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Marguerite Markgraf, M.A.


Von erleichternder Autodemolition und verlockender Selbstkasteiung – Autobiographisches Schreiben als existenz-philosophische Reflexion bei Jean Améry und Imre Kertész


Das Dissertationsprojekt intendiert exemplifiziert an Jean Améry und Imre Kertész den Rekurs auf die Existenzphilosophie und ihre Vorläufer innerhalb der ersten Generation der Shoahliteratur genauer auszuloten. Im Zuge dessen präfiguriert Améry einen primär an Jean-Paul Sartre und Albert Camus ausgerichteten existenzphilosophischen Diskurs, der durch Kertész eine kritische Fortschreibung mit stark absurder Tendenz erfährt. Die Existenzphilosophie fungiert als theoretischer Referenzrahmen für ein autobiographisches Schreiben, das im Fall von Améry der littérature engagée und bei Kertész einer dezidiert absurden Poetik verpflichtet ist. Darin manifestiert sich eine beinahe symbiotisch zu nennende Interdependenz zwischen Literatur und Philosophie, die das Werk von Améry und Kertész prägt.