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Vergleichende Literaturwissenschaft/ Europäische Literaturen


Prof. Dr. Günter Butzer
Universitätsstraße 10
86159  Augsburg
Tel.: 0821/ 598-2768 (Prof. Butzer)
Tel.: 0821/ 598-2769 (Sekretariat)
Fax: 0821/ 598-5501
E-Mail:  Guenter.Butzer@Phil.Uni-Augsburg.de
Das Logo des Lehrstuhls

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Lehrstuhlprofil

Die Komparatistik arbeitet mit einem weiten Begriff von „Text“, unter den nicht nur die ‚klassischen‘ Formen wie etwa Roman, Lyrik und Drama fallen; alles, was durch ein Medium vermittelt ist, kann Text sein: Filme, Blogs, Tagebücher, Comics, Songtexte, Werbung, usw. – unsere globalisierte Welt drückt sich in den vielfältigsten Formen und Zeichen(-systemen) aus, und die Komparatistik lehrt, diese zu lesen und ihre wechselseitigen Vernetzungen zu analysieren.

Dabei interessieren uns  – neben den allgemeinen Eigenschaften literarischer Texte – sowohl die Beziehungen zwischen den verschiedensprachigen Literaturen, als auch die Verbindungen zwischen der Literatur und den anderen Künsten, Medien und (Populär- und Sub-)Kulturen.

Das Studium der Komparatistik vermittelt ästhetische, intermediale und interkulturelle Kompetenzen, die in der Wissenschaft, in kulturellen Institutionen und im internationalen Kulturaustausch angewandt werden können.


Schwerpunkte

  • Deutsche Literatur im internationalen Vergleich
  • Literaturtheorie
  • Literatur und Medien
  • Populärkultur

Studiengänge

Am Lehrstuhl für Vergleichende Literaturwissenschaft / Europäische Literaturen (Prof. Dr. Günter Butzer) können folgende Abschlüsse erreicht werden:

  • B.A. Vergleichende Literaturwissenschaft (Haupt- oder Nebenfach) --> mehr Informationen HIER; Version April 2010: Download Modulleitfaden / Studienführer
  • M.A. Internationale Literatur (erst ab dem Wintersemester 2009/10) --> mehr Informationen HIER
  • Lehramt Deutsch (vertieft und nicht vertieft - mehr Infos am Lehrstuhl NDL)
  • Magister Artium für die Haupt- und Nebenfächer Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Vergleichende Literaturwissenschaft (Studiengang läuft aus: ab dem Wintersemester 2008/09 KEINE neuen Einschreibungen mehr!)
  • Promotion (Dr. phil.)

Bitte beachten Sie die aktuellen Fakultätsinfos zur Studienreform (B.A. / M.A.). Ein Infoblatt zum B.A.-Studiengang Vergleichende Literaturwissenschaft gibt es HIER.

Bewerbung / Immatrikulation

Informationen für den Studiengang Neuere Deutsche Literaturwissenschaft können über die  Homepage von Herrn Prof. Dr. Mathias Mayer, abgerufen werden.


Fachprofil

Die Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (kurz: Komparatistik) wurde zwar erst nach dem Zweiten Weltkrieg an deutschen Hochschulen institutionalisiert, doch reicht die ihr zugrundeliegende Idee - die Betrachtung und Erforschung von Literatur in ihren internationalen und interkulturellen Bezügen - historisch viel weiter zurück.

"Wie alles sich zum Ganzen webt, / Eins in dem andern wirkt und lebt!" (Faust I, 1808) -  mit diesen seinem Helden Faust in den Mund gelegten Diktum formuliert Goethe eine Einsicht, die auch auf das von ihm bereits sehr früh erkannte Phänomen "Weltliteratur" zutrifft: die Einsicht in den nationale und kulturelle Grenzen über- steigenden Charakter von Literatur, in ihre internationalen historischen, thematischen, formalen und typologischen Beziehungen, in das intermediale Wechselspiel der Literatur mit anderen Künsten und Medien, in die produktive literarische Aneignung anderer kultureller Disziplinen und Diskurse.

Als Allgemeine Literaturwissenschaft erschließt die Komparatistik

  • die wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen der Literaturwissenschaft (z.B. Hermeneutik, Sprach- und Zeichentheorie, Ästhetik).
  • allgemeine Literaturtheorie (Methodologie, Text- und Gattungstheorie, Poetik, Rhetorik).

Als Vergleichende Literaturwissenschaft bezieht sie sich auf

  • Texte der Weltliteratur und ihre übernationale Wirkungsgeschichte unter Berücksichtigung der soziokulturellen und historischen Rahmenbedingungen;
  • die wechselseitigen Einflüsse und Beziehungen zwischen Einzelliteraturen, literarischen Schulen bzw. Gruppen und Autoren/ Autorinnen;
  • Stoff-, Motiv-, Problem- und Gattungszusammenhänge in fachübergreifend- integrierender Untersuchung;
  • die Erforschung der Beziehungen zwischen der Literatur und anderen Kulturphänomenen (z.B. Künste, Medien, Diskurse der Philosophie, Soziologie, Kulturanthropologie etc.) und den Transfer literarischer Werke in andere Medien;
  • Probleme einer transnationalen Literaturgeschichtsschreibung und Periodisier- ung;
  • Theorie und Praxis der literarischen Übersetzung;
  • die kritische Selbstreflexion auf die eigenen fachlichen (historischen wie wissenschaftlichen) Voraussetzungen

Organisation

Der interdisziplinäre und grenzüberschreitende Charakter der Vergleichenden Literaturwissenschaft erfordert die enge Zusammenarbeit mit den anderen Philologien und geisteswissenschaftlichen Disziplinen unserer Universität. Entsprechend setzt sich auch das  Lehrangebot  der Vergleichenden Literaturwissenschaft aus eigenen Veranstaltungen und dem Angebot der anderen Philologien zusammen.
Beachten Sie bitte, daß die Scheine, die Sie in anderen Philologien erwerben, am Lehrstuhl für NDL/ VL per Stempel und Unterschrift für die Komparatistik anerkannt werden müssen.


Berufsperspektiven

Vergleichende Literaturwissenschaft ist ein anspruchsvolles, international ange- sehenes Studienfach. Die im Laufe des Studiums erworbenen historischen, kulturellen und (fremd-) sprachlichen Kenntnisse eröffnen Tätigkeitsfelder in Print- und anderen Medien, in Verlagen und Bibliotheken, im Bereich von Hochschulen und Forschungs- einrichtungen, in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit.

Der internationale und interdisziplinäre Charakter des Faches fördert des weiteren die Ausbildung solcher Kernkompetenzen, die im Zeitalter von Globalisierung, Inter- nationalisierung, Multimedia und Vernetzung entscheidende Voraussetzungen beruf- licher Qualifizierung bilden. Zu diesen Kernkompetenzen gehören

  • die Analyse und Interpretation komplexer Sachverhalte;
  • der sinnvolle Umgang mit Informationsfluten (Selektion und Interpretation von Informationen);
  • die Fähigkeit zu kreativem, vernetztem, problem- und anwendungsbezogenem Denken und Handeln;
  • sprachliche Flexibilität und kommunikative Kompetenz;
  • die Fähigkeit, Projekte selbständig oder im Team zu realisieren

Da das Studium an einer Hochschule eine wissenschaftliche, nicht aber praktische Ausbildung darstellt, sind studienbegleitende Praktika, Tutorien, Projektarbeiten etc. sinnvoll und rechtzeitig einzuplanen (siehe auch unter Links/ Berufliche Links ).