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Environmental Crisis and the Transnational Imagination


DFG Research Network
University of Augsburg, 2015-2017

Deutschsprachige Einführung
 

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The network explores a cultural perspective on the processes of transnationalization triggered by the global environmental problems of our time. It is well known that these problems--of which climate change, resource shortages, and species extinction are only the most pressing--transcend national boundaries and are enhanced by economic globalization. The solutions proposed by politicians, however, remain confined to the model of the nation state. The inadequacy of this approach has become apparent not least by the failure of all international "climate summits" to date. It is of the utmost importance to establish a genuinely transnational perspective on environmental problems. Yet such a perspective cannot be instituted on a political level alone: it requires a cultural paradigm change. Our network draws on discourse analysis and constructivist theory to ask in how far the environmental crisis has put the cultural concept of nation into question already, and to identify alternative approaches. Cultural narratives play a key role in this process as they decisively shape our understanding of nation, nature, and environment. Our interdisciplinary network examines such narratives in various media, including film, literature, journalism, and historiography. Besides the contents of such narratives, its particular focus is on the perceptual patterns and deep structures established or questioned by such narratives.

Dr. Timo Müller
Coordinator

 


 

Das Netzwerk richtet einen kulturwissenschaftlichen Blick auf die Transnationalisierungsprozesse, die durch die globalen Umweltprobleme unserer Zeit angestoßen werden. Es ist allgemein bekannt, dass diese Probleme, von denen Klimawandel, Rohstoffknappheit und Artensterben nur die dringlichsten sind, nationale Grenzen überschreiten und durch die wirtschaftliche Globalisierung noch verstärkt werden. Politische Lösungsansätze bleiben jedoch der zwischenstaatlichen und damit der nationalen Perspektive verhaftet. Nicht zuletzt das Scheitern sämtlicher „Klimagipfel“ deutet auf die Unzulänglichkeit solcher Ansätze hin. Eine genuin transnationale Perspektive ist dringend geboten, kann jedoch nicht alleine auf politischer Ebene etabliert werden, sondern erfordert einen kulturellen Paradigmenwechsel. Unter Rückgriff auf diskursanalytische und konstruktivistische Ansätze arbeitet unser Netzwerk heraus, inwieweit die Umweltkrise bereits zu einer Infragestellung der Nation als kulturellem Konzept geführt hat und welche Alternativen denkbar sind. Eine Schlüsselrolle kommt in diesem Prozess kulturellen Erzählungen zu, die unser Verständnis sowohl von Nation als auch von Natur und Umwelt entscheidend prägen. Das interdisziplinäre Netzwerk untersucht solche Erzählungen in verschiedenen Medien, darunter Film, Literatur, Journalismus und Geschichtsschreibung. Neben der inhaltlichen Ebene richtet es den Blick insbesondere auf die Wahrnehmungsformen und Tiefenstrukturen, die von diesen Erzählungen vorgegeben oder infragegestellt werden.

Dr. Timo Müller
Koordinator

 


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