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Anna-Lena Eick


Ich habe manchmal Heimweh. Ich weiß nur nicht wonach“ - Literarische Annäherungen an die Ankunft in der Fremde

Die Begrifflichkeiten Flucht, Exil und Migration sind medial allgegenwärtig und die mit diesen Konzepten untrennbar verknüpfte Situation der Flüchtenden, Geflüchteten und Ankommenden könnte herausfordernder nicht sein. Die eigene Heimat verlassen zu müssen und in der Fremde – sowohl in Konfrontation mit einem paradoxen Heimweh nach der mittlerweile fremdgewordenen Herkunft als auch mit der oftmals undefinierten, kaum greifbaren Sehnsucht nach dem Ankommen in der „neuen“ Heimat, –  leben zu können, stellt einen kulturellen wie auch persönlichen Balance-Akt dar. Die Literatur und Literaturproduktion kann hierbei einerseits als Bewältigungsstrategie und andererseits als Zugangsmöglichkeit verstanden werden: Sie kann dem Schreibenden einen Ausweg aus dem Dilemma zwischen Heimatlosigkeit und dem offenen Erleben der Fremde bieten und andererseits Brücken zwischen Ursprungs- und Gastland, zwischen Geflüchteten und Einheimischen, zwischen den Kulturen und nicht zuletzt zwischen den Sprachen schlagen.

Im Rahmen des Aktionstages „Gegen einfache Wahrheiten“ organisiert die Fachschaft Komparatistik in Zusammenarbeit mit Studierenden des Lehrstuhls für Vergleichende Literaturwissenschaft das obengenannte Aktionsseminar. Es soll eine Annäherung an die Ankunft in der deutschen Sprache und Kultur sowie an das Verständnis und die Bedeutung von Heimat in diesem Kontext geleistet werden. Ausgehend von Denkanstößen in Form von Auszügen aus literarischen Werken und vorab gedrehten, filmischen Interview-Sequenzen soll zur interaktiven Diskussion und zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen werden.

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