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Noch nie war das Böse so gut


Franz Fromholzer/Michael Preis/Bettina Wisiorek: Noch nie war das Böse so gut. Die Aktualität einer alten Differenz. Heidelberg: Winter 2011.

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Zusammenfassung

Das Böse hat Konjunktur und bleibt doch unberechenbar. Lassen sich dennoch angemessene Strategien des Umgangs entwickeln, die weder die prekäre Faktizität des Bösen noch seine historische Tiefendimension ausblenden? Ausgehend von dieser Leitfrage nähert sich der vorliegende, interdisziplinär breit angelegte Band dem vielschichtigen Phänomen des Bösen in praxeologischer Perspektive. So fokussiert er Möglichkeiten eines ästhetisch wie wissenschaftlich reflektierten ,guten Umgangs mit dem Bösen. Dabei zeigt sich, dass dies nur unter Beachtung der unaufhebbaren Verwiesenheit von Gut und Böse gelingen kann. Im fächerübergreifenden Dialog der Beiträge entstehen so Reflexionen auf Dialektik, Differenz und Paradoxien der Fundamentalkategorien Gut und Böse von wissenschaftsethischer wie grundlagentheoretischer Brisanz. Der Band bietet einen gesonderten Schwerpunkt zu Marcel Beyers Kaltenburg , einem Schlüsselroman zu Konrad Lorenz, dem Autor von Das sogenannte Böse.