Der Lehrstuhl „Deutsch als Zweit- und Fremdsprache und seine Didaktik“ der Universität Augsburg freut sich, Ihnen mitteilen zu können, dass das gemeinsam mit dem Theaterpädagogischen Zentrum im Jungen Theater Augsburg und der St.-Georg-Mittelschule über zwei Schuljahre bzw. vier Semester durchgeführte Projekt „Dramapädagogik für jugendliche Migranten“ mit dem Cornelsen Stiftungspreis „Zukunft Schule: Offenes Lernen in Zeiten der Standardisierung“ in der Kategorie „Sonderpreis für Lehramtsstudierende“ ausgezeichnet wurde.
Das Projekt ist Teil des Seminarangebotes und der Ausbildungsmöglichkeiten im Studiengang „DiDaZ – Didaktik des Deutschen als Zweitsprache“ in der Lehrerausbildung an der Universität Augsburg. Studierende gestalten hier nach Vermittlung der theoretischen Grundlagen zum Themenbereich: „Sprachförderung und interkulturelles Lernen mit Hilfe der Dramapädagogik“, gecoacht von erfahrenen Theaterpädagogen, eine integrative Projektwoche mit neu zugewanderten und alteingesessenen Schülerinnen und Schülern. Vom szenischen Spiel über Schattentheater, Zirkus- oder Akrobatikworkshops bis hin zur Fotostory bietet die prozessorientierte und ergebnisoffene Dramapädagogik den eigenverantwortlich anleitenden Studierenden viele Möglichkeiten zur schülernahen Gestaltung der Workshops.
Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wird auf der DIDACTA – Bildungsmesse in Hannover an die Studierenden Miriam Mack (Lehramt an Grundschulen, Drittelfach DiDaZ) und Jana Autor (Bachelor Deutsch als Zweit- und Fremdsprache und interkulturelle Kommunikation) und Heike Mengele (Dozentin und Initiatorin des Projektseminars) als Repräsentantinnen des Kooperationsprojekts für gelungene Gestaltung offener Lernarangements – sowohl im Hinblick auf Schülerinnen und Schüler, als auch auf Studierende - vergeben. Am 15. Februar werden die Preisträgerinnen den Preis vom Jury-Vorsitzenden Prof. Dr. Hilbert Meyer entgegennehmen.
Damit erhält die Kooperation zwischen universitärer Lehrerausbildung, Schulpraxis und dem außerschulischen Partner ‚Junges Theater‘ bundesweite Anerkennung im Zukunftsbereich „Kulturelle Bildung“ und unterstreicht den Stellenwert innovativer kultur-pädagogischer Arbeit und institutionaler Vernetzung im Bildungsbereich. Die nachhaltige Kooperation „Uni-Schule und Theater“ verdankt diesen bundesweiten Erfolg nicht zuletzt der jahrelangen, strukturellen und finanziellen Unterstützung des Schulreferats der Stadt Augsburg über die Plattform ks-aug, sowie Spenden der Gesellschaft der Freunde der Universität, der Sparda Bank und der BB Bank.
Heike Mengele, 23. Januar 2012
Mehr Informationen über das Projekt finden Sie auf der Homepage des Lehrstuhls unter
http://www.philhist.uni-augsburg.de/de/lehrstuehle/germanistik/DaF/projekte/dramapaedagogik-ua1/
Meldung vom 11.01.2012