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Wasser auf die Mühlen der Zeit - Eine elementare Kraft als Spiegel des Grenzraumes zwischen Fortschrittsglaube und Gesellschaftswandel.


Dissertation von Christina Alexandra Hartmann


Im Mittelpunkt der Arbeit steht das Verhältnis des Menschen und der Gesellschaft zu der sie umgebenden Prozesshaftigkeit der Welt, ausgehend vom Beginn der französischen Revoluti-on bis hin zur Nachkriegszeit. Dabei soll insbesondere auf zwei Fragen eingegangen werden: Inwiefern fungiert das Element Wasser als Spiegel dieses Verhältnisses, sowohl inhaltlich als auch sprachlich? Wofür steht das Wasser als selbstständiger Elementarcharakter und wie setzt es der Autor ein? Unter anderem spielen ästhetische, mythologische, metaphysische, psycho-logische oder auch emanzipatorische Aspekte eine wesentliche Rolle im Zusammenhang mit dem historischen Umfeld, naturwissenschaftlichen, politischen und geistigen Entwicklungen, Industrialisierung und „Raumrevolution“. Findet über die Jahrzehnte oder Jahrhunderte hinweg ein Paradigmenwechsel bezüglich der „Wasser“-Darstellung statt, wird dieser bloß innerhalb eines Werkes thematisiert oder ist beides möglich? Aus diesem Grund nimmt die Dissertation Bezug auf Vertreter der Epochen von Klassik, Realismus- Industrialisierung und Symbolismus bis hin zur Nachkriegsliteratur: J.W. Goethe („Faust, der Tragödie zweiter Teil“), Th. Storm („Die Regentrude“, „Aquis submersus“), W. Raabe („Pfisters Mühle“), Th. Fontane („Der Stechlin“), abschließend I. Bachmann („Undine geht“) und G. Eich („Unter Wasser“).


Publikation:
Christina Alexandra Hartmann: Wasser, Paradigma elementarer Kraft in der Literatur. Mythos, Naturwissenschaft, Kunst und Sprache. Ausgewählte Textbeispiele von Johann Wolfgang v. Goethe, Wilhelm Raabe, Theodor Storm, Theodor Fontane, Ingeborg Bachmann und Günter Eich. München: Hut 2009.


Projektbetreuung:
Prof. Dr. Mathias Mayer