic: Das bin doch ich
Friedrich Dürrenmatt: Der Tunnel
Raum: (D, 1012)
erw. Anzahl Teilnehmende: 25
Leistungsnachweis: Hausarbeit/Essay Präsentation/Moderation einer Sitzung
Bereich: Philologisch-Historische Fakultät > Germanistik/Deutsch > Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Hauptunterrichtssprache: deutsch
Literaturhinweise: Richard Wagner: Lisas geheimes Buch Eduard von Keyserling: Wellen Daniel Kehlmann: Ruhm Thomas Glavinic: Der Kameramörder Thomas Glavinic: Das bin doch ich Friedrich Dürrenmatt: Der Tunnel
Marcel Winter Literarischer Antisemitismus
Lehrende: Marcel Winter
Termin: Di. 17:30 - 19:00 (wöchentlich)
Erster Termin: Di , 17.10.2017 17:30 - 19:00, Ort: (D 2130)
Status: Proseminar
Beschreibung: Die Antisemitismusforschung zeichnet sich von Anfang an durch ihre Interdisziplinarität aus: Historiker, Soziologen, Psychologen und nicht zuletzt Literaturwissenschaftler sind involviert, um dem komplexen Phänomen des Antisemitismus in seiner Vielschichtigkeit gerecht zu werden. Die literaturwissenschaftliche Antisemitismusforschung, eine bislang eher randständige Disziplin, fragt nach Imaginationen (und Tradierungen) des Juden in literarischen Texten. War vor allem die Stoff- und Motivgeschichte lange Zeit die präferierte Herangehensweise der literaturwissenschaftlichen Antisemitismusforschung, so rücken nun vermehrt diskursanalytisch operierende Ansätze in den Fokus. Eine bloße „Komparatistik der Bilder“ (Mona Körte) würde eben genau das außer Acht lassen, was Literatur ausmacht: die spezifisch literarischen Codierungen, das Potenzial des literarischen Textes, Gegendiskurse zu entwickeln, Stereotype zu perpetuieren oder mittels poetischer Verfahren zu unterminieren, die Frage nach der Perspektivierung des Textes.
Das Seminar möchte anhand verschiedener Dramen, Erzählungen und Romane in das Gebiet literaturwissenschaftlicher Antisemitismusforschung einführen. Im Mittelpunkt steht die Frage nach Tradierungen des Jüdischen, nach der literarischen Gestaltung jüdischer Figuren, ihrer Funktionalisierung und erzählerischen Perspektivierung. Die zu besprechenden Texte sind zeitlich vor allem im 19. Jahrhundert zu verorten, jedoch soll auch die Frage nach antisemitischen Tendenzen nach 1945 aufgeworfen und diskutiert werden.
Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft zu intensiver Lektüre und eine hohe Diskussionsfreudigkeit. Ein Reader mit Begleittexten wird zu Semesterbeginn bereitgestellt.
Vorab zur Lektüre empfohlen: Gustav Freytags Roman Soll und Haben (1855) (wird im Seminar auszugsweise behandelt werden)
Raum: (D 2130)
erw. Anzahl Teilnehmende:
Leistungsnachweis: Für den Erwerb von Punkten: regelmäßige Teilnahme, Referat und Hausarbeit
Bereich: Philologisch-Historische Fakultät > Germanistik/Deutsch > Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Hauptunterrichtssprache: deutsch
Literaturhinweise: Bogdal, Klaus-Michael, ed. Literarischer Antisemitismus nach Auschwitz. Stuttgart [u.a.]: Metzler, 2007. Gubser, Martin. Literarischer Antisemitismus: Untersuchungen zu Gustav Freytag und anderen bürgerlichen Schriftstellern des 19. Jahrhunderts. Göttingen: Wallstein-Verlag, 1998. Klüger, Ruth. Katastrophen: Über deutsche Literatur. Göttingen: Wallstein-Verlag, 1994. Moses, Stephane, und Albrecht Schöne, eds. Juden in der deutschen Literatur: Ein deutsch-israelisches Symposion. Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1986.

Hauptseminar

PD Dr. Doren Wohlleben Literatur und Gleichnis
Lehrende: PD Dr. Doren Wohlleben
Termin: Mi. 17:30 - 19:00 (wöchentlich)
Erster Termin: Mi , 18.10.2017 17:30 - 19:00, Ort: (D, 1012)
Status: Hauptseminar
Beschreibung: »Viele beklagen sich, dass die Worte der Weisen immer wieder nur Gleichnisse seien, aber unverwendbar im täglichen Leben, und nur dieses allein haben wir«, so wird in Franz Kafkas Parabel »Von den Gleichnissen« gleich zu Beginn das Spannungsverhältnis von Wort und Leben, von moralischer Lehre und situationsbezogenem Anwendungswissen problematisiert. Die überlebensnotwendige und hermeneutisch wie heuristisch doch höchst prekäre, menschliche Fähigkeit der Analogiebildung wird dabei auf den Prüfstand gestellt. Denn die Parabel, aber auch die allzu oft auf ihre didaktische Funktion reduzierte Fabel bieten weniger Lehrangebote als vielmehr komplexe, situativ und kontextuell immer wieder neu zu verhandelnde Deutungsmodelle menschlicher Grenzsituationen. Die lehrhafte Tierfabel in der äsopischen Gattungstradition einerseits sowie die rätselhafte Parabolik Kafkas andererseits bilden literaturhistorische Marker und stecken zugleich das literaturtheoretische Feld zwischen moralischer Didaxe und hermeneutischer Praxis ab. Letzteres soll im Seminar in intensiver Lektüre- und Theoriearbeit auf der Basis von Texten aus der Antike, der Aufklärungszeit sowie der literarischen Moderne gemeinsam diskutiert werden.
Voraussetzung: regelmäßige Teilnahme, diskussionsfreudige Mitarbeit sowie die Bereitschaft zu umfangreicher Lektüre literarischer und philosophischer/ literaturtheoretischer Texte
Raum: (D, 1012)
erw. Anzahl Teilnehmende:
Leistungsnachweis: Eine wissenschaftliche Hausarbeit (Abgabe: 01.03.2018) sowie ein Essay/ eine Beispielanalyse
Bereich: Philologisch-Historische Fakultät > Vergleichende Literaturwissenschaft/Komparatistik
Philologisch-Historische Fakultät > Ethik der Textkulturen
Philologisch-Historische Fakultät > Germanistik/Deutsch > Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Hauptunterrichtssprache: deutsch
Literaturhinweise: Textgrundlage und einführende Literatur: Deutsche Parabeln, hg. v. Josef Billen, Stuttgart (reclam) 2001 (bitte anschaffen!); G.E. Lessing: Fabeln. Abhandlung über die Fabel, hg. v. Heinz Rölleke, Stuttgart (reclam) 1986 (bitte anschaffen!) für einen ersten Überblick: Texte zur Theorie der Fabeln, Parabeln und Gleichnisse, hg. u. eingeleitet v. Reinhard Dithmar, München 1982, S. 9-39; Kurt Erlemann, Irmgard Bickel-Bacon, Anika Loose: Gleichnisse – Fabeln – Parabeln, Tübingen (UTB) 2014, S. 69-111 (weiterführende Literatur: S. 208-219)

Grundkurs

PD Dr. Doren Wohlleben Grundkurs D
Lehrende: PD Dr. Doren Wohlleben
Termin: Mi. 11:45 - 14:00 (wöchentlich)
Erster Termin: Mi , 25.10.2017 11:45 - 14:00, Ort: (1087)
Status: Grundkurs
Beschreibung: Der Einführungskurs führt in Grundlagen der Literaturtheorie und Textanalyse ein. Anmeldung über den Kurs "Anmeldung Grundkurs NDL". Bitte beachten Sie unbedingt die dort aufgeführten Hinweise zum Anmeldeverfahren.
Raum: (1087)
erw. Anzahl Teilnehmende: 30
Bereich: Philologisch-Historische Fakultät > Germanistik/Deutsch > Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Hauptunterrichtssprache: deutsch

Kolloquium

Prof.Dr. Bettina Bannasch, Prof.Dr. Günter Butzer Doktorandenkolloquium
Lehrende: Prof.Dr. Bettina Bannasch, Prof.Dr. Günter Butzer
Termin: Termine am Dienstag. 10.10. - Mittwoch. 11.10. 09:00 - 18:00
Erster Termin: Di , 10.10.2017 09:00 - 18:00, Ort: (D 2004)
Status: Kolloquium
Beschreibung: Doktoranden-Kolloquium, zusammen mit Prof. Butzer (Komparatistik), Blockveranstaltung am Dienstag, 10.10.2017 von 9:00 - 18:00 Uhr
Persönliche Anmeldung erforderlich über :
bettina.bannasch@philhist.uni-augsburg.de und
guenter.butzer@philhist.uni-augsburg.de
Raum: (D 2004)
erw. Anzahl Teilnehmende:
Bereich: Philologisch-Historische Fakultät > Vergleichende Literaturwissenschaft/Komparatistik
Philologisch-Historische Fakultät > Germanistik/Deutsch > Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Philologisch-Historische Fakultät
Hauptunterrichtssprache: deutsch

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