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Prof. Dr. Gregor Weber, Dr. Christoph Schliephake


Zwischen Integration und Exklusivität: Bürgerrecht(sfragen) im klassischen Griechenland

Heutzutage gehören multiple Identitäten zu den Grundbegebenheiten einer Gesellschaft, mitsamt den Chancen und Konflikten, die damit verbunden sind (man denke an die Debatten um die doppelte Staatsbürgerschaft). Auch die Antike kannte ähnliche Phänomene; dass sich jemand als Bürger begreifen kann, mit allen dazugehörigen Rechten (und Pflichten), ist nicht zuletzt in der Geschichte der Stadtstaaten des klassischen Griechenlands begründet. Allerdings stand der Zugang zum Bürgerstatus keineswegs allen offen: Um 451/50 v. Chr. legte Perikles der athenischen Volksversammlung ein Gesetz vor, das all jene vom Bürgerrecht ausschließen sollte, die nicht von athenischen Bürgern abstammten (und zwar sowohl väter- wie auch mütterlicherseits). Ausgehend von diesem „Bürgergesetz“ will sich das Seminar mit den Fragen von Integration und Exklusivität im klassischen Griechenland auseinandersetzen. Warum waren Gemeinschaften überhaupt daran interessiert, einen exklusiven Kreis von Bürgern zu schaffen? Was passierte, wenn jemand als Fremder in eine (andere) griechische Polis kam? Die Behandlung dieser u. ä. Fragen soll den historischen Charakter der aktuellen Thematik von Bürger(rechts)fragen beispielhaft aufzeigen, Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zur heutigen Zeit erfassbar machen.

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