Über den Bereich "Neue Englische Literaturen und Kulturwissenschaft"
Der Begriff „Neue Englische Literaturen“ (NEL) bezieht sich auf die anglophonen Literaturen in Asien, Afrika, der Karibik, Ozeanien und Kanada. Dabei steht dieser Bereich in enger Verbindung mit der 'klassischen' Anglistik, z.B. durch die Einbeziehung von 'Black and Asian British literatures' oder Reiseliteraturen, aber auch mit der Amerikanistik über die Kanada-, bzw. breiter und komparatistisch angelegten Nordamerikastudien, auf die in der Augsburger Abteilung besonderes Augenmerk gerichtet wird.
Die Augsburger NEL konzentriert sich dabei in Lehre und Forschung weniger auf einzelne Nationalliteraturen, als vielmehr auf transnationale und transkulturelle Austausch- und Veränderungsprozesse, historisch wie zeitgenössisch. Eine besondere Rolle spielen hierbei Prozesse kultureller Pluralität und Hybridisierung sowie die literarischen Aushandlungen von Kolonisierung und Entkolonisierung, von Migrationserfahrungen, Diaspora und gesellschaftlicher Ungleichheit.
Somit wird Literaturwissenschaft betrieben als transkulturelle und vergleichend ausgerichtete Analyse literarischer Werke aus unterschiedlichen nationalen und kulturellen Kontexten. Literatur wird als Teil kultureller und gesellschaftlicher Konstellationen und im Sinne einer kulturwissenschaftlich orientierten Literaturwissenschaft diskutiert, die ggf. auch andere kulturelle Produktionen (z.B. Malerei, Fotografie oder Film) einbezieht und diese in Bezug zueinander setzt.