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Internetbegleitung zur Vorlesung WS 2005/06







INFORMATIONEN ZUM TUTORIUM

Das Tutorium zur Vorlesung findet am Donnerstag um 12.15 Uhr in Raum 4107 (Bib) statt. Es dient dazu, die Inhalte der Vorlesung durch konkrete Textinterpretation zu vertiefen. Die Auswahl der Texte richtet sich nach den Wünschen der Teilnehmer (z.B. Zwischenprüfungsvorbereitung).

Nächste Sitzung: Das Tutorium ist zuende.

Probe-Zwischenprüfung: Der Erwartungshorizont kann hier im PDF-Format heruntergeladen werden.

Nachtrag zur Sitzung vom 22.12.: Das Buch von Gordon M. Sayre, American Captivity Narratives, ist in der Bibliothek nicht vorhanden und kann nur per Fernleihe bestellt werden. Der Aufsatz von Hubert Zapf, "Subversive Ästhetik: Struktur, Chaos und Selbstreferenz in Edgar Allan Poes Erzählungen", findet sich im Sammelband Subversive Romantik, Hgg. Klaus Lubbers und Patricia Plummer (Berlin: Duncker und Humblodt, 2004), unter der Signatur 60/EC 5174 K17.






LISTE DER ZWISCHENPRÜFUNGSRELEVANTEN TEXTE

Die Links verweisen auf elektronisch verfügbare Volltextversionen. Zuverlässiger sind allerdings gedruckte Ausgaben. Alle aufgeführten Texte mit Ausnahme von "Desirée's Baby" finden sich in der aktuellen sechsten Ausgabe der Norton Anthology of American Literature. Zusätzlich steht ab Semesterbeginn eine Mastercopy im Sekretariat des Lehrstuhls für Amerikanistik (Raum 4064) bereit, die alle kürzeren Texte, d.h. alle außer den Romanen und dem captivity narrative, enthält.




1. SITZUNG (17.10.2005): Einführung

Handout zum Download: [WORD]

  • Vorstellung des Semesterplans und der besprochenen Texte


2. SITZUNG (24.10.2005): Indianische Literatur bis 1900

Handout zum Download: [PDF]

  • Begriff "Indianer": Projektion der weißen Eroberer; es gibt eine Vielzahl einzelner Stämmen und Literaturen indianische Schöpfungsmythen: keine Schöpferfigur, enge Beziehung zwischen Mensch und Natur, zyklische Zeitauffassung ("Indian Time"), Gemeinschaftssinn
  • ethnische Säuberungen im 19. Jahrhundert: Indian Removal Act, trail of tears
  • mündliche vs. schriftliche Überlieferung; letztere meist durch Weiße vernichtet; Beispiel für mündliche Weitergabe: winter counts; schriftliche Aufzeichnungen erst nachträglich durch Weiße, daher unzuverlässig
  • Kategorien oraler Literatur:
    (1) ritual dramas and ceremonies
    (2) songs
    (3) oratory
    (4) narrative/storytelling
  • Rituale verbinden religiöse und soziale Komponente: plazieren die Kultur wie das Individuum im Universum, reaktualisieren mythische Ereignisse, finden an heiligem Ort statt; d.h. Selbstvergewisserung, aber auch Stabilisierung der sozialen Ordnung
  • Trickster: Formwandler im Mythos; vier Funktionen:
    (1) Erklärung der Zustände der Welt
    (2) didaktische Funktion
    (3) skatologische Komödie: bewusster Tabubruch, Satire
    (4) heute: Verbindung zur Tradition, Freiheitssymbol
  • Autobiographien besonders wichtig für Vermittlung indianischer Kultur im Westen: selbstverfasste (Gertrude Simmons Bonnin) vs. "as told to" (Black Elk)


3. SITZUNG (31.10.2005): Die 'Entdeckung' der neuen Welt

Handout zum Download: [PDF]

  • Brief des Kolumbus an das spanische Königspaar, 1492
  • (1) historischer Kontext: wirtschaftliche Expansion, Missionierung der Ureinwohner
  • politische Ziele des Kolumbus: Versprechungen einlösen, Unterstützung für weitere Reisen erhalten
  • (2) vorgeprägte Erwartungshaltung: besonders durch vorgeblich objektive, aber tatsächlich fantastisch ausgeschmückte Reiseberichte Marco Polos; Annahme einer Westroute nach Indien
  • Grundzüge seines Denkens: Wert hat nur, was in Besitz genommen werden kann; die Neue Welt muß neu definiert werden, d.h. Umbenennung
  • Kolumbus ist ein Kind seiner Zeit, kann die Neue Welt nur durch die Filter der Alten Welt verstehen
  • (3) Kulturberührung und Fremdwahrnehmung
  • Typologie von Urs Bitterli:
    (a) Kulturberührung: zufälliges, erstmaliges, zeitlich begrenztes Zusammentreffen
    (b) Kulturzusammenstoß: länger andauernde, konfliktgeladene Auseinandersetzung
    (c) Kulturbeziehung: dauerhaftes Nebeneinander
  • bei Kolumbus:
    (a) verbietet Ausbeutung der Indianer durch Tauschhandel, um Missionierung nicht zu gefährden; andererseits gewaltsame Gefangennahme von Indianern
    (b) findet bei zweiter Reise chaotische Zustände vor: spanische Siedler untereinander und mit Indianern zerstritten, daher Feldzug gegen Indianer
  • (4) friedliche Reise des Cabeza de Vaca als Alternative: nach Schiffbruch zuerst Gefangener, dann Verteidiger und Vertreter der Indianer; stellt sich gegen Versklavung
  • Reisebericht: wertvolle Quelle für Lebensart und Bräuche der Indianer; verrät andere Haltung: Furcht und Respekt, keine Dämonisierung


4. SITZUNG (7.11.2005): Literatur der Kolonialzeit I: Die Besiedelungsphase

Handout zum Download: [PDF]

  • (1) erste Kolonie auf Ronaoke Island (1585), von Walter Raleigh gegründet; zweite Kolonie ("Lost Colony) bei Rückkehr spurlos verschwunden
  • erste dauerhafte Siedlung: Jamestown (1607), von John Smith gegründet; vgl. seine spätere Reisebeschreibung zur Anwerbung weiterer Siedler
  • Pocahontas-Mythos: Tochter des örtlichen Indianerhäuptlings, rettet John Smitz angeblich vor Exekution; Abwandlungen in der amerikanischen Literatur, z.B. von Hart Crane, "Powhatan's Daughter", Carl Sandburg, "Cool Tombs", Vachel Lindsay, "Our Mother Pocahontas"
  • (2) Besiedlung Neuenglands: Plymouth Colony (1620), vgl. William Bradford, Of Plymouth Plantation
  • Gründe für die Abspaltung: Reinigung der englischen Staatskirche angestrebt, daher Verfolgungen; kalvinistische Wurzeln der Pilgrims: 5 Solas, Prädestinationslehre, Erwerbsethik
  • Auswanderung nach Holland, aber harte Bedingungen, daher Entschluß zur Überfahrt nach Amerika
  • Reise auf der Mayflower: nach Norden abgetrieben, daher Ansiedlung in Massachusetts; "Mayflower Compact" (11.11.1620): politischer Konsens über zukünftige Regierung und Gesetzgebung der Kolonie, Plymouth wird der englischen Krone unterstellt
  • Beziehungen zu den Indianern: zunächst freundliche Kulturberührung (erstes Thanksgiving), aber zunehmende Intoleranz
  • (3) Maremount: Handeskolonie nahe Plymouth, von Thomas Morton gegründet
  • Puritanern mißfällt Festkultur ("Merrymount"); Anschuldigung: Kolonie verkauft Waffen und Alkohol an die Indianer --> Morton verhaftet und nach England zurückgeschickt


5. SITZUNG (14.11.2005): Literatur der Kolonialzeit II: Die Jeremiade

Handout zum Download: [WORD]

  • (1) Pilgrims vs. Puritaner: erstere sind Separatisten, letztere wollen innerhalb der anglikanischen Staatskirche eine radikale Vorbildgemeinschaft gründen
  • John Winthrop: England als "Kingdom of the Antichrist", baldiger Untergang angenommen
  • (2) Jeremiade: wortreiche Klage, nach biblischem Propheten Jeremia
  • Sacvan Bercovitch unterscheidet zwischen der europäischen Jeremiade, die innerhalb fester, hierarchischer sozialer Strukturen entsteht und diese festigt, und der amerikanischen Jeremiade, die durch die Kontrastierung der realen mit einer idealen Gesellschaft zum Wandel drängt (Teleologie statt Hierarchie)
  • (3) Modelle der Jeremiade: triadischer Aufbau, vgl. Modell von Emory Elliot auf dem Handout
  • (4) John Winthrop, "A Modell of Christian Charity": geht von sozialen Unterschieden (reich/arm, mächtig/machtlos) aus, interpretiert diese als Manifestationen Gottes, mahnt zur Geschlossenheit und zum Ausbalancieren oppositioneller Kräfte im Interesse der Gemeinschaft
  • "City upon a Hill": Vorbildcharakter der neuen Siedlung; Legitimation; Auserwähltheitsgedanke führt zu psychologischem Druck auf Siedler
  • (5) Jonathan Edwards, "Sinners in the Hands of an Angry God": hält Predigt während dem First Great Awakening, einer an Jugendliche gerichteten Konvertierungsbewegung
  • sieht puritanischen Glauben im Niedergang, will ihm zu neuer Energie verhelfen; Mahnung an Jugendliche



6. SITZUNG (21.11.2005): Literatur der Kolonialzeit III: Captivity Narratives

Handout zum Download: [PDF]

  • (1) Einleitung: große Nachfrage nach Captivity Narratives wegen psychologischer Faktoren (Feind im eigenen Land) und Propagandawirkung
  • ca. 600 Captivity Narratives erhalten, davon zwei Drittel von Frauen; Jungfrau oder junge Mutter als ideale Gefangene (wehrlos, bemitleidenswert), legitimiert durch pazifistische Darstellung die Landnahme
  • Def. Captivity Narrative: Prosaberichte über Kriegsgefangenschaft, häufig von dritter Seite aufgezeichnet
  • (2) Pocahontas: von Siedlern gekidnappt und zu Werbezwecken nach England gebracht, stirbt dort und wird zum Mythos
  • Legende: Pocahontas als Integrationsfigur, dient als prototypischer "guter" Indianer, der die Abgrenzung und Vernichtung der "bösen" Indianer rechtfertigt (vgl. Studie von Price auf dem Handout)
  • (3) Mary Rowlandson: nach Erscheinen 1682 Sensationserfolg, von Increase Mather gefördert
  • historischer Hintergrund: wird im King Philip's War 1676 gefangengenommen; erlebt psychische und physische Odyssee in 20 Etappen ("removes"); kommt nach fast zwölf Wochen gegen Lösegeld frei
  • typischer Aufbau, der zur Norm wird: plötzlicher Beginn mit Überfall, Leben mit Indianern (gelegentlich als Sklave), dann Flucht oder Freilassung
  • (4) Hannah Dustan: kurzer, aber legendärer Bericht; von Cotton Mather aufgezeichnet, in Predigten verwendet und in den Magnalia Christi Americana veröffentlicht
  • außergewöhnlich hartes Vorgehen: erschlägt und skalpiert Indianerfamilie im Schlaf, wird von Siedlern als Heldin gefeiert
  • Rezeptionsgeschichte spiegelt die jeweilige Einstellung zu Gewalt, Indianern und Frauen wieder: Mather identifiziert sie mit Heldinnen des Alten Testaments, John Greenleaf Whittier beschreibt sie als Hysterikerin, Nathaniel Hawthorne als barbarische, unfeminine "raging tigress", Henry David Thoreau als Opfer und Täter einer grausamen Tat
  • (5) Mary Jemison: steht für kulturelle Vermischung; übernimmt Körperhaltung, Lebensstil und Sprache; heiratet Delaware-Krieger und wird in beiden Kulturen respektiert


7. SITZUNG (28.11.2005): Literatur der frühen Republik I: Politische Schriften

Handout zum Download: [PDF]

  • (1) Benjamin Franklin (1706-90), Poor Richard's Almanac: vermittelt sowohl "book learning" als auch Common Sense (Urteilsvermögen durch Erfahrung)
  • "The Way to Wealth": 90 Sprüche aus den Almanachen mit Rahmenerzählung; strukturiert durch die Leitideen Zeit, Fleiß, Sparsamkeit und Klugheit; Reichtum ist allerdings nur Voraussetzung für Ausübung wahrer Tugenden (vgl. Mäzenatentum)
  • Autobiography: beschreibt "project of arriving at moral perfection" durch Erlangung von 13 Tugenden; Franklin führt Tagebuch mit moralischen Rückfällen (vgl. Tradition der puritanischen Introspektion); Projekt scheitert an Versagen und Alter
  • (2)Thomas Paine (1737-1809), Common Sense: erscheint im Januar 1776 und trägt durch scharfe Argumentation und enorme Verbreitung maßgeblich zur "mentalen Revolution" bei
  • Universalisierung des amerikanischen Schicksals, Pflicht zur Unabhängigkeit
  • (3) Thomas Jefferson (1743-1826), "Declaration of Independence": beeinflußt von John Locke (unveräußerliche Rechte, Volkssouveränität) und Paine (Abschaffung von Tyrannei und Sklaverei)
  • Kongreß nimmt noch Änderungen vor: Betonung der Ungerechtigkeit des Königs, Lossagung von allen Freunden in England, Streichung des Passus' gegen Sklaverei
  • (4) Federalist Papers: Sammlung von 85 Artikeln, die während der Debatte über die Ratifizierung der Verfassung 1787/88 von deren Befürwortern verfaßt wurden
  • Ziele:
    - Verteidigung des "checks and balances"-Prinzips
    - Beeinflussung der Wahlberechtigten im Sinne der Ratifizierung
    - Festlegung zukünftiger Auslegungen der Verfassung
  • Nr. 1 (Alexander Hamilton): Gegner der Verfassung haben verzerrte Wahrnehmung, Ratifizierung ist im Interesse des Landes
  • No. 10 (James Madison): Thema der Parteienbildung; Regulierung durch "checks and balances" notwendig, um die Interessen der Schwächeren zu berücksichtigen; unterscheidet "democracy" von "republic" (vgl. 6. Zitat auf Handout)

8. SITZUNG (5.12.2005): Literatur der frühen Republik II: Literarische Anfänge

Handout zum Download: [PDF]

  • Zusätzliche Anmerkungen zur ausführlichen Gliederung auf dem Handout:
  • (1) Sinnlichkeit und Ästhetik werden vom Puritanismus (wie von Plato) als subversive Kraft betrachtet, weshalb zu dieser Zeit ein kultureller Rückschritt stattfindet.
  • (2) Manifest Destiny: vorherbestimmtes Schicksal der Nation, heilsgeschichtliche Komponente (New Canaan)
  • translatio imperii: Verlagerung der großen Weltreiche von Ost nach West im Lauf der Weltgeschichte
  • (3) R. Tyler, The Contrast: stellt europäische und amerikanische Werte vergleichend gegenüber
  • W. Dunlap, André: hinterfragt anhand der Thematik der Hinrichtung eines britischen Spions die Legitimität des Unabhängigkeitskampfes
  • (4.1) Edmund Burke: Gegenüberstellung des Schönen (beautiful) und des Erhabenen (sublime)
  • (4.2) Natty Bumpoo, der Protagonist der Leatherstocking Tales, als Zwischenfigur zwischen Natur und Zivilisation, Weißen und Indianern
  • (4.3) "Rip van Winkle" basiert auf der deutschen Sage "Peter Klaus, der Ziegenhirt"
  • Palimpsest: Übereinander zweier Zeichenstrukturen, wobei die alte unter der neuen noch erkennbar ist

9. SITZUNG (12.12.2005): Romantik und Amerikanische Renaissance I: Poe und die Anfänge der Kurzgeschichte

Handout zum Download: [PDF]

  • (3) Analyse des Anfangs von "The Fall of the House of Usher": descensus ad inferos, surreale Atmosphäre, Todes-/Untergangsthematik
  • (4) "Young Goodman Brown": allegorisch, Mehrdeutigkeit kultureller Zeichen
  • (5) "Bartleby, the Scrivener": Unverfügbarkeit des Menschen, Bartleby nicht deutbar

10. SITZUNG (19.12.2005): Romantik und Amerikanische Renaissance II: Die Transzendentalisten

Handout zum Download: [DOC]

  • (1) Einordnung in die amerikanische Geistesgeschichte:
  • (1.1) Parallelen zum Puritanismus: gottgefälliges Leben, Introspektion (Tagebücher), Selbstversenkung, Idee des inner light, Auseinandersetzung mit der Natur, moralische Prinzipien
  • (1.2) Gegenbewegung zur Aufklärung: Jenseitiges, Emotionen, "enlightenment" als mystische Erleuchtung
  • (1.3) Wurzeln im Unitarismus: leugnet Trinität (Einheit der Gottheit), Theokratie
  • (2) Europäische Vorläufer: Plotin/Neuplatoniker, Nikolaus Cusanus, Giordano Bruno, Francis Bacon, Jakob Böhme, George Berkeley, Immanuel Kant (Namensgeber), J. G. Herder
  • Gründung des transcendental club durch Frederick Hedge in Harvard, geprägt vom Gedankengut der deutschen Romantik und Philosophie
  • understanding: bloß rationales, d.h. minderwertiges Erkenntnisvermögen
    reason: intuitive Erkenntnis im direkten Zugriff
  • (3) Grundsatz des Transzendentalismus: Überprüfung des eigenen Selbst in aktiver, eigenständiger Erkenntis mit der Welt
  • (4.1) Ralph Waldo Emerson: trifft Carlyle und Coleridge; "Nature" (1836), "The American Scholar" (1837), "Divinity School Address" (1839); Ideen: Individuum und Weltseele sind identisch, Versenkung in Natur ermöglicht Gottesnähe
  • (4.2) Henry David Thoreau: praktische Umsetzung von Emersons Ansichten und Kritik an Engstirnigkeit und Unfreiheit in Walden; Idee der civil disobedience in "Resistance to Civil Government"
  • (5) "Gutes Leben" durch spirituellen statt materiellem Reichtum, Bewußtwerdung und Respekt vor der eigenen, göttlichen Natur, Erforschung der eigenen Stellung im/zum Leben durch Intuition und Imagination

11. SITZUNG (9.1.2006): Romantik und Amerikanische Renaissance III: Roman

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  • (1) Bemühung um amerikanische Nationalliteratur vs. Anknüpfung an Europa (sentimental und gothic novel)
  • kultureller Kontext: Reform und Demokratie (Andrew Jackson), Abolitionismus, früher Feminismus, Temperenzbewegung
  • (2) gegenläufige Bewegung als Strukturprinzip des Romans: Flucht nach Norden vs. Degradierung nach Süden
  • Tom als christliche Märtyrerfigur; utopisches Ende (Sklavenfreilassung)
  • (3) Hauptfiguren: Hester Prynne, Pearl (Tochter), Roger Chillingworth (Ehemann), Arthur Dimmesdale (Priester und Vater von Pearl)
  • (4) Hauptfiguren: Ahab (Kapitän), Ishmael (Erzähler), Starbuck, Stubb, Flask (Maate), Queequeg, Tashtego, Dagoo (Harpuniere)

12. SITZUNG (16.1.2006): Romantik und Amerikanische Renaissance IV: Lyrik

Handout zum Download: [PDF]

  • Detaillierte Informationen auf dem Handout.

13. SITZUNG (23.1.2006): Realismus I: Grundlagen

Handout zum Download: [PDF]

  • Detaillierte Informationen auf dem Handout.

14. SITZUNG (30.1.2006): Realismus II: Regionalismus und local color

Handout zum Download: Seite 1 [PDF], Seite 2 [PDF], Seite 3 [PDF]

  • (2) Def. "local color": ca. 1865-1900, spezifische Örtlichkeit wichtig, Zwischentöne statt Schwarz/weiß-Denken; dagegen "Regionalismus": intellektuelle Bewegung seit den 1830ern
  • Merkmale: Authentizität, Spannung Zivilisation/noch unzivilisierter, ländlicher Bereich; Elemente von romance und sentimentalem Roman
  • (3) soziopolitischer/kultureller Hintergrund: Industrialisierung, Urbanisierung, Westexpansion --> Nostalgie, gerichtet auf Einfachheit des ländlichen Raumes
  • (8) spezielle Situation des Südens: Bedürfnis nach Rechtfertigung bzw. Wiederherstellung des alten Systems, Traditionsbewußtsein, Selbstidealisierung
  • (9) Fazit: local color als Gegenentwurf zur erfolgreiche und dekadenten Mainstreamkultur, fiktionale Bearbeitung möglicher Alternativen zur Regeneration der eigenen Kultur

15. SITZUNG (6.2.2006): Realismus III: Mark Twain und Henry James

Handout zum Download: Seite 1 [PDF], Seite 2 [PDF]

  • Detaillierte Informationen auf dem Handout.